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Mondbasis Alpha 1 - 2x10: Der Schöpfer Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Century 21 Television

Originaltitel: New Adam New Eve
Episodennummer: 2x10
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 09. Oktober 1976
Erstausstrahlung D: 07. Dez. 2013
Drehbuch: Terence Feely
Regie: Charles Crichton
Besetzung: Martin Landau als Commander John Koenig, Barbara Bain als Dr. Helena Russell, Catherine Schell als Maya, Tony Anholt als Tony Verdeschi, Nick Tate als Alan Carter, Guy Rolfe als Magus, Bernard Kay als Humanoid, Albin Pahernik als Creature, Annie Lambert als Main Mission Operative Julie Tracy, Barbara Wise als Beautiful Girl, Yasuko Nagazumi als Yasko u.a.

Kurzinhalt: In der Mondbasis gehen auf einmal die Monitore an, und seltsame Lichter und Farben erscheinen, die bei einigen in der Crew Kopfschmerzen auslösen. Kurz darauf steht plötzlich ein Mann in einer blauen Robe vor ihnen, und behauptet, Gott zu sein. Mehr noch: Er habe einen neuen Planeten für sie geschaffen, und bietet den Bewohnern von Alpha – und damit der Menschheit – quasi die Gelegenheit, in einem neuen Garten Eden noch einmal von vorn beginnen. Doch nicht alle: Er selbst wählt John Koenig, Helena Russell, Tony Verdeschi und Maya als die neuen Adams und Evas aus – und transportiert sie gegen ihren Willen auf den neuen Planeten. Doch die vier denken gar nicht daran, nach seiner Pfeife zu tanzen. Als sich herausstellt, dass sie auf dem Planeten nicht so allein sind, wie sie denken sollen, suchen sie zusammen mit den anderen Kreaturen, die dort festgehalten werden, nach einem Weg, um sich gegen "Gott" – der sich vielmehr als der intergalaktische Zauberkünstler Magus herausstellt – zu wehren, und aus dem neuen Garten Eden zu entkommen…


Review: Episodenbild (c) Century 21 Television "Wozu braucht Gott eine Mondbasis?!" Das war mein erster Gedanke, als Magus zum ersten Mal erschienen ist. Wobei mir natürlich bewusst ist, dass die Episode lange vor dem fünften "Star Trek"-Film (der mir übrigens bei jeder Sichtung besser gefällt, und den ich mittlerweile für heillos unterschätzt halte) entstanden ist (wobei sie sich wiederum durchaus Anleihen an "Der Tempel des Apoll" nimmt). Dennoch sind die Parallelen offensichtlich, angefangen bei der Grundidee, bis hin zu einzelnen Elementen der Umsetzung; insbesondere dann natürlich die Momente, wo Magnus Laserstrahlen aus den Augen schießt, bzw. wir kurz nur seinen Kopf sehen. Insofern drängt sich mir stark der Verdacht auf, dass David Loughery die Episode bekannt war, und er sie noch im Hinterkopf hatte, als er das Drehbuch zu "Am Rande des Universums" (im Übrigen immer noch ein selten dämlicher Titel, macht sich die Enterprise doch vielmehr ins Zentrum der Galaxis auf) schrieb.

Wobei ich auch gleich sagen muss: Selbst früher, als ich mit dem fünften "Star Trek"-Film noch nicht so viel anfangen konnte wie heutzutage, hätte ich das Endergebnis gegenüber "Der Schöpfer" als deutlich überlegen eingestuft. Mit anderen Worten: Es handelt sich hier leider in meinen Augen um eine weitere enttäuschende Folge der zweiten "Mondbasis Alpha 1"-Staffel – und dementsprechend nach der kurzen Erholung mit "Der Roboter" um einen deutlichen qualitativen Rückschritt. Dabei ist es nicht so, dass die Grundidee nicht auch hier durchaus ihren Reiz hätte, und es nicht einzelne gute Momente und/oder nette Dialoge gäbe. So erwäge ich ernsthaft, in Zukunft jedes Mal Magus Spruch "It's alright, you don't have to bow down and adore me." loszulassen, wenn ich einen Raum betrete. Aber auch der Austausch "We make our own choices." "Not as often as you think" war nett. Und die Umsetzung des neuen Garten Eden hat mir auch gut gefallen (ich mag bekanntlich ja diese altmodischen, im Studio aufgebauten Planetenoberflächen). Leider aber geht auch "Der Schöpfer", wie schon so vielen Episoden (insbesondere der zweiten Staffel) zuvor, viel zu früh die Luft aus. Die erste Viertelstunde war ja noch ganz spaßig, aber danach ist ihnen (genauer gesagt: Drehbuchautor Terence Feely) einfach nicht mehr genug eingefallen, um die restliche mehr als halbe Stunde kurzweilig zu gestalten. Zumal das mit den "Monstern" sehr aufgesetzt und unnötig wirkte, und diese mit ihren Ganzkörperkostümen auch nicht wirklich überzeugend waren. Aufgrund der gelungenen Elemente (zu denen ich auch die Referenzen auf Merlin und Nostradamus zähle) hätte ich "Der Schöpfer" trotzdem noch zumindest mit einer 2/5-Wertung durchgewunken – wenn da nicht das extrem schwache, um nicht zu sagen dämliche Finale gewesen wäre, wo sich Dunkelheit als Magus' Achillesferse erweist, und man ihn so besiegt, in dem man ihn in einer Grube versenkt. Schon allein beim Niederschreiben komm ich schon wieder aus dem Kopfschütteln nicht heraus.

Fazit: Episodenbild (c) Century 21 Television Als jemand, der – mittlerweile – "Star Trek V: Am Rande des Universums" durchaus schätzt, und immer schon die Begegnung mit "Gott" am Ende mochte (insbesondere natürlich Kirks legendären Spruch "Wozu braucht Gott ein Raumschiff?!") standen eigentlich die Chancen gut, dass es dieser ähnlich gelagerten Story gelingen würde, mir ebenfalls zu gefallen. Und zumindest vereinzelt war dies auch der Fall, gab es doch durchaus ein paar gelungene Momente und/oder Dialoge. Leider aber verliert sich "Der Schöpfer", sobald John, Helena, Maya und Tony im Garten Eden landen, doch ziemlich. Es mangelt der Episode auch an Spannung und ab dem ersten Drittel auch ziemlich an Inhalt, weshalb man sich mit überflüssigen Elementen wie den anderen fremden Wesen (die in einer unnötigen Einlage auch gegeneinander kämpfen) über die fünfzigminütige Laufzeit zu retten versucht. Vor allem aber ist es dem lächerlichen Showdown zu "verdanken", dass "Der Schöpfer" über die unten angegebene, niedrige Wertung nicht hinauskommt.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Century 21 Television)







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