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Star Trek: Starfleet Academy - 1x02: Betatest Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Beta Test
Episodennummer: 1x02
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 15. Januar 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Noga Landau & Jane Maggs
Regie: Alex Kurtzman
Stammbesetzung: Holly Hunter als Nahla Ake, Sandro Rosta als Caleb Mir, Karim Diané als Jay-Den Kraag, Kerrice Brooks als SAM, George Hawkins als Darem Reymi, Bella Shepard als Genesis Lythe, Zoë Steiner als Tarima Sadal, Oded Fehr als Charles Vance, Gina Yashere als Lura Thok, Brit Marling als Main computer, Stephen Colbert als Digital Dean of Students, Robert Picardo als The Doctor.
Gaststars: Tig Notaro als Jett Reno, Raoul Bhaneja als Commander Kelrec, Anthony Natale als President Emerin Sadal, Jamie Groote als the Diva, Romeo Carere als Ocam Sadal, Cecilia Lee als Dzolo, Tabitha Tao als Holo-guide, Scott Yamamura als Tinn Valaak, Marcia Adolphe als Interpreter u.a.

Kurzinhalt: In San Francisco begrüßt man eine Delegation von Betazed. Der Planet, der so wie viele andere nach dem großen Brand aus dem Völkerbund ausgeschieden ist, erwägt, wieder zur Föderation zurückzukehren. Die Gespräche finden an Bord der U.S.S. Athena statt, auch, weil man den Besuchern mit den Vorstellung des Schiffes und der neuen Rekruten der Akademie zeigen will, dass man den Blick auf die Zukunft richten möchte. Caleb Mir ist indes nach wie vor vom Gedanken besessen, seine Mutter aufzuspüren, und ordnet diesem Ziel alles unter – auch seine Ausbildung in der Akademie. So kommt es, dass er zufällig auf Tarima Sadal trifft, die sich als die Tochter des betazoidischen Präsidenten herausstellt. Die beiden kommen sich näher – was dann jedoch zu einem diplomatischen Zwischenfall führt, aufgrund dem die Verhandlungen zu scheitern drohen…

Review: Episodenbild (c) Paramount+ Zuerst einmal: Ich sehe es ausgesprochen positiv, dass man sich auch bei "Starfleet Academy" (obwohl es ja eigentlich ein Spin-Off von "Discovery" ist) an der episodischen Erzählweise von früher (sowie natürlich "Strange New Worlds") – wenn auch mit einer gewissen fortlaufenden Handlung (in diesem Fall in erster Linie Calebs Suche nach seiner Mutter) – orientiert. Dies nicht zuletzt auch deshalb, als die bisherigen Staffeln "Discovery" und "Picard" (für mich) bewiesen haben, dass die "New Trek"-Macher eine staffelübergreifende Story ganz einfach nicht drauf haben (was ihnen gegenüber nicht ganz so kritisch gemeint ist, wie es im ersten Moment klingt; in meinen Augen bietet sich das "Star Trek"-Konzept mit einer Crew an einem Standort einfach für diese Erzählweise nicht an). Vor allem aber hielt man es bei diesen immer für notwendig, eine bestimmte Bedrohung (mindestens für die Erde, wenn nicht gleich die ganze Galaxis) in den Mittelpunkt zu stellen. Wohl, weil man meinte, dass man das Publikum nur damit bei der Stange halten kann. In meinem Fall erzielte man aber insofern eher den gegenteiligen Effekt, als ein Scheitern unserer Helden so von vornherein ausgeschlossen war.

Dementsprechend gefiel mir der niedrigere Einsatz, der hier nun bei "Betatest" auf dem Spiel steht, ausgesprochen gut. Es geht "nur" darum, ob Betazed in die Föderation zurückkehrt (und, ganz ehrlich: Dass so etwas aus Sicht von "New Trek" als "low stakes" zählt, zeigt, wie sehr sich die Perspektive durch die staffelübergreifenden Bedrohungen bei "Discovery" und "Picard" verzerrt hat; zu Zeiten von "The Next Generation" wäre das nämlich eine absolute "high stakes"-Folge gewesen, auch wenn es "nur" um diplomatische Verhandlungen geht). Statt Action, Gefahren und Pew Pew Pew steht somit hier tatsächlich mal eine diplomatische Mission im Mittelpunkt. Und da wir mit Betazed (im Gegensatz zu den "New Trek"-Machern – aber dazu gleich noch) vertraut sind, und uns mit dem Volk etwas verbindet, fiebert man auch so richtig mit, wenn es hier darum geht, diese einst wichtige Welt der Föderation wieder in die Gemeinschaft zurückzubringen. Nicht zuletzt eben auch deshalb, da nun mal im Gegensatz zu "Die Galaxis droht vernichtet zu werden" tatsächlich die Möglichkeit besteht, dass es unseren Helden (noch) nicht gelingt. Insofern fand ich die Ausgangssituation hier höchst interessant, und war eigentlich von Beginn an in der Story drin. Ein weiterer Pluspunkt war auch hier wieder der Auftritt von Robert Picardo als Holodoc – umso mehr, als er hier seiner bei "Voyager" zur Schau gestellten Vorliebe für Opern frönen darf. Sein Duett hier war einfach nur wunderbar. Aber auch der Gastauftritt von Tig Notaro (die so ziemlich das einzig gute an "Discovery" war) als Jett Reno stach für mich überaus positiv hervor. Eben diese Szene, wo sie Caleb die Leviten liest, hatte es mir sehr angetan. Und auch Holly Hunter als Nahla Ake fand ich wieder super; wobei sie zweifellos auch von den unorthodoxen Zügen ihrer Figur (in "Kids von heute" ihre eigenwillige Art, auf dem Kapitänsstuhl zu sitzen, hier nun, dass sie barfuß durchs Schiff läuft) profitiert.

Episodenbild (c) Paramount+ Auf der Negativ-Seite ist zuerst einmal die Liebesgeschichte zwischen Caleb und Tarima zu nennen. Denn, leider: Die hat für mich überhaupt nicht funktioniert. Es mag insofern das erste Mal sein, dass man bei "New Trek" castingtechnisch ins Klo gegriffen hat, als es zwischen Sandro Rosta und Zoe Steiner einfach Null Chemie gibt. Ihre Gefühle füreinander werden behauptet, ließen sich aber durch mich nicht nachempfinden. Zudem wirkte ihr Streit sehr aufgesetzt. Und lasst mich bitte erst gar nicht vom furchtbaren "on the fence"-"Witz" bei ihrer ersten Begegnung anfangen. Am meisten störte mich an diesem Handlungsstrang aber, wie die Tatsache, dass Caleb Tarima ins unterirdische Aquarium führte, um ihr die Wale (im Übrigen ein netter "callback" zu "Zurück in die Vergangenheit) zeigte, einen diplomatischen Zwischenfall auslöst, wegen dem die Verhandlungen zu platzen drohen. Nun mal ehrlich: Das war einfach nur aufgesetzt, und erinnerte mich an die Pilotfolgen von "Discovery", wo man uns einzureden versuchte, Burnham hätte mit ihrem (gescheiterten!) Meutereiversuch den Krieg mit den Klingonen ausgelöst. So schlimm wie dort ist es zwar insofern nicht, als das ja der Auslöser für eine staffelübergreifende Rehabilitations-Storyline war (was für mich eben deshalb überhaupt nicht funktionierte); konstruiert war es aber dennoch.

Trotz dieser Kritikpunkte hätte das Pendel bei "Betatest" für mich insgesamt zugunsten der positiven Aspekte ausgeschlagen, und sich die Folge somit über eine solide Wertung freuen können. Leider aber gibt es einen ganz entscheidenden, riesigen Kritikpunkt (für mich), der die Episode dann doch auf das unterdurchschnittliche Niveau des Serienauftakts "Kids von heute" drückt, und das ist die völlig verhunzte Darstellung der Betazoiden, wo die "New Trek"-Macher ihren bislang größten Kontinuitäts-Fauxpas hingelegt haben (und das will im Hinblick auf ihre bisherigen entsprechenden Vergehen nun echt was heißen). Schlimm genug, dass Noga Landau und Jane Maggs offenbar nur einzelne TNG-Folgen gesehen hat – und deshalb am Beispiel von Deanna Troi, der bekanntesten Betazoidin, geschlossen haben, dass diese "nur" ein empathisches Volk seien (weil, leider: Die Tatsache, dass Deanna nur deshalb "nur" eine Empathin war, weil sie Halb-Betazoidin ist, haben sie wohl übersehen) – und sie es offenbar auch nicht für notwendig erachteten, ein kleines bisschen Recherche zu betreiben (ich schwöre euch, manchmal habe ich das Gefühl, ich gebe mir hier für meine freiberufliche Tätigkeit als Review-Schreiber mehr Mühe, als die für ihren Job bezahlten Drehbuchautor:innen für "New Trek"). Dass dieser Fehler aber offensichtlich im gesamten, großen Team der Serienverantwortlichen aufgefallen ist, setzt dem ganzen dann aber schließlich die Krone auf – und zeigt wieder einen der wesentlichen Aspekte, der mich an "New Trek" so stört: Mangelndes Verständnis für, Respekt vor und Wissen über jenes Erbe, auf das man hier aufbaut, und ohne die sich alle hieran Beteiligten in diesem Universum erst gar nicht tummeln (und über lukrative Gehaltsschecks freuen) könnten. Aber Hauptsache, sie können sich für den "Boothy Memorial Park" für ihre ach-so-hervorragende "Star Trek"-Expertise auf die Schultern klopfen.

Fazit: Episodenbild (c) Paramount+ Es ist zum Haare raufen (hätte Robert Picardo nicht schon bei "Voyager" eine Glatze gehabt, könnte man glatt glauben, er hätte sie sich beim Lesen der Drehbücher zu "Starfleet Academy" ausgerissen). Denn eigentlich konnte mir auch "Betatest" wieder gut gefallen. Ich begrüße grundsätzlich schon mal die Rückkehr zur episodischen Erzählstruktur. Vor allem aber mochte ich, dass hier tatsächlich mal eine diplomatische Verhandlung im Mittelpunkt stand, bei der man noch dazu aufgrund unserer eigenen Beziehung zu Betazed (bzw. Betazoiden) mitfiebert (und zudem nicht von vornherein ausgeschlossen war, dass die Bemühungen nicht vielleicht doch scheitern könnten). Und vor allem auch den Gastauftritt von Tig Notaro sowie die Gesangseinlage des Holodocs habe ich echt abgefeiert. Leider aber hat die Liebesgeschichte zwischen Caleb und Tarima für mich überhaupt nicht funktioniert. Darüber hinaus fand ich sowohl ihr kurzzeitiges Zerwürfnis, als auch ihr Treffen (und ihren Fast-Kuss) als Auslöser des Abbruchs der Verhandlungen aufgesetzt. Vor allem aber ist es der bislang größte Kontinuitäts-Fauxpas der "New Trek"-Macher – im Hinblick auf die empathischen, statt telepathischen, Fähigkeiten der Betazoiden – der "Betatest" trotz aller gelungenen Momente und vielversprechender Ansätze für mich dann erst recht wieder auf das unterdurchschnittliche Niveau der Auftaktfolge drückte. Schade!

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)







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