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Oscar-Tipps 2013 Drucken E-Mail
Unsere Prognosen zur 85. Oscar-Verleihung Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 24 Februar 2013
 
Oscar-SPECiAL


In wenigen Stunden werden in Los Angeles die 85. Academy Awards verliehen. Wie in den Vorjahren will ich erneut mein bestes versuchen, um die kommenden Oscar-Gewinner vorherzusagen. Wie gewohnt habe ich ausgiebig recherchiert, mir die Prognosen und Einschätzungen zahlreicher Filmjournalisten im Internet durchgelesen, und auch beim einen oder anderen Buchmacher gestöbert. Dennoch ist meine Erwartung heuer doch eher verhalten. Zwar gibt es in einigen Kategorien deutliche Favoriten, dafür aber auch so manche, in denen sich zwei bis drei heiße Kandidaten Chancen auf den Sieg ausreichnen dürfen, und die Entscheidung heuer ungemein knapp werden dürfte. Insofern gehe ich momentan davon aus, dass ich mich irgendwo zwischen 12 und 16 Richtigen - also 50% und 66% Erfolgsquote, bewegen werde. Zur Erinnerung: 2008 und 2009 hatte ich 15 Richtige, 2010 und 2012 16 Richtige, und meinen bisher größten Erfolg konnte ich 2011 mit ganzen 17 Richtigen verbuchen. Wer meint, es besser machen zu können als ich, darf sich übrigens gerne am Oscar-Tippspiel unserer Partner-Community SpacePub beteiligen, wo es für denjenigen bzw. diejenige, dem/der es gelingt den Oscar-Thron zu besteigen, als Belohnung eine DVD zu gewinnen gibt – mehr Infos dazu findet ihr in diesem Beitrag des Forums!


Bester Hauptdarsteller (Best Performance by an Actor in a Leading Role)
Zum Einstimmen mal etwas Leichtes. Es gibt heuer vier Kategorien, wo das Rennen eigentlich schon gelaufen scheint und es für den jeweiligen Sieger wie "a gmahde Wiesn" aussieht. Eine davon ist der Oscar für den Besten Hauptdarsteller, der Daniel Day-Lewis nicht mehr zu nehmen sein sollte. Er hat im Vorfeld alle wichtigen Preise abgeräumt, und es sieht alles danach aus, als würde er sich am kommenden Sonntag seinen dritten Hauptdarsteller-Oscar abholen.

Mein Tipp: Daniel Day-Lewis (Lincoln)


Beste Hauptdarstellerin (Best Performance by an Actress in a Leading Role)
Von einer der leichtesten Kategorien, stürzen wir uns gleich in eine der schwersten. Lange Zeit sah es wie ein Zweikampf zwischen Jennifer Lawrence und Jessica Chastain aus – die im Januar beide jeweils einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in Empfang nehmen durften. Dort war allerdings Emmanuelle Riva nicht nominiert – was sie zur unbekannten Größe in diesem Oscar-Rennen macht. Riva wird just am Sonntag ihren 86. Geburtstag feiern. Trotz ihrer jahrezehntelangen Karriere im Filmgeschäft ist es ihre erste Oscar-Nominierung – und damit realistisch betrachtet (so sehr ich ihr auch ein noch langes, gesundes Leben wünschen mag) wohl zugleich die erste wie auch letzte Chance auf diese Auszeichnung. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Chastain und Lawrence um junge, aufstrebende Darstellerinnen, bei denen sich in den nächsten Jahren wohl noch genügend Gelegenheiten ergeben werden, um ihr außergewöhnliches Talent auszuzeichnen. Chastain hat generell etwas an Momentum verloren – die Kontroverse rund um "Zero Dark Thirty" und die Darstellung von Folter dürfte auch an ihren Oscar-Chancen nicht spurlos vorüber gegangen sein. Ich gehe jedenfalls momentan davon aus, dass die Entscheidung zwischen Riva und Lawrence fallen wird. Und so gerne die Academy gerade auch in einer der Darsteller-Kategorien zumeist einen Überraschungssieger kürt (was für Riva sprechen würde), fällt meine Wahl – einfach, da ich nicht glaube, dass "Silver Linings" mit vier Nominierungen in den Darsteller-Kategorien gänzlich ohne Schauspiel-Oscar nach Hause gehen wird – doch denkbar knapp auf Lawrence.

Mein Tipp: Jennifer Lawrence (Silver Linings)


Bester Nebendarsteller (Best Performance by an Actor in a Supporting Role)
Die nächste Kategorie, die enorm schwer vorherzusagen ist. Tommy Lee Jones und Christoph Waltz sind wohl die Favoriten, wobei ich auch Robert De Niro nicht abschreiben würde, der seit über 30 Jahren (!) keinen Oscar mehr gewonnen hat, und in "Silver Linings" seine beste Leistung seit langem zeigt. Zudem könnte er vom Ensemble-Schwung des Films profitieren – und vor allem wenn sich die Academy entscheidet, doch Emanuelle Riva des Oscar als beste Hauptdarstellerin zu geben, dürfte er diesen Oscar wohl in der Tasche haben. Da ich jedoch davon in meiner Prognose nicht ausgehe, ist es auch bei mir in erster Linie ein Rennen zwischen Jones und Waltz. Tommy Lee Jones hat den Vorteil, in jenem Film mit den meisten Oscar-Nominierungen zu spielen, dem man sicherlich auch die eine oder andere Trophäe zukommen lassen wird. Bester Nebendarsteller war dafür schon immer eine besonders beliebte Kategorie. Waltz war natürlich ebenfalls großartig, die Tatsache dass er erst vor drei Jahren in der gleichen Kategorie gewann, könnte aber gegen ihn sprechen. Auch hier scheint das Rennen denkbar knapp, mit drei Kandidaten mit reelen Chancen auf die Auszeichnung – letztendlich wähle ich aber auch hier den Favoriten bei den Buchmachern.

Mein Tipp: Tommy Lee Jones (Lincoln)


Beste Nebendarstellerin (Best Performance by an Actress in a Supporting Role)
Wie auch "Bester Hauptdarsteller" dürfte dies "a gmahde Wiesn" für Anne Hathaway sein. Sie ist zum zweiten Mal nominiert, und jeder, der ihre Performance von "I Dreamed a Dream" zur Gänze gesehen hat, kann keinen Zweifel mehr daran haben, dass sie sich die goldene Statuette dafür mehr als nur verdient hat. Alles andere als ein Sieg von ihr in dieser Kategorie wäre meines Erachtens nicht nur eine enorme Überraschung, sondern ein Affront.

Mein Tipp: Anne Hathaway (Les Misérables)


Beste Kamera (Achievement in Cinematography)
Wie jedes Jahr (in dem er nominiert ist) würde ich es Roger Deakins wirklich gönnen. Tatsächlich hätte er es sich von den fünf Nominierten, zusammen mit Robert Richardson, am meisten verdient. Natürlich waren die Bilder in "Life of Pi" ungemein beeindruckend, aber im Gegensatz zu "Skyfall" und "Django Unchained" waren diese überwiegend auf Spezialeffekte zurückzuführen. Warum man meint, dafür den Kameramann auszeichnen zu müssen, ist mir offen gestanden schleierhaft – aber was weiß ich schon? Und so wird Roger Deakins wohl leider auch bei seiner zehnten Oscar-Nominierung leer ausgehen.

Mein Tipp: Claudio Miranda (Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger)


Bester Schnitt (Achievement in Film Editing)
Diese Kategorie geht zumeist mit dem besten Film Hand in Hand. In beiden Fällen werde ich mit der Wahl der Oscar-Jury nicht übereinstimmen können – gehe aber davon aus, dass sich "Argo" den Sieg holen wird.

Mein Tipp: William Goldenberg (Argo)


Beste Filmmusik (Achievement in Music Written for Motion Pictures - Original Score)
Dies wird ein Zweikampf der beiden Oscar-Favoriten "Lincoln" und "Life of Pi". John Williams hat erneut einen schönen, bezaubernden Soundtrack abgeliefert, und hat zudem zuletzt 1994 für "Schindlers Liste" gewonnen – und wurde in den Jahren dazwischen, inklusive Lincoln, weitere 16 Mal nominiert – oftmals auch in einem Jahr für gleich zwei Filme. Mit anderen Worten, man könnte argumentieren: Es wäre wieder einmal an der Zeit – und mit Lincoln als großer Oscar-Favorit (wenn er dieser Rolle auch wohl nicht ganz gerecht werden dürfte), ist auch dieses Momentum auf seiner Seite. Mychael Danna wiederum ist erst zum allerersten Mal für einen Oscar nominiert. Was die individuellen Scores angeht, würde ich seine Arbeit zwar stärker einschätzen, aber wird die Academy wirklich die Arbeit an sich höher bewerten, und alles andere ausblenden? Eine weitere schwere Entscheidung, da ich die beiden im 50:50-Chancen auf den Oscar sehe. Nun denn, werfen wir mal eine Münze:

Mein Tipp: Mychael Danna (Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger)


Bester Filmsong (Achievement in Music Written for Motion Pictures - Original Song)
Adele ist eine der berühmtesten, beliebtesten und am meisten ausgezeichneten Sängerinnen der jüngeren Gegenwart. Zudem profitiert sie davon, dass die Academy meines Erachtens dieses Jahr "Skyfall" und damit die Bond-Reihe zum 50. Jubiläum in irgendeiner Weise auszeichnen und damit ihren langjährigen Erfolg anerkennen wird. Und was bietet sich besser dazu an, als jene Kategorie, die seit dem zweiten Film der Reihe eines der Markenzeichen von James Bond ist?

Mein Tipp: Adele - "Skyfall" (Skyfall)


Beste Ausstattung (Achievement in Production Design)
In dieser Kategorie dürfte die Entscheidung zwischen den surrealen Theater-Sets aus "Anna Karenina" und den großen, opulenten Sets aus "Les Misérables" fallen. Beiden rechne ich gute Chancen aus, aufgrund der größeren Anzahl an Nominierungen für Tom Hoopers Musical sehe ich aber leichte Vorteile bei "Les Misérables".

Mein Tipp: Les Misérables


Beste Kostüme (Achievement in Costume Design)
Zwar ist nicht ganz auszuschließen, dass die Academy die Gelegenheit nutzt, Eiko Ishioka mit einem posthumen Oscar ein letztes Mal zu ehren (für ihre Kostüme für "Spieglein Spieglein"), wie schon bei der besten Ausstattung dürften sich aber auch hier wohl in erster Linie "Les Misérables" und "Anna Karenina" den Preis ausmachen – wobei ich diesmal aufgrund der opulenteren Kostüme wiederum die Vorteile bei letzterem sehe.

Mein Tipp: Anna Karenina


Bestes Make-Up (Achievement in Makeup)
"Der Hobbit" gilt bei vielen als Favorit in dieser Kategorie. Ich weiß ja nicht, ist das Wunschdenken, oder sieht das die Industrie und Presse wirklich so? Aus der Vergangenheit sollte aber doch eigentlich bekannt sein, dass die Academy selbst diese Auszeichnung meist eher an Dramen denn an Fantasy-Filme verleiht. Bitte nicht falsch verstehen: Ich schließe einen Triumph des Hobbits hier keinesfalls kategorisch aus. Ich glaube aber, dass viele diesen Trend aus der Vergangenheit entweder übersehen oder einfahc nicht wahrhaben wollen – und zudem darauf vergessen, dass "Les Misérables" mit überzeugendem Alters-Make Up aufzeigen konnte. Vielleicht irre ich mich ja, aber ich denke, "Der Hobbit" wird leer ausgehen.

Mein Tipp: Les Misérables


Beste Visuelle Effekte (Achievement in Visual Effects)
Schon allein aufgrund der überzeugenden CGI-Tiere, allen voran Richard Parker, dürfte dieser Oscar "Life of Pi" nicht zu nehmen sein.

Mein Tipp: Life of Pi


Bester Ton (Achievement in Sound Mixing)
Musicals haben in dieser Kategorie immer gute Karten – und ich denke, auch die Entscheidung von Tom Hooper, diese live auf dem Set aufzunehmen könnte "Les Misérables" hier zu Gute kommen, und ihm u.a. den Sieg bringen.

Mein Tipp: Les Misérables


Bester Tonschnitt (Achievement in Sound Editing)
Ein Sieg von Skyfall in dieser Kategorie ist zwar nicht auszuschließen, ich denke aber, dass sich "Zero Dark Thirty" – völlig zu Recht – hier seinen einzigen Oscar abholen wird.

Mein Tipp: Zero Dark Thirty


Bester Animationsfilm (Best Animated Feature Film of the Year)
Zuerst einmal scheint es mir erwähnenswert, dass in diesem Jahr doch tatsächlich Stop-Motion-Animationsfilme diese Kategorie dominieren. Auch wenn sich aller Voraussicht nach die beiden PC-animierten Filme den Sieg in dieser Kategorie ausmachen werden, freut mich das als Freund dieser Animationskunst doch enorm. Was die Frage nach dem Sieger betrifft, haben wir hier nun meines Erachtens eine weitere Münzwurf-Entscheidung. "Merida – Legende der Highlands" oder "Ralph reichts"? Für "Merida" spricht der Sieg bei den Globes und die Tatsache, dass die doch etwas betagteren Academy-Mitglieder die Nostalgie von "Ralph reichts" wohl nicht ganz nachvollziehen werden können. "Ralph reichts" gewann wiederum den "Annie"-Award, und war der erfolgreichere der beiden, der vor allem auch die Kritiker längst nicht so gespalten hat wie der diesbezüglich etwas kontroverse "Merida". Wäre ich ein amerikanischer Nachrichtensender, und wäre das das Präsidentschaftsrennen, würde ich die Entscheidung als "too close to call" bezeichnen. Selbst nach meinem Herzen kann ich in dieser Kategorie, wie ich das bei fifty-fifty-Entscheidungen sonst gerne mache, leider nicht wirklich gehen, da ich "Ralph reichts" noch nicht gesehen habe. Na gut, muss halt wieder die Münze herhalten.

Mein Tipp: Merida – Legende der Highlands / Brave


Bester fremdsprachiger Film (Best Foreign Language Film of the Year)
Ohne Worte.

Mein Tipp: Liebe / Amour


Bester Dokumentarfilm (Best Documentary Feature)
Im Gegensatz zu den Vorjahren scheint es heuer sogar wieder mal einen frontrunner in dieser Kategorie zu geben! Mal schauen, ob es dieser auch wirklich wird.

Mein Tipp: Searching for Sugar Man


Bester Dokumentar-Kurzfilm (Best Documentary, Short Subject)
Womit wir wieder in den Lotterie-Kategorien angekommen wären. Wo ist nochmal mein Würfel? Na gut, ok. Lesen wir uns mal durch, worum es in den einzelnen Filmen geht. Hmm. In "Inocente" geht es um eine illegale Einwanderin und Künstlerin, die versucht, ihren Traum zu verwirklichen. "Kings Point" begleitet fünf Pensionisten bei ihrem Leben in einem Altersheim. In "Mondays at Racine" treffen sich krebskranke Frauen jeden Montag in einem Schönheitssalon. "Open Heart" erzählt von fünf Kindern aus Ruanda, die für eine schwere Herzoperation in den Sudan reisen. Und sofern ich bei meiner IMDB-Suche nach "Redemption" eh den richtigen erwischt habe, geht es dort um Obdachlose in New York, die davon leben, Dosen und Flaschen zum Recycling zu bringen. Öhm... ja. Da sitz ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor. Klingt alles nach Themen, welche die Oscar-Jury ansprechen könnten. Also doch wieder der Würfel.

Mein Tipp: Open Heart


Bester Kurzfilm (Best Short Film, Live Action)
Auch hier habe ich mir mal die fünf Kurzzusammenfassungen auf IMDB durchgelesen (was deutlich leichter war, nachdem ich die IMDB-übersicht zu allen nominierten Filmen gefunden habe, und nicht mehr einzeln nach ihnen suchen musste). Auch hier bin ich danach so ratlos wie vorher. Mal schauen, was den das Internet so dazu sagt. Das Internet behauptet, "Curfew" sei der Favorit – na bitte schön, wer bin ich schon, dass ich dem Internet widersprechen würde?

Mein Tipp: Curfew


Bester animierter Kurzfilm (Best Short Film, Animated)
Mir die fünf Filme tatsächlich anzuschauen, hätte mir dann doch zu lange gedauert. Immerhin, "The Longest Daycare" habe ich gesehen, und vom Rest zumindest ein paar Clips und Trailer erhascht. Danach erscheint mir "The Longest Daycare" der banalste und am schlichtesten animierte Film zu sein – und damit auch der chancenloseste. Was die anderen betrifft – gute Frage. Von "Fresh Guacamole" konnte ich nur einen Mini-Ausschnitt erhaschen (versucht mal, auf YouTube danach zu suchen – viel Glück!), der durchaus vielversprechend aussah, aber rein von der Optik her wäre "Paperman" mein Favorit. Ob es auch jener der Oscar-Jury ist, wird sich in wenigen Stunden weisen.

Mein Tipp: Paperman


Bestes adaptiertes Drehbuch (Best Writing, Screenplay based on material previously produced or published)
Diesen Preis dürften wohl "Argo" und "Lincoln untereinander ausmachen – wobei auch "Life of Pi" hier sicherlich nicht chancenlos ist. Letztendlich denke ich aber, dass Chris Terrio hier leichte Vorteile hat, da er die Writers Guild-Awards gewonnen hat, und man dem vermeintlichen "Best Picture"-Sieger bestimmt auch noch ein paar andere Oscars mit auf den Weg geben will.

Mein Tipp: Chris Terrio (Argo)


Bestes Original-Drehbuch (Best Writing, Screenplay written directly for the screen)
Ok, hier muss ich einfach mal Patriot sein. Ich glaube nicht, dass "Liebe" von vier Nominierungen nur eine nach Hause bringt. Michael Haneke wurde, trotz langjähriger begeisternder Arbeit, bisher noch nie ausgezeichnet, und der Oscar für den besten fremdsprachigen Film gehört ja genau genommen Österreich, und nicht ihm. Gerade auch, da er als Regie-"auteur" gilt, gehe ich davon aus, dass die Academy Haneke auch hier auszeichnen wird. Ein weiterer Oscar für Quentin Tarantino und/oder Mark Boal ist aber sicherlich auch nicht auszuschließen.

Mein Tipp: Michael Haneke (Liebe / Amour)


Beste Regie (Achievement in Directing)
Neben den beiden Schauspiel-Kategorien "Beste Hauptdarstellerin" und "Bester Nebendarsteller" ist "Beste Regie" wohl die spannendste Entscheidung des bevorstehenden Abends. Und wie so oft an diesem Abend wird das Rennen hier wohl "Lincoln" gegen "Life of Pi" heißen. Steven Spielberg ist einer der erfolgreichsten Regisseure der Hollywood-Geschichte, und auch wenn er bereits zwei Regie-Oscars zu Hause stehen hat, ist seine letzte entsprechende Auszeichnung – trotz mehrerer Nominierungen – mittlerweile wieder über 10 Jahre her (1999 für "Der Soldat James Ryan"). Ang Lee hat zwar erst einen Oscar zu Hause stehen, bekam diesen aber für seine letzte Nominierung, nämlich 2006 für "Brokeback Mountain" – den ich für den entschieden besseren Film halte. Interessantes kuriosum übrigens: Falls er sich tatsächlich den Regie-Oscar abholt, wird das vermutlich das zweite Mal, dass er zwar "Beste Regie" gewinnt, sich aber bei "Bester Film" geschlagen geben muss. Letztendlich glaube ich aber ohnehin, dass heuer wieder einmal Spielberg an der Reihe sein wird – auch wenn dies erneut eine denkbar knappe Entscheidung ist.

Mein Tipp: Steven Spielberg (Lincoln)


Bester Film (Best Motion Picture of the Year)
Wie im Zuge dieser Tipps schon des Öfteren erwähnt, dürfte sich diesen Preis wohl "Argo" holen. Trotz mangelnder Regie-Nominierung für Ben Affleck hat er das Momentum klar auf seiner Seite, und hat u.a. der Preis der Produzenten-Gilde gewonnen. Ich persönlich halte es zwar eher für unverdient – lediglich ein Sieg von "Life of Pi" wäre mir noch weniger recht – aber was liegt näher, als bei einer Gala, bei der Hollywood sich selbst feiert, einen Film auszuzeichnen, der Hollywood feiert?

Mein Tipp: Argo



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