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Star Trek: Starfleet Academy - 1x06: Komm fort Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Come, Let's Away
Episodennummer: 1x06
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 12. Februar 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Kenneth Lin & Kiley Rossetter
Regie: Larry Teng
Stammbesetzung: Holly Hunter als Nahla Ake, Sandro Rosta als Caleb Mir, Karim Diané als Jay-Den Kraag, Kerrice Brooks als SAM, George Hawkins als Darem Reymi, Bella Shepard als Genesis Lythe, Zoë Steiner als Tarima Sadal, Oded Fehr als Charles Vance, Gina Yashere als Lura Thok, Brit Marling als Main computer, Stephen Colbert als Digital Dean of Students, Tig Notaro als Jett Reno, Robert Picardo als The Doctor.
Gaststars: Paul Giamatti als Nus Braka, Raoul Bhaneja als Commander Kelrec, Romeo Carere als Ocam Sadal, Alexander Eling als B'Avi, Dale Whibley als Kyle Jokovich, Raffa Virago als Cadet Pickford, Jeff Teravainen als Tomov, Stephen Adekolu als N'Duwo Skra, Daniel Fernandes als Med Tech u.a.

Kurzinhalt: Nachdem Caleb Mir und Tarima Sadal miteinander intim werden, dringt sie in seine Gedanken ein, und fördert dabei die Vergangenheit mit seiner Mutter zu Tage – ein Bereich seiner Persönlichkeit, den Caleb sonst von der Außenwelt abschottet. Schockiert zieht er sich zurück, und verletzt mit seiner Reaktion – und seinen unbedachten Worten – wiederum Tarima. Kurz darauf begegnen sie sich wieder – als Teil einer gemeinsam von der Starfleet Academy und dem War College organisierten Trainingsmission, für die sich die Kadetten auf das Wrack der U.S.S. Miyazaki begeben. Dort soll ein Team die Lebenserhaltungssysteme wieder in Betrieb nehmen, während das zweite von der U.S.S. Athena aus taktische Unterstützung gibt. Als jedoch die sogenannten – und fürchterlichen – Furien angreifen, wird aus der Trainingsmission bitterer Ernst. Da Nus Braka mit den Furien Erfahrung hat, und angeblich auch eine wirkungsvolle Waffe gegen sie entwickelte, bittet Starfleet ihn um Unterstützung. Ein Pakt mit dem Teufel, den man schon bald bereuen wird…

Review: Episodenbild (c) Paramount+ Ein gewisses Maß an Erotik gehörte ja schon immer zur Grund-DNS von "Star Trek"; wobei es in der Vergangenheit nicht selten mit einem gewissen Sexismus einherging. So wurden vor allem bei TOS Frauen gerne in knappen Kleidern, bauchfrei usw. präsentiert. Bei TNG waren dann die sogenannten "ass-shots" – sprich Kameraeinstellung zufällig auf der Höhe des weibliche Gesäßes – "beliebt"; von der Art und Weise, wie die weiblichen Vorzüge von Marina Sirtis zur Schau gestellt wurden, ganz zu schweigen. Ähnliches gilt natürlich für Jery Ryan bei VOY. Und mit ENT – wo die Erotikeinlagen dann sehr erzwungen und aufgesetzt wirkten (ich erinnere nur an das Eincremen in der Dunkelkammer) – fange ich besser gar nicht erst an. "New Trek" war hier bislang vergleichsweise brav und "erwachsen". Unter diesem Gesichtspunkt wirken die ersten paar Minuten von "Komm fort" (schmutzig denkende Gemüter mögen an dieser Stelle dazu geneigt sein, das zweite Wort des Titels zu streichen) doch ziemlich gewagt. Es ist zwar noch lange kein "Game of Thrones"-Niveau, aber ähnlich viel nackte Haut wurde bei "Star Trek" bisher selten bis nie präsentiert.

Im ersten Moment vermutete ich als Grund dafür noch das hippere und jugendlichere Image, dass man sich mit "Starfleet Academy" verpassen will. Und das mag zwar durchaus auch eine Rolle gespielt haben; rückblickend könnte ich mir aber auch vorstellen, dass uns diese heile, romantisch-erotische Welt, die hier zu Beginn von "Komm fort" präsentiert wird, quasi in Sicherheit wiegen sollte – damit uns die recht düstere Handlung, die darauf folgt, dann noch die Spur kälter erwischt. Ich fand den tonalen Wechsel, der sich durch den Angriff der Furien ergibt, jedenfalls sehr gelungen umgesetzt. Zudem ist "Komm fort" auch die erste Episode, die davon profitiert, wie viel Zeit man in der ersten Season-Hälfte in die Figuren investiert hat. Mittlerweile haben wir diese kennen- und im Idealfall auch mögen gelernt, weshalb man dementsprechend mitfiebert, wenn sie hier nun in Gefahr geraten. Und während man beim Tod des Ausbilders noch dazu geneigt ist, dies als klassisches Rothemd-Szenario abzutun, mit dem uns die Bedrohung für die Charaktere verdeutlicht werden soll – wobei es sich aber letztendlich mehr um Schein denn Sein handelt – zeigt der Tod von B'Avi am Ende (eine Figur, die in den letzten Folgen immer wieder gezeigt und damit etabliert wurde), dass man hier Ernst macht. Es ist vor allem dieser tragische Tod, der Eindruck hinterlässt. Aber auch die Umsetzung der Furies hatte es mir angetan (wenn ich auch beim Verzerrungseffekt unweigerlich an die ersten Auftritte der Drakh bei "Babylon 5" denken musste). Demgegenüber fand ich das mit dem Comic eher albern (zumal dies wiederum an "Galaxy Quest" erinnerte). Zudem wiederholt man hier den Fehler von "Betatest", da auch hier wieder behauptet wird, Betazoiden könnten Dinge fühlen (nein; sie sind Telepathen!). Trotzdem: Die dichte Inszenierung, die düstere Ausgangssituation, die effektive Umsetzung der Furien, sowie das gute Zusammenspiel der jungen Darsteller:innen-Riege glichen diese Schwächen für mich wieder aus.

Episodenbild (c) Paramount+ Und dann war da noch alles rund um Nahla Ake und Nus Braka. Wie schon bei "Kids von heute" war die Dynamik zwischen Holly Hunter und Paul Giamatti wieder einmal absolut famos. Schon allein für sich genommen können die beiden ja überzeugen; Giamatti mit der süffisanten Art und Weise, mit der er den Bösewicht zum Besten gibt, und Holly Hunter mit der Schrulligkeit ihrer Figur, sowie der Intensität ihres Schauspiels. So richtig explosiv wird es dann aber, wenn die beiden aufeinander losgelassen werden. Ich denke da z.B.an jene Szene, als Braka auf sie einredet, Ake kein Wort verliert, sich aber die Emotionen deutlich in Hunters Gesicht widerspiegeln. Und generell waren ihre gemeinsamen Szenen für mich definitiv die Highlights von "Komm fort". Darüber hinaus erfahren wir hier nun auch nähere und durchaus schockierende Details zum Tod ihres Sohnes. Die Wendung, dass Braka mit den Furies zusammenarbeitet, war hingegegen schmerzlich vorhersehbar. Und generell denke ich, dass "Komm fort" noch eine Spur effektiver gewesen wäre, wenn man Braka am Ende von "Kids von heute" gefangen genommen hätte, und er diese (von ihm inszenierte) Krise nun nutzt, um freizukommen. Allerdings will ich auch nicht überkritisch sein: Insgesamt war "Komm fort" wirklich (und überraschend) gut.

Fazit: "Komm fort" war die erste Episode der Serie, der ich immerhin das Prädikat "gut" verleihen kann. Nach einem ungewohnt freizügigen Einstieg (wobei die entsprechende Einlage längst nicht so aufgesetzt wirkte wie z.B. bei ENT), der noch die heile Akademiewelt heraufbeschwört, nimmt die Episode dann zunehmend düstere Züge an, und mündet schließlich in einem so dramatischen wie tragischen Finale. Neben diesen positiven Eigenschaften profitiert "Komm fort" in erster Linie noch von der gelungen-unheimlichen Umsetzung der Furien (die sich generell als sehr bedrohlicher neuer Feind erweisen), der atmosphärisch dichten Inszenierung von Larry Teng, sowie nicht zuletzt dem grandiosen Zusammenspiel zwischen Holly Hunter und Paul Giamatti. Damit ließ "Komm fort" für mich als erste Folge der Serie erkennen, dass in dem "Starfleet Academy"-Konzept vielleicht doch mehr Potential steckt, als ich ursprünglich angenommen hatte. Bleibt nur zu hoffen, dass es ihnen in der zweiten Staffelhälfte öfter als in der ersten gelingen wird, dieses auch auszuschöpfen.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)







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