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Oscar-Verleihung 2016 - Ein Rückblick Drucken E-Mail
Meine ganz persönlichen Tops und Flops Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 29 Februar 2016
 
Oscar-SPECiAL

Oscar-Verleihung 2016

Na das war ja was! Nach dem Schnarchfest im letzten Jahr, das mich ernstlich darüber nachdenken ließ, ob ich mir die Live-Sichtung der Academy Awards wirklich noch weiter antun will, war das heuer wieder deutlich besser. Auf die Gründe werde ich – wie auch die trotzdem wieder auftretenden Schönheitsfehler – im nachfolgenden dann noch genauer eingehen, aber jedenfalls war das wieder eine deutlich unterhaltsamere Gala. Ich würde sie zwar nicht zu den allerbesten zählen – mein persönliches Highlight wird wohl immer jene aus 2004, mit dem "Die Rückkehr des Königs"-Triumph bleiben – aber zumindest habe ich es diesmal definitiv nicht bereut, so lange aufgeblieben zu sein und extra einen Urlaubstag zu opfern. Einzig darunter, dass ich selbst keinen klaren Favoriten hatte, für den ich die Daumen gedrückt hätte, litt die Verleihung auch heuer wieder. Zudem ergibt sich das Problem, dass die meisten Gewinner nach der langen Awards-Saison halt meist im Vorfeld schon feststehen – wobei uns die heurige Verleihung auch die eine oder andere Überraschung bot. Jedenfalls fand ich, dass die neuen Produzenten sowie auch Chris Rock insgesamt einen durchaus guten Job gemacht haben. Was besonders gelungen war, und wo man im nächsten Jahr eventuell noch nachbessern könnte, findet ihr nun wie gewohnt in meinen ganz persönlichen Tops und Flops der Gala zu den Academy Awards 2016!


Flop: Songauswahl
Zugegeben, die Vorstellung der Kandidaten für "Bester Song" nahm in den letzten Jahren einige Zeit in Anspruch, die man heuer für mehr Gags und generell eine entschleunigte Verleihung verwendet hat. Das kann ich durchaus verstehen und finde grundsätzlich ja auch nicht einmal so schlecht. Und hätte man alle fünf Songs direkt hintereinander kurz angespielt mit einer Strophe und dem Refrain, ehe dann der Sieger verkündet wurde (wie man das vor ein paar Jahren schon mal gemacht hat), hätte ich auch nichts dagegen. Aber so hinterließ die Tatsache, dass man lediglich den populäreren Songs eine große Bühne bot und die anderen beiden Kandidaten quasi versteckte, doch einen etwas bitteren Beigeschmack. Gerade auch einer Verleihung, die sich Vielfalt auf die Fahnen heftet, wäre es zuzumuten gewesen, auch die anderen beiden Lieder vernünftig zu präsentieren – auch wenn in der Zwischenzeit vielleicht ein paar Zuschauer aus Klo gegangen wären. Jedenfalls war dies einer jener Aspekte, wo mir das Pendel zwischen Publikumsorientierung und der Feierlichkeit aller Aspekte von Filmproduktionen zu sehr in Richtung ersterem ausschlug.


Top: Chris Rock
Seine Performance als Moderator der Oscar-Verleihung 2015 ist mir – vielleicht zu Unrecht? – als eher mäßig in Erinnerung. Heuer konnte allerdings kein Zweifel daran bestehen, dass er eine der besten und denkwürdigsten Moderationen der letzten Jahre abgeliefert hat. Woran es denn nun genau lag, ist schwer zu sagen. Vielleicht legten ihm die damaligen Produzenten einen zu engen Maulkorb an, vielleicht fühlte er sich diesmal in der Rolle einfach generell wohler, und vielleicht war es einfach der glückliche Zufall des richtigen Mannes am richtigen Ort zur richtigen Zeit – denn wer hätte #OscarsSoWhite treffender auf die Schaufel nehmen können, als ein afroamerikanischer Comedian? Jedenfalls war Chris Rock bei seinem zweiten Auftritt überraschend – und erfreulich – bissig, und ließ sowohl die Academy als auch die anwesenden Filmschaffenden keine Sekunde lang die Diskussion rund um die weißen Oscars vergessen. Aber auch einige der Protester, wie Jada Pinkett-Smith, die der Verleihung ja bekanntlich fernblieb, bekamen ihr Fett weg. Mein einziger Kritikpunkt an seiner Moderation ist, dass es dann vielleicht doch etwas zu sehr auf die entsprechende Kontroverse fokussiert war, und fast keine anderen Gags oder Themen angesprochen wurden. Das machte es mit der Zeit ein bisschen einseitig. (Randbemerkung: Und das mit den Cookies erinnerte zumindest mich etwas zu sehr an die sehr ähnliche Pizza-Einlage von Ellen vor zwei Jahren.) Unter dem Gesichtspunkt eines humoristischen Aufschreis kann ich es aber verstehen. Ich hoffe nur, dass wir als Reaktion nun nicht einfach nur die Rückkehr der Quoten-Oscars bekommen, sondern sich auch wirklich etwas innerhalb der Filmindustrie verändert, und Nicht-weiße Darsteller bzw. Filmschaffende generell nun mehr Möglichkeiten vorfinden werden, die Academy zu beeindrucken.


Flop: ORF-Berichterstattung
Eigentlich bin ich ja durchaus ein Freund und Fan des Teams Nadja Bernhard Alexander Horwath. Die beiden verstehen sich offensichtlich sehr gut und führen somit grundsätzlich sehr kompetent und charmant durch die Nacht. Jedoch: Neben dem schon in den Vorjahren mehrmals angesprochenen Problem, dass man oftmals nicht rechtzeitig zur Live-Übertragung schaltet, da Bernhard den Redeschwall ihres Kollegen nicht unterbrechen kann oder will (oder sogar meint, diesen selbst ab- und die Oscar-Verleihung wieder anmoderieren zu müssen, als einfach rasch wieder rüberzuschalten), versaute mir heuer das "The Revenant"-bashing, dass sich durch die Nacht zog, teilweise doch ziemlich die Stimmung. Ich habe riesengroßen Respekt vor Alexander Horwath, dem Leiter des Filmmuseums, und seine Meinung zu diesem Film, sowie zu allen anderen Filmen – sei ihm natürlich gelassen. Ich verstehe auch, dass "The Revenant" ein durchaus kontroverser Film ist – was auch der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass er sich beim preferrential voting system in der "Best Picture"-Kategorie nicht durchsetzen konnte. Aber es anfangs einmal zu erwähnen, dass das weniger sein Film war, und aus welchen Gründen, hätte auch gereicht. Aber schnippisch auf jeden der ohnehin nicht so vielen Oscar-Gewinner des Films zu reagieren, und sich im Gegenzug über jeden verlorenen Oscar quasi zu freuen, war kindisch. Mal abgesehen davon, dass etwas größere Differenziertheit schön wäre – mir kann ein Film insgesamt nicht so zusagen, ich kann aber trotzdem immer noch einzelne gelungene Leistung auszeichnungswert halten – sehe ich keinen Grund, warum man allen Fans des Films – zu denen ich mich zähle – bei so einer Sendung kontinuierlich die Stimmung versauen sollte. Wie gesagt: Seine Meinung sei ihm belassen, und zu erwähnen, wie er zu einzelnen Filmen steht, ist absolut ok. Aber es sollte die Ausstrahlung nicht so dominieren, wie es meines Erachtens heute Nacht der Fall gewesen ist. Abschließend aber auch noch ein kurzes Lob: Den oscarnominierten, österreichischen Kurzfilm "Alles wird gut" ins Programm zu nehmen, war wirklich sehr nett.


Top: Die Rückkehr der Eleganz
Etwas, dass der Academy in den letzten Jahren zunehmend abhanden gekommen war, ist eine gewisse Eleganz. Ich kann selbst nicht genau beschreiben, woran es lag, aber heuer war diese wieder da. Angefangen von der netten Idee, die Oscars überwiegend in der Reihenfolge zu vergeben, wie Filme entstehen, über einen insgesamt weniger gehetzten Eindruck, wirkte das ganze heuer auf mich wieder deutlich zeremonieller, schien wieder der Feier-Aspekt im Mittelpunkt zu stehen. Auch das "Im Memoriam"-Segment war wieder sehr schön gemacht, wobei zumindest ich persönlich die Rückkehr der Soundbites bei bekannten DarstellerInnen begrüße. Und just mit Leonard Nimoy zu enden, war auch eine schöne Note – wie man generell gerade auch heuer die Popkultur zunehmend zu umarmen schien (wie sich auch an der Anfangsmontage oder dem kurzen Auftritt von C-3PO, R2D2 und BB-8 zeigte). Abseits des Orchesters (dazu kommen wir noch) fand ich jedenfalls, dass die Produzenten der Gala heuer ziemlich alles richtig gemacht haben.


Flop: Geschreibsel an der Wand
Insgesamt war ich den GewinnerInnen der diesjährigen Verleihung durchaus zufrieden und überwiegend einverstanden – zumal da ein paar wirklich sehr schöne Überraschungen darunter waren (dazu kommen wir dann gleich noch). Aber einen Tiefpunkt gab es dann doch noch: Denn dass die Academy den meines Erachtens schwachen Bond-Titelsong "Writings on the Wall" auszeichnete, und ihn damit was das betrifft auf eine Stelle mit "Skyfall" stellte, war für mich eine der ganz großen Enttäuschungen des Abends. Dabei habe ich überhaupt nichts gegen Sam Smith generell (wenn ich auch seine stimmliche Performance bei der Live-Darbietung maximal durchschnittlich fand; wobei das zugegebenermaßen auch ein sehr schwer zu singendes Lied ist, mit den ganzen Höhen, und sich daher wohl fürs Studio besser eignet), aber das Lied war einfach so unscheinbar. Mir ist nicht unverständlich, wieso das passiert ist – von allen fünf nominierten Songs war er einfach am präsentesten. Bedauerlich fand ich diese Wahl aber – gerade auch nach dem starken Moment bei Lady Gagas Lied zuvor – schon.


Top: Oscar hat uns was zu sagen
Zugegeben, das kann man auch anders sehen. Und es ist nicht immer passend, richtig und/oder wohldosiert. Aber: Dass die Veranstalter nicht nur rein auf den Party- und Feier-Aspekt setzten, sondern diese Gelegenheit eines weltweiten Millionenpublikums nutzten, um auf wichtige Anliegen aufmerksam zu machen, fand ich grundsätzlich positiv. Dies gilt einerseits für die Oscar-Gewinner selbst, die teilweise in ihren Dankesreden durchaus politisch wurden – wie z.B. bei Leos Apell bezüglich der globalen Erderwärmung. Aber auch die Veranstalter selbst rückten ganz bewusst einiges in den Mittelpunkt. Gut, die #OscarsSoWhite-Debatte war wohl nicht zu ignorieren, wobei ich die Art und Weise, wie frontal dies – in Zusammenarbeit mit Chris Rock – angegangen wurde, dennoch sehr lobenswert fand. Aber vor allem auch der Moment, wo Lady Gaga während ihres Liedes die Opfer von sexuellen Übergriffen auf die Bühne holte, verschaffte mir eine Gänsehaut. Das war wirklich Aktionismus der besten Sorte.


Flop: Vereinzelte Präsentatoren
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Es waren bei weitem nicht alle schlecht. Tatsächlich gab es sogar einzelne Highlights, wobei ich vor allem Louis C.K.s Ankündigung der "Documentary Short"-Nominierten köstlich fand. Aber man merkte auch deutlich, dass nicht jede/r Schauspieler/in unbedingt auch gleich ein toller Comedian sein muss. Oder vielleicht hätte es auch etwas mehr Proben gebraucht. Jedenfalls: So manche vermeintlich lustige Ansprachen der Präsentatoren verpufften zumindest bei mir wirkungslos. Manches davon – wie der Auftritt von Sarah Silverman (ich mag die Frau sonst ja sehr gerne, aber das war irgendwie ein One-Note-Gag auf eine Minute aufgebläht), und vor allem Sacha Baron Cohen als Ali G. – ist sicherlich auch Geschmacksache, und traf halt meinen persönlichen in diesem Fall nicht. Aber anderes war auch schlicht und ergreifend sehr verkrampft. Insgesamt würde ich der Academy jedenfalls empfehlen, nicht bei allen Präsentatoren zwanghaft auf Humor zu setzen, und die entsprechenden Einlagen auf jene zu fokussieren, die das auch drauf haben, und gerade auch in diesem Rahmen locker bleiben.


Top: (Positive) Überraschungen
Ich schreibe es jedes Jahr: Überraschungen, auch wenn sie einem beim Versuch, die Gewinner vorherzusagen, in die Suppe spucken, geben der Oscar-Verleihung erst die richtige Würze. Und trotz aller Favoritensiege in vielen Bereichen gab es auch heuer wieder ein paar kleinere und größere Überraschungen, die ich überwiegend auch positiv fand. So hätte ich persönlich zwar nichts gegen einen Karrieren-Oscar für Sylvester Stallone gehabt (der ihn sich wohl für "Rocky" oder auch "Copland" durchaus verdient gehabt hätte), aber Mark Rylance war so wie die meisten im Auditorium sichtlich überrascht, und durchaus ergriffen – das war dann schon schön. Dass sich "Spotlight" den Oscar als Bester Film schnappen würde, hatte ich ebenfalls nicht erwartet; neben dem vermeintlichen Favoriten "The Revenant" hätte ich da eher noch mit "The Big Short" oder "Mad Max: Fury Road" gerechnet – da ich die beiden aber nur gut, aber nicht überragend fand, ist es mir ganz recht, dass der Oscar an "Spotlight" ging. Die wohl größte und für mich auch positivste Überraschung war aber der Special Effects-Oscar an das Team von "Ex Machina". Wer hätte das gedacht, dass die, mit einem Bruchteil des Budgets der Konkurrenz, Filme wie "Mad Max: Fury Road" oder "Star Wars: The Force Awakens" ausstechen würden? Ich jedenfalls nicht. Neben Leo war das jedenfalls die Auszeichnung, wo ich am meisten gejubelt habe.


Flop: Die Ritte der Walküren
Zugegeben, dass das Orchester bei längeren Dankesreden die Gewinner von der Bühne spielt, ist keine neue Erfindung. Das hat in der Vergangenheit mal mehr, mal besser funktioniert, oder umgekehrt ausgedrückt, man mehr und mal weniger gestört. So lästig wie heuer fand ich das Orchester aber schon lange nicht mehr. Dies liegt einerseits an der Auswahl von Wagners Ritt der Walküren als "Abspiel-Musik", was ich doch für eine eher unglückliche Wahl hielt, und andererseits daran, dass das Orchester immer gleich in voller Lautstärke loslegte, ohne Vorwarnung an den Gewinner, wie es das in der Vergangenheit gab (wo man die ersten Noten erstmal noch sehr leise angespielt hatte). Und generell hätte etwas mehr Abwechslung nicht geschadet, denn so wurde es doch rasch eintönig. Jedenfalls hoffe ich, dass das Orchester im nächsten Jahr wieder etwas verhaltener agiert.


Top: LEnniO
Vor allem für "meine" Generation, die mit Leo aufgewachsen ist, mit ihm bei den bisherigen Verleihungen mitgefiebert und -gelitten hat, und dem die ganzen Internet-Memes bekannt sind, war das zweifellos und mit Abstand der Höhepunkt des Abends, als Julianne Moore – erwartungsgemäß – Leos Namen verkündete, und er nun endlich seinen ersten Oscar in Empfang nehmen durfte. Man kann diskutieren, ob "The Revenant" tatsächlich die beste Leistung seiner Karriere war, und er es sich für andere Filme nicht mehr verdient gehabt hätte, aber letztendlich ist das alles egal. Heuer hat einfach alles gepasst: Eine sehr gute Leistung, und vor allem auch, keinen übermäßig starken Konkurrenten (Eddie Redmayne hätte ihm vielleicht gefährlich werden können, wenn dieser nicht Michael Keaton letztes Jahr schon den Oscar weggeschnappt hätte, und "The Danish Girl" insgesamt nicht übermäßig gut angekommen wäre (Alicia Vikanders Oscar dürfte wohl auch eher ihrer allgemeinen Präsenz im letzten Jahr geschuldet sein, sowie der Tatsache, dass all jene, die sie in "Ex Machina" toll und nominierungswürdig fanden, für sie dann halt in "The Danish Girl" abgestimmt haben). So war aber nun endlich Leos Moment gekommen, und ich fand, seine Erleichterung war absolut spürbar. Da ist ihm echt ein Stein in der Größe eines Eisbergs vom Herzen gefallen. Aber auch auf einen anderen, längst überfälligen Gewinner, will ich nicht vergessen: Ennio Morricone wirkte bei seiner Dankesrede fast noch emotionaler als DiCaprio, und hat sich seinen ersten (regulären) Oscar vermutlich sogar noch mehr verdient als dieser. Jedenfalls fand ich es sehr schön, dass diese beiden Ausnahmetalente des Filmgeschäfts heuer also endlich die Anerkennung erhielten, die sie sich in meinen Augen und Ohren schon längst verdient gehabt hätten.


Soweit meine Eindrücke von der diesjährigen Oscar-Verleihung. Was waren denn eure Höhe- und Tiefpunkte? Wie fandet ihr Chris Rock als Moderator? Seid ihr mit der Wahl der Gewinner einverstanden? Über eure diesbezüglichen Kommentare freuen wir uns entweder unter diesem Artikel oder im SpacePub!

<< Zum Oscar Special 2016





Kommentare (4)
RSS Kommentare
1. 02.03.2016 02:26
 
Für mich ist die Aktion von Lady Gaga ein Flop, denn sie hat nur Frauen auf die Bühne geholt. Auch Männer sind Opfer sexueller Übergriffe. Dieses Thema so einseitig darzustellen, ist nicht nur unrealistisch, sondern auch respektlos gegenüber allen Betroffenen. Klar, es ist nach wie vor ein großes Tabu, auch Männer als Opfer zu betrachten. Aber Lady Gaga inszeniert sich ja auch sonst gern als Künstlerin, die Tabus und Konventionen bricht. Warum also nicht auch in diesem Fall? 
 
Für mich leider ein weiterer peinlicher Beleg dafür, dass die Oscars in ihren Versuchen, politisch sein zu wollen, nicht wirklich ernstzunehmen sind.
 
Brainy
2. 02.03.2016 09:59
 
Das stimmt nicht, Brainy. Es waren sehr wohl auch Männer auf der Bühne - auch wenn das verwendete Photo zugegeben ein anderes Bild vermittelt. Am besten ein Video des Auftritts schauen... ;)
 
3. 04.03.2016 01:50
 
OK, danke für die Info. :) Ich bin wirklich nur von dem Foto ausgegangen (sicherlich auch geprägt von der häufig sehr einseitigen Darstellung der Missbrauchsthematik in den Medien). Die gesamte Übertragung der Oscar-Nacht hab ich mir nicht angetan. ;) Werde das Video aber mal nachholen.
 
Brainy
4. 04.03.2016 21:33
 
Verständlich. Und natürlich waren die Frauen ganz klar in der Überzahl. Dies deckt sich aber natürlich auch mit den echten Zahlen, sowie der Tatsache, dass die Dunkelziffer bei männlichen Opfern wohl höher sein dürfte als bei weiblichen. Aber ja, ich hatte darauf eben genau geachtet, und war deshalb sehr positiv angetan, als ich auf der Bühne auch ein paar Männer gesehen habe. Was das betrifft, war das Photo aber zugegebenermaßen nicht gut gewählt ;).
 

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