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FilmRückblick 2016 - Zur Lage der Filmnation: Fazit eines Kinojahres Drucken E-Mail
Einleitende Worte zum großen Jahresrückblick Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 09 Januar 2017
 
FilmRückblick 2016

FilmRückblick 2016 – Einleitung


Einleitende Worte Bevor wir loslegen ein Wort der Warnung: Der nachfolgende Jahresrückblick ist schonungslos subjektiv, er stellt meine persönliche Meinung dar, die weder mit den anderen Mitarbeitern von fictionBOX noch mit euch übereinstimmen muss. Ich stelle keinesfalls den Anspruch einer allgemeingültigen Bewertung und spreche hier wirklich nur für mich. Falls ihr mit mir nicht einer Meinung seid, oder auch generell eurer ganz persönliches Fazit zum Kinojahr 2016 loswerden wollt, freuen wir uns über euren Besuch im SpacePub!


Zur Lage der Filmnation – Mein Fazit zum Kinojahr 2016 Das Jahr 2016 gilt ja allgemein als Horrorjahr. Einerseits wegen den vielen berühmten und beliebten Persönlichkeiten, die wir verloren haben, aber auch wegen der einen oder anderen politischen Entwicklung – die jedoch nicht Teil dieses cineastischen Rückblicks sein soll. Und wie sah's nun im Kino aus? Nun, ich würde sagen… sowohl aus Zuschauer- als auch aus Verleiher-Sicht hat man wohl schon bessere Zeiten erlebt. Aus meiner Sicht merkt man immer stärker den Trend, dass das Mid-Budget-Segment zunehmend verschwindet. Irgendwie gibt es heutzutage – mit wenigen Ausnahmen (wie z.B. "Arrival") nur mehr billige Indie-Filme, oder aber die ganz großen Blockbuster, wo mit Budgets im deutlichen dreistelligen Millionenbereich hantiert wird. Da selbst Filmstudios kein großes Interesse daran haben, mal schnell mehrere hundert Millionen Dollar zu verbraten, heißt die logische Konsequenz: Weniger Risiko.


Etwas, dass sich zum einen im zunehmenden Trend des Filmemachens nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zeigt. Man will nirgends anecken, ja nicht zu ungewöhnlich sein, und möglichst eine Masse an Leuten ansprechen und ins Kino locken. Die so logische wie bedauernswerte Konsequenz davon ist dann halt, dass man als Kinobesucher zunehmend den Eindruck bekommt, den gleichen Film – mit leichten Abwandlungen – immer wieder vorgesetzt zu bekommen. Die daraus resultierenden Filme müssen nicht notwendigerweise schlecht sein. Aber halt so gewöhnlich, so typisch, so 08/15 - und eben so auf Nummer sicher gehend, dass alles zu einem austauschbaren Wischiwaschi-Einheitsbrei verkommt. Das Schlagwort ist hier "ambitionslos". Eben deshalb stechen just jene Filme, die aus diesem Einheitsbrei hervorstechen (wie – neuerlich – "Arrival") – für mich so positiv heraus.

Die zweite wesentliche Ausprägung dieses Trends zeigt sich in der aktuellen, zunehmenden Sequelitis. Wenn man die Kinoveröffentlichungen näher verfolgt, könnte man den Eindruck gewinnen, dass mittlerweile mehr als jeder zweite Film entweder eine Fortsetzung ist, oder auf andere Art und Weise auf bestehende Film-Franchises aufbaut (Spin-Off, Reboot, usw.). Mittlerweile sind wir sogar so weit, dass selbst mittelmäßige Erfolge wie "Snow White and the Huntsman" ein großbudgetäres Sequel im Kino bekommen (vor 10 Jahren wäre die Fortsetzung noch billig produziert und in die Videotheken geschmissen worden). Die zahlreichen enttäuschenden Einspielergebnisse, gerade auch von solchen Fortsetzungen und Reboots zeigen, dass die Zuschauer die Nase davon zunehmend voll haben, da man diesbezüglich mittlerweile halt einfach völlig übersättigt ist. Einzig "Star Wars" und das Marvelverse halten sich wacker. Disney kann, so scheint es, nichts falsch machen.


Ganz im Gegenteil zu Warner/DC, die sich ungemein schwer tun, ihr Marvel-Konkurrenz-Comic-Universum erfolgreich zu etablieren. Bei den Kritikern sind sowohl "Batman v Superman: Dawn of Justice" und "Suicide Squad" überwiegend durchgefallen, und auch das Ergebnis an den Kinokassen war jetzt nicht unbedingt so, dass beim Studio die Sektkorken geknallt wären. Nun stimme ich zwar insofern überein, als beide Filme zweifellos ihre Probleme haben, "Captain America: Civil War" der ungleich bessere und überzeugendere Superhelden-Mashup war, und Warner/DC ihren Filmen – insbesondere "Batman v Superman" – durch das Zurechtschneiden auf das, was für sie eine vertretbare Kinolaufzeit darstellt, auch keinen Gefallen getan haben. Zugleich muss ich aber auch sagen, dass ich die harschen Kritiken absolut nicht nachvollziehen kann. Gerade auch angesichts des oben angesprochenen Trends und der Tatsache, dass man beiden Filmen, insbesondere "Batman v Superman", die dahinterstehenden Ambitionen der Filmemacher anmerkt, fällt es mir schwer, sie für ihr teilweise Scheitern zu sehr zu verteufeln. Denn letztendlich ist mir ein ambitionierter Fehlschlag lieber als ein routiniert-belangloser Erfolg.

Jedenfalls ist die Kino-Müdigkeit etwas, das ich im letzten Jahr auch zunehmend in meinem filmbegeisterten Freundeskreis wahrgenommen habe. Diese ist einerseits wohl im oben angegebenen Trend begründet, der zumindest für manche zu immer mehr und größeren Enttäuschungen im Kinosaal führt. Der andere ist jedoch das zunehmend respektlose Verhalten im Kinosaal. Abseits von Sondervorstellungen und Filmfestivals wird es zunehmend schwieriger, ein respektvolles Publikum zu erwischen. Das hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun. Ich hatte 2016 mit Jugendlichen genauso oft Probleme wie mit Leuten meinen Alters, oder sogar noch älteren Kinogehern. Neben der zunehmenden Unart des Textens/Surfens am Handy während einer Vorstellung, nimmt vor allem das ständige Quatschen in normaler Zimmerlautstärke zunehmend Überhand. Bislang hatte ich zwar immer das Glück, dass nach einer höflichen Ermahnung weitestgehend Ruhe war. Dennoch rauben einem solche Erfahrungen, wenn sie vermehrt auftreten, einfach zunehmend den Kinospaß. Kein Wunder, dass selbst langjährige, fleißige und treue Kinogeher diesen immer mehr den Rücken kehren – und das Feld zugleich halt leider kampflos den "Störenfrieden" überlassen.


Zuletzt seien auch noch ein paar Worte über jenen traurigen "Trend" verloren, den ich zu Beginn des Artikels angesprochen habe. Denn 2016 mussten wir uns, dem persönlichen Befinden nach, von überproportional vielen Künstlern verabschieden. Insbesondere im Musikbereich (Prince, David Bowie, Leonard Cohen, George Michael), aber eben auch aus dem Filmgeschäft. Zum Ende des Jahres gab es hier mit Carrie Fisher einen ganz besonders schweren Verlust zu verkraften. Immerhin ist 60 ja heutzutage eigentlich kein Alter mehr. Wohl noch tragischer war aber wohl der schreckliche Unfalltod des gerade einmal 27-jährigen Anton Yelchin. Generell ist jedoch wohl leider davon auszugehen, dass wir uns an solche Verluste gewöhnen werden müssen. Denn die Helden aus unserer Kindheit kommen nun eben zunehmend in ein Alter, wo zu befürchten ist, dass sie vielleicht doch nicht mehr allzu lang unter uns weilen werden. Immerhin haben sie im Gegensatz zu uns Ottonormalmenschen einen kleinen Vorteil: Dank ihrer Arbeit, mit der sie die Popkultur maßgeblich geprägt haben, bleibt zumindest ein Teil von ihnen erhalten, und sind sie zumindest bis zu einem gewissen Grad unsterblich. Figuren wie Prinzessin Leia werden – hoffentlich – noch zahlreiche weitere Generationen an Filmfans verzaubern, begeistern und inspirieren.

Trotz der einen oder anderen Enttäuschung, gerade auch im Segment der immer austauschbarer werdenden Blockbuster, sowie so mancher überflüssiger Fortsetzung, gab es 2016 insgesamt jedenfalls im Filmbereich auch wieder so manches, über das man sich freuen konnte. Was das war, wird u.a. Thema des weiteren FilmRückblicks sein. Ohne jetzt schon zu viel zu verraten kann ich jedenfalls festhalten, dass abseits vereinzelter regulärer Highlights meine ganz großen Höhepunkte wieder im Bereich der Filmfestivals, Sondervorstellungen und Retrospektiven zu finden waren. Vor allem über jene von John Carpenter und Stanley Kubrick habe ich mich sehr gefreut, erlaubten es mir die doch, so manches Meisterwerk der Filmgeschichte zum ersten Mal – oder neuerlich – auf der großen Leinwand zu erleben. Zudem konnte ich dank der Filmfestivals schon einen Blick auf das eine oder andere anstehende Highlight, wie das frisch Golden Globe-prämierte, zauberhafte Musical "La La Land" werfen. Wenn jetzt die Blockbuster auch wieder besser – und vor allem eigenständiger – werden, Hollywood rechtzeitig erkennt, dass es sich in manchen Belangen in eine Sackgasse bewegen und wieder mehr Mut zum Risiko beweisen, und die Kinobesucher endlich wieder lernen, sich ordentlich zu benehmen, dann könnte 2017 doch tatsächlich wieder ein phantastisches Jahr werden. Genug vielversprechende Filme würden jedenfalls mal anstehen. Insofern wünsche ich uns allen auch 2017 viele spannende, schockierende, unterhaltsame, nachhallende, lustige, erschütternde und denkwürdige Filmmomente. Wir sehen uns im Kino!


In Memoriam Wie jedes Jahr so mussten wir uns auch 2016 von so manchem Filmschaffenden verabschieden. Die nachfolgende Liste stellt dabei keinesfalls den Anspruch der Vollständigkeit, sondern stellt lediglich einen kleinen Auszug jener Personen aus dem Film- und Fernsehbereich dar, die im letzten Jahr von uns gegangen sind. Falls wir aus eurer Sicht jemanden vergessen haben sollten, der hier auch unbedingt angeführt gehört, so freuen wir uns über eure Ergänzungen in den Kommentaren!

Kenny Baker, David Bowie, Jerry Doyle, Patty Duke, Arne Elsholtz, Carrie Fisher, Zsa Zsa Gabor, George Gaynes, Ron Glass, Guy Hamilton, Curtis Hanson, Wolfgang Hess, Arthur Hiller, Ken Howard, George Kennedy, Burt Kwouk, Garry Marshall, Prince, Alan Rickman, Debbie Reynolds, Doris Roberts, Andrew Sachs, Bud Spencer, Douglas Slocombe, Peter Vaughan, Gene Wilder, Anton Yelchin, Vilmos Zsigmond und Andrzej Zulawski.


Die Filme Im abgelaufenen Kinojahr konnte ich doch tatsächlich einen Rekord verzeichnen. So zog es mich 2016 in nicht weniger als 158 Kino-Vorstellungen – so viele wie nie zuvor, und ich bezweifle auch fast, dass es mir im Leben nochmal gelingen wird, diese Rekordmarke zu überbieten. Neben den beiden mittlerweile in meinem Kinotagebuch fest etablierten Filmfestivals, dem /slash und der Viennale, auf die auch heuer wieder knapp die Hälfte meiner Kinobesuche entfielen, ist dies in erster Linie auf die zahlreichen Sondervorstellungen zurückzuführen, die ich 2016 besuchte. Insbesondere die Retrospektiven zu John Carpenter und Stanley Kubrick im Gartenbaukino, die mit insgesamt 24 Filmen zu Buche schlugen, hatten hieran einen wesentlichen Anteil. Insgesamt entfielen von besagten 158 Vorstellungen "nur" 49 auf "reguläre" Kinobesuche. Der Rest ist den Sondervorstellungen und Filmfestivals zu verdanken – die jedoch zum überwiegenden Teil im FilmRückblick mangels eines offiziellen, regulären Kinostarts in Deutschland und/oder Österreich (noch) keine Berücksichtigung fanden.

Insgesamt sind in diesen Rückblick 99 Filme eingeflossen – einer mehr als im Vorjahr, und zugleich einer weniger als mein dreistelliger Zielwert. Nachfolgend wie gewohnt eine alphabetische Aufzählung jener Filme, die im FilmRückblick berücksichtigt wurden. Die fett gedruckten Filme habe ich im Kino gesehen (wenn auch nicht notgedrungen 2016), der Rest wurde auf anderem Weg (Videothek, VOD, Flugzeug etc.) nachgeholt:

10 Cloverfield Lane, Alice im Wunderland - Hinter den Spiegeln, Alles was kommt, American Honey, Anomalisa, April und die außergewöhnliche Welt, Arrival, Attack of the Lederhosenzombies, Bad Neighbors 2, Baden Baden, Bastille Day, Batman v Superman: Dawn of Justice, BFG – Big Friendly Giant, Brooklyn, Café Society, Captain Fantastic, Chevalier, Colonia Trignidad, Creed - Rocky's Legacy, Das Tagebuch der Anne Frank, Das unbekannte Mädchen, Deadpool, Deepwater Horizon, Der Moment der Wahrheit, Der Nachtmahr, Die Bestimmung - Allegiant, Die dunkle Seite des Mondes, Die Kommune, Die Mitte der Welt, Die Tragödie der Belladonna, Die Wahlkämpferin, Doctor Strange, Eddie the Eagle, Eine Geschichte von Liebe und Finsternis, Erschütternde Wahrheit, Everybody Wants Some, Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, Francofonia, Freeheld, Ghostbusters, Gods of Egypt, Green Room, Hail Cesar! , Hardcore Henry, Heaven Knows What, High-Rise, I Daniel Blake, Independence Day: Wiederkehr, Jason Bourne, Kater, La Isla Mínima – Mörderland, Legend, London Has Fallen, Love & Friendship, Maggie's Plan, Midnight Special, Nocturnal Animals, Office Christmas Party, Operation Avalanche, Paterson, Point Break, Queen of Earth, Radio Dreams, Remainder, Results, Right Now Wrong Then, Rogue One: A Star Wars Story, Room, Safari, Sisters, Spotlight, Star Trek Beyond, Stille Reserven, Stolz und Vorurteil und Zombies, Sture Böcke, Suffragette, Sühnhaus, Suicide Squad, Sully, Swiss Army Man, Tangerine L.A. , The Assassin, The Big Short, The Conjuring 2, The First Avenger: Civil War, The Hateful 8, The Huntsman & The Ice Queen, The Jungle Book, The Lady in the Van, The Neon Demon, The Nice Guys, The Revenant - Der Rückkehrer, The Shallows, The Witch, Toni Erdmann, Unfriend, Valley of Love, Warcraft: The Beginning, X-Men: Apocalypse.

Eine genaue Liste meiner Kinobesuche 2016 findet ihr in diesem Beitrag unserer Partner-Community "SpacePub", wo ihr euch uns gerne anschließen und ebenfalls eure Kinobesuche des vorangegangenen Jahres bekanntgeben könnt!


Bildquellen:
Bild 1 © Marvel Entertainment/Walt Disney Pictures
Bild 2 © DC Entertainment/Warner Bros.
Bild 3 © LucasFilm


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