Originaltitel: The Full Circle Episodennummer: 1x15 Bewertung: Erstausstrahlung UK: 11. Dezember 1975 Erstausstrahlung D: 30. Oktober 1977 Drehbuch: Jesse Lasky Jr. & Pat Silver Regie: Bob Kellett Besetzung:
Martin Landau als Commander John Koenig,
Barbara Bain als Dr. Helena Russell,
Barry Morse als Professor Victor Bergman,
Prentis Hancock als Paul Morrow,
Clifton Jones als David Kano,
Zienia Merton als Sandra Benes,
Anton Phillips als Dr. Bob Mathias,
Nick Tate als Alan Carter,
Oliver Cotton als Spearman u.a.
Kurzinhalt:
Die Mondbasis Alpha 1 verliert den Kontakt zu jenem Eagle-Shuttle, welches losgeschickt wurde, um den nahegelegenen, erdähnlichen Planeten zu erforschen. Man ruft dieses daraufhin mit Hilfe des Autopiloten zurück. An Bord entdeckt man einen Steinzeitmenschen, der vermeintlich zu den Ureinwohnern des Planeten gehört. Um nach dem vermissten Expeditionstrupp zu suchen, schickt Commander Koenig ein Rettungsteam los. Doch auch mit diesem bricht nach kurzer Zeit der Kontakt ab. Man vermutet, dass der geheimnisvolle Nebel, der sich über die Oberfläche des Planeten bewegt, etwas damit zu tun hat. Sandra Benes, die Teil der Rettungsmission ist, wird dann im Shuttle von einem der Steinzeitmenschen angegriffen, und in eine Höhle gebracht. Dort macht sie schließlich eine so verblüffende wie erschreckende Entdeckung…
Review:
Beginnen wir mit den wenigen positiven Aspekten. Wie immer hatten es mir die Modellaufnahmen – wie z.B. rund um das Eagle-Shuttle auf dem Planeten – sehr angetan. Die Masken der Steinzeitmenschen sind ebenfalls recht gut gemacht. Und: Ich fand es grundsätzlich sehr schön, dass hier Sandra, die bislang größtenteils im Hintergrund zu sehen war (nur in "Die Verwandlung" bekam sie – bisher – ein bisschen etwas zu tun) hier stärker in Erscheinung trat. Schade allerdings, dass sie hier zwar prominenter vertreten ist, in erster Linie aber zum Schreien da ist. Womit wir auch schon bei den – bei weitem dominierenden – negativen Aspekten. Das beginnt schon dabei, dass es auch "Die Steinzeitfalle" wieder mal an Spannung vermissen lässt. Auch was die übernatürlichen Aspekte betrifft, verzichtet man (ich bin fast geneigt dazu, zu schreiben, wie gewohnt) auf jegliche Erklärung. Es passiert, was aus Sicht der Autoren passieren soll; warum es passiert, damit wollen sie sich nicht groß beschäftigen. Und: Den Twist sah ich relativ früh kommen – wenn ich auch anfangs dachte, dass das ja eigentlich nicht wirklich Sinn ergibt.
Und darin liegt dann auch die (größte) Krux von "Die Steinzeitfalle" begraben. Denn an eben diesem Eindruck meinerseits hat der restliche Verlauf der Folge nichts geändert – eher im Gegenteil. Ich mein, ok, ich gebe zu, so genau wissen wir (glaube ich) nicht, aus wie vielen Personen die Crew von Mondbasis Alpha 1 besteht. Andererseits: Das Erkundungsteam wurde ja von Commander Koenig ausgewählt. Und da soll weder er noch einer der anderen erkennen, dass es sich beim Steinzeitmenschen auf dem zurückgeholten Eagle um einen von ihnen befindet? Und auch bei der Autopsie braucht man unerklärlich lange, bis das endlich mal entdeckt wird. Auch Alan scheint von den drei Personen denen er kurz nach der Landung gegenübersteht niemanden zu erkennen. Gleiches gilt für Sandra, als sie im Shuttle angegriffen wird. Das allein ist ja schon mal extrem schwer zu schlucken. Dann sind einzelne Momente auch sehr eigenwillig inszeniert, wie z.B., wenn sich die verwandelte Helena seltsam viel Zeit damit lässt, Sandra zu erstechen – damit sie halt noch rechtzeitig aufgehalten werden kann. Apropos Helena: Keine Ahnung, was Barbara Bain da geritten hat, aber ihre Performance als Steinzeitfrau fand ich völlig over the top. Und dann kommt auch noch das mit der plötzlichen Heilung am Ende hinzu. Schlimm genug, dass man sich – wie schon erwähnt – im Hinblick auf den verwandelnden Nebel jedwede Erklärung spart. Aber wie sie sich dann am Ende plötzlich wieder – bei der zweiten Begegnung mit dem Nebel – wieder zurückverwandeln, und das nicht nur im Hinblick auf das allgemeine Erscheinungsbildung und die Persönlichkeit, sondern selbst die Kleidung, war einfach nur ein Holler – und brach "Die Steinzeitfalle" in meinen Augen dann endgültig das Genick.
Fazit:
Als Fan altmodischer Modelleffekte waren diese, zusammen mit der endlich wieder mal etwas größeren Rolle für Zienia Merton (wenn diese auch bedauerlicherweise in erster Linie aufs Schreien reduziert wird), die einzigen positiven Aspekte an "Die Steinzeitfalle". Viel retten konnte aber auch das nicht. Es machte für mich einfach überhaupt keinen Sinn, dass es so lange dauern soll, bis man erkennt, dass es sich bei den vermeintlichen Steinzeitmenschen um zuerst den Erkundungstrupp und schließlich das Rettungsteam handelt. Zudem gibt es wieder mal keinerlei Erklärung für den Nebel und seine besonderen Eigenschaften. Barbara Baines ist in der Darstellung der Steinzeitfrau irgendwie auch völlig ausgezuckt. Und lasst mich bitte erst gar nicht davon anfangen, wie dieser nicht nur Persönlichkeit und Aussehen beeinflusst, sondern auch die Kleidung verwandelt. Letzten Endes muss ich leider sagen: Ich habe selten so einen Stuss gesehen.