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Exklusivinterview mit Vedunia-Regisseur Stefan Wolner Kategorie: Interviews - Autor: Martin Wenzel - Datum: Sonntag, 20 Mai 2007
 

Stefan Wolner konnte als Regisseur schon viele Erfolge verbuchen: Er drehte einen viel beachteten Anti-Aids-Spot mit Vampiren, gewann den Hauptpreis bei den "GOLDEN SHORTS 2005" und lief mit einigen seiner Kurzfilme auf vielen Festivals. "VEDUNIA" ist sein bisher größtes Projekt. Was es für ihn bedeutet und was er damit erreichen möchte, erzählt Stefan Wolner in unserem Interview exklusiv auf fictionBOX!

Stefan WolnerKurzbiografie: Stefan Wollner
Stefan Wolner wurde 1975 als Sohn von zwei Medizinern in Wien geboren. Seit seiner frühesten Kindheit beschäftigte er sich mit Film. Und als er dann seine erste Videokamera bekam, wurde jedes Detail seiner Familie auf Video festgehalten. Er beschloss einen anderen Weg als seine Eltern zu beschreiten und besuchte die Fachhochschule für Medien in St. Pölten, die er 2001 abschloss. Seit damals sammelte er diverse Erfahrungen in der Film- und Fernsehwelt (z.B.: FFP Werbefilmproduktion, Michael Haneke – Wega Film, ORF) und schaffte dann letztendlich 2003 den Sprung zum Regisseur.

Heute arbeitet er immer wieder für den ORF und dreht selbst Kurzfilme und Werbungen. Darunter der Aids Spot „Reality Bites“ (mit Vampiren), der in allen Kinos in Wien und im TV lief und eine große Medienwirksamkeit erreichte. Sein Kurzfilm „Balls“ gewann die „GOLDEN SHORTS 2005“ und wurde auf mehr als 30 internationalen Festivals gezeigt. 2006 erhielt er eine Förderung für sein Projekt Triangle und wurde zur Berlinale eingeladen.

Wer weitere Fragen an Stefan Wolner hat oder mit ihm über "Vedunia" diskutieren möchte, kann dies bei uns in der ScienceFiction-Community tun! Er ist dort als "redmonster" angemeldet und steht gern Rede und Antwort...
>>Zum Vedunia-Thread



Von: Martin Wenzel, fictionBOX.

fictionBOX: Kannst du in wenigen Worten beschreiben, worum es in Vedunia geht?
Stefan Wolner:
VEDUNIA ist ein Mystery-Fantasy Abenteuer, das in der heutigen Zeit spielt. Darin existieren die Welt der Sagen und die Welt der Menschen nebeneinander. Das Gleichgewicht, das seit jeher zwischen der sagenhaften „Anderswelt“ und der Menschenwelt besteht, droht durch einen alten Konflikt zwischen dem Wasservolk und der Teufelskaste zerstört zu werden. Ein junger Unterteufel und ein mächtiger Flussfürst kämpfen um Macht und Vorherrschaft. Nur die schicksalhafte Beziehung zwischen dem Menschen Martin Mux und der Wassernixe Aia steht noch zwischen diesen bösen Kräften.

fictionBOX: Was ist das Besondere an diesem Projekt?
Stefan Wolner: Ein Projekt dieser Art hat es im deutschsprachigen Raum noch nicht gegeben. VEDUNIA ist nicht nur ein Serien oder Spielfilm Projekt, sondern eine eigene neue Welt. Wir wollen diese Welt für die Fans bereitstellen, einige Regeln aufstellen und dann können sich die Fans darin selbst bewegen. Außerdem gibt es viele Elemente in Vedunia, die in der realen Welt wirklich existieren. Vedunia wird dadurch ein mehrdimensionales Abenteuer.

fictionBOX: Wie fing es an mit "Vedunia"?
Stefan Wolner: Im Zuge eines anderen Projektes, an dem ich vor über 2 Jahren mit meinem Freund und Autor Dietmar Zahn arbeitete, haben wir angefangen, uns mit der Welt der Sagen und Mythen intensiver zu beschäftigen. Wir erkannten sofort das Potenzial der möglichen Geschichten und was uns vor allem faszinierte, war die Tastsache, dass viele dieser Geschichten reale Bezugspunkte haben. Z.B.: Das Basilisken Haus in Wien, Der Stock im Eisen, … Außerdem sind wir große Fans unserer Kultur. Uns ist es wichtig, das verloren gegangene Sagengut wieder in die Herzen der Menschen zu tragen.

fictionBOX: Welche Kooperations-Partner sind bisher daran beteiligt?
Stefan Wolner: Es konnten einige Partner gefunden werden. Da wäre mal Erwin Leder – Schauspieler (Das Boot, Underworld), dann Thomas Kiennast – Kamera (Noch nicht 100% dabei, schaut aber gut aus. Wenn er im Sommer den Trailer mitmacht, dann stehen die Chancen gut.) – Kodak unterstützt den Trailer, Stadt Wien und Land Niederösterreich sind so gut wie sicher auch dabei … auch die deutsche EOS Film hat Interesse bekundet.

fictionBOX: Bisher ist schon bekannt, dass Erwin Leder (Das Boot, Underworld) in der Rolle des Bösewichts, dem Basilisken,
dabei sein wird! Wie kam es zur Zusammenarbeit mit ihm?
Stefan Wolner: Ich suchte nach einem Schauspieler für den Basilisken und wollte jemanden haben, der für uns greifbar ist und trotzdem aber internationale Erfolge hat. Erwin hat ein tolles Gesicht und ist ein total netter Mensch. Wir stellten ihm die Idee vor und er war sofort begeistert. Bis jetzt ist er mal beim Trailer fix dabei und auch auf den ganzen Plakaten … falls Vedunia realisiert wird und ich es entscheiden kann, ist er dabei. Er verkörpert die Rolle des Basilisken optimal.

fictionBOX: Der Basilisk scheint ihm wie auf den Leib geschrieben. Hat Erwin Einfluss auf die Entwicklung der Rolle gehabt?
Stefan Wolner: Das war ein Zufall. Aber genau so haben wir uns den Basilisken immer vorgestellt. So ist das Leben … manchmal gehen halt Dinge super auf ... Erwins Einfluss war bis jetzt nur auf Kostümauswahl und auf das Zustandekommen des Fotoshootings begrenzt. Aber natürlich wird sich bei der Entwicklung des Projektes und der Figur auch sein Einfluss darauf verstärken.

fictionBOX: Inwieweit war Erwin Leder außerdem in die Arbeit an Vedunia eingebunden?
Stefan Wolner: Wir haben wie gesagt ein ausführliches Fotoshooting mit Erwin gehabt. Nun planen wir gerade einen Spielfilm-Trailer und einen Trailer für einen Dokumentarfilm über Sagen, wo er der Host ist.

fictionBOX: Wer arbeitet sonst noch an Vedunia mit und was machen diese Leute?
Stefan Wolner: Unser Kreativ Label redmonster besteht derzeit, neben meiner Wenigkeit, unter anderem aus: Christian Raberger (Produktion), Dietmar Zahn (Drehbuch) und anderer freier Monster wie Brian Main (Illustrator und verantwortlich für alles Visuelle Z.B.: Erwin Leder Fotos), Christian List (Webdesign), Dani Schibalsky (Maske). Alles in allem ein junges, sehr kreatives und motiviertes Team, das auch stetig anwächst.

fictionBOX: Kann man schon sagen, ob es sich bei Vedunia eher um eine in Staffeln aufgeteilte Serie mit jeweils ca. 12 Folgen handeln
wird oder eher um eine Miniserie?
Stefan Wolner: Wir wollen in erster Linie eine neue eigene Welt erschaffen. Basieren auf dem momentan existierenden Pilotfilm. Wie sich das ganze danach weiter entwickelt, hängt natürlich von den Produzenten und Herstellern ab. Prinzipiell wäre aufgrund von über 15.000 Sagen genug Potential für eine oder mehrere Staffeln umfassende Serie vorhanden. Und wir sind auch dabei, das Gesamtkonzept in diese Richtung zu entwickeln. Wir hoffen außerdem, dass wir es schaffen, eine Community zu gründen und so die Internet-User für VEDUNIA zu begeistern.

ImagefictionBOX: Welcher Vedunia-Charakter liegt dir am meisten am Herzen und warum ist das so?
Stefan Wolner: Grundsätzlich finde ich jeden Charakter interessant und jeder ist mir gleich wichtig. Hervorheben will ich natürlich den von Erwin Leder verkörperten Basilisken, der ja ein immer wiederkehrender Antagonist sein soll und die dunkle Seite der Serie sehr gut in sich vereinigt. Und natürlich, weil er auch eine der ersten Figuren war, die wir konzipierten. Wichtig ist uns auch, die Beziehung zwischen dem Menschen Martin Mux und der Wassernixe Aia gut herauszuarbeiten. Diese Figuren stellen die Verbindung der Menschen und der Sagenwelt dar, ähnlich wie Bastian und die kindliche Kaiserin in „Die unendliche Geschichte“. Mit dem Unterschied, dass sich unsere Figuren eigentlich von Anfang an begegnen und physisch interagieren. Aber auch Nebencharaktere, wie Dr. Philippus Theophrastus Bombastus Paracelsus, ein Doktor der Weltweisheit, der die Helden im Kampf auf seine schrullige Art unterstützt oder dessen Gegenspieler, der Magier Dr. Faust, haben Kult Potential und geben der Geschichte die feinen Nuancen, sich noch unterhaltsamer und vielschichtiger macht. Uns war eben auch wichtig, dass wir uns Charaktere und Namen bedienen, die es in den Sagen wirklich gibt, um einen Wiedererkennungseffekt zu erzielen und dadurch die Verbindung zu diesem Kulturgut noch zu untermauern.

fictionBOX: Eine Fantasygeschichte hauptsächlich in der uns bekannten klassischen Sagenwelt anzusiedeln, ist eine bisher noch recht frische Idee. Was meint ihr, wieso dieses Thema bisher eher in Märchen und Kinderliteratur verarbeitet wurde, aber weniger in ernsthaften Fantasy-Formaten im TV und im Kino vorkam?
Stefan Wolner: Nun, es gab natürlich schon die eine oder andere Umsetzung einer solchen Thematik. „Herkules“ und „Charmed“ bedienen sich ja auch klassischer Sagenmotive oder auch Kino Filme wie „Zeit der Wölfe“, „Legende“ oder „Die Gebrüder Grimm“. Aber es stimmt schon, dass diese Motive meist nur am Rande vorkommen und nur Figuren daraus entnommen werden, wie dies zb bei „Harry Potter“ oder auch diversen Horror und Fantasy Filmen geschehen ist.  Warum dem so ist, kann ich nur so erklären, dass wohl einfach keine Massentauglichkeit bis jetzt darin erkannt worden ist und Sagen- und Märchenthemen eher was für Kleinkinder und alte Omis sind, die ihren Enkeln derlei Geschichten ab und an vorlesen. Wobei ich nebenbei bemerkt die „Verwurstung“ der Märchen in der Pro7 Märchenstunde nicht wirklich originell und anspruchsvoll finde.. aber das ist meine persönliche Meinung und trifft auf mehrere derartiger TV Comedys am deutschen Markt zu. Aber wie schon eingangs erwähnt, liegt uns am Herzen, dass wir eben die Figuren den Sagen nicht entreißen, sondern unsere Geschichte um diese Sagen aufbauen und diese bewusst zum Thema machen. Ich denke, dass es machbar ist, diese Geschichten ernst zu nehmen und einen Weg zu gehen, der diesem archaischen Kulturgut seine verdiente Würde lässt und ihm aber gleichzeitig auch einen dramaturgisch und visuell modernen Anstrich verpasst.

fictionBOX: Fantasy aus Deutschland oder Österreich ist bisher seltene Ware. Die wenigen Versuche wurden vom Publikum meistens nicht akzeptiert oder die Finanzierung schien nicht möglich zu sein. Was macht ihr bei Vedunia anders, um zu vermeiden, dass das Projekt an denselben Problemen scheitert?
Stefan Wolner: Nun, ein Scheitern ist natürlich immer möglich bei ambitionierten Projekten, die halt etwas anders und neu sind. Aber die Erfolge solcher Initiativen in der TV und Filmgeschichte sprechen wohl auch für sich und sollten Mut zum Risiko geben. Man bräuchte nur „Buffy“, „Charmed“, „Babylon 5“ oder „Akte X“ erwähnen und allen voran natürlich auch STAR WARS.. alles Projekte, die anfangs nur ein müdes Lächeln oder Bauchkrämpfe bei Produzenten verursacht und letztendlich aber Geschichte geschrieben haben. Wenn hierzulande die Ambitionen junger Kreativer ernster genommen werden würden und ihnen und ihren Geschichten mehr zugetraut werden würde, dann würde es auch im deutschsprachigen Raum bereits solche Erfolge geben. Das Potential wäre sicherlich vorhanden und beschränkt sich halt nicht nur auf Rambos in Clownmasken und Wurstsemmeln apportierende Polizeihunde. Aber natürlich muss man auch die Produzenten in Österreich und Deutschland verstehen, die oft nur sehr mühsam Geld zusammenkratzen können und dieses dann auch relativ verlustfrei anlegen wollen. Aber ich denke, dass es auch hierzulande nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Schuss fällt und die Lawine losgeht. Ich denke, dass wichtigste bei VEDUNIA ist und war immer, dass wir an die Sache glauben und deswegen auch bis zuletzt darum kämpfen werden. Joss Whedon´s Hartnäckigkeit und Überzeugung, sei es bei „Buffy“ oder bei „Firefly“, ist uns da ein leuchtendes Beispiel, dem wir versuchen, nachzufolgen. Denn sollte eine Fremdfinanzierung nicht zustande kommen, werden wir „Guerilla Filmmaking“ betreiben und das Projekt selbst aus dem Boden stampfen. Der österreichische Low Budget SF Film „Ainoa“ ist auch auf diese Weise entstanden. Solange der Traum lebt, wird die Realität nicht sterben!

fictionBOX: An welchen Vorbildern aus der Film- und Serienwelt orientiert ihr euch?
Stefan Wolner: VEDUNIA macht sich den gegenwärtigen Trend zu Mystik und zu fantastischen Geschichten zunutze und soll einen abenteuerlichen Genre-Mix kreieren, der alle Altersgruppen begeistern und somit ein großes Publikum erreichen könnte. Es wird sich wie gesagt an zeitgemäßen Formaten wie eben „Akte X“, „Buffy“, „Herkules“ und „Harry Potter“ orientieren, wobei darauf geachtet werden soll, dass vor allem auch das Interesse junger Zuseher an deutschsprachiger Mystery geweckt wird. VEDUNIA könnte dabei nicht nur ein Trittbrettfahrer, sondern auch ein Trendsetter sein, da es in seiner Einzigartigkeit zwar mit anderen Formaten vergleichbar ist, sie aber nicht kopiert, sondern auf individuelle Weise variiert.

ImagefictionBOX: Ihr geht zur Verbreitung von Vedunia viele Wege und habt vor allem im Internet von Anfang an den Kontakt zu den Fans gesucht. Was versprecht ihr euch von dieser Vorgehensweise und wie kamt ihr darauf?
Stefan Wolner: Wir glauben, dass das Medium Internet für so ein Produkt genau das Richtige ist. Wir wollen den Fans eine eigene Welt bieten und auch schon in der Entstehung Ideen von Fans einfließen lassen. So kann man eine echte Fan-Serie entwickeln. Der Kontakt zu den Fans ist uns sehr wichtig!

fictionBOX: Wie stark wollt ihr das Internet bei der Weiterentwicklung von Vedunia noch einbeziehen?
Stefan Wolner: Sehr stark. Wir haben nun auch einen Antrag für eine Innovationsförderung eingereicht. Wenn das klappt, dann hätten wir die Möglichkeit eine Sagenplattform zu starten. Das wäre toll. Wir werden dann mit dem WEB 2.0 Aspekt diverse Sachen realisieren: „Verfilme deine Lieblingssage“ etc.

fictionBOX: Ein weiterer Verbreitungsweg soll ein Vedunia-Roman sein, über den du auf eurem Blog schon berichtet hast. Was lässt sich bisher dazu sagen?
Stefan Wolner: Da VEDUNIA als Mulit-Media-Projekt konzipiert und zum Leben erweckt werden soll, liegt natürlich auch die Veröffentlichung eines oder mehrerer Romane nahe. Das Buch, an dem derzeit gearbeitet wird, beruht auf der Story eines bereits fertigen Spielfilm-Drehbuches. Ob und wie weit die Roman Reihe eine eigene Richtung mit einer individuellen Storyline gehen wird oder ob sie mit der auch geplanten TV Serie einhergeht, ist noch offen. Wie auch in der filmischen Umsetzung, soll auch der Roman die überlieferten und teilweise schon vergessenen Sagen und Mythen wieder vermehrter ins Bewusstsein bringen, indem sie in einer zeitgemäßen Story integriert und dadurch dramaturgisch aufgefrischt präsentiert werden.  Dadurch soll auch das Interesse geweckt werden, sich wieder in alten Sagenbüchern zu vertiefen, die bereits auf dem Dachboden verstaut worden sind. Denn diese Geschichten und Legenden sind ein gesellschaftlich bedeutendes Kulturgut, das es unbedingt zu erhalten gilt. Wir werden auch ab und an Leseproben des entstehenden Romans im Internet veröffentlichen, um das Interesse zu wecken und natürlich auch um kritikfähig zu bleiben und Wünsche und Anregungen entgegen zu nehmen..
fictionBOX: Der Roman soll aus einem Drehbuch entstehen. Wie weit sind die Drehbücher zur Serie bisher fortgeschritten?
Stefan Wolner: Also mittlerweile gibt es nur einige Drehbuchfassungen für den Pilotfilm. Drehbücher zur Serie werden erst geschrieben werden, wenn es Zusagen gibt, dass eine Serie in Planung gehen soll. Da es mit Dietmar Zahn außer mir momentan nur einen Drehbuchautor gibt, wäre es einfach zu arbeitsaufwändig und Energie verschwendend, würde man jetzt schon mit dieser intensiven Arbeit beginnen. Noch dazu haben wir auch andere Film Projekte in Planung, da man natürlich immer mehrere Eisen im Feuer haben sollte. Derzeit beschränken wir uns darauf, das Serienkonzept auszuarbeiten.

fictionBOX: Was ist nach der Fertigstellung der Drehbücher der nächste Schritt?
Stefan Wolner: Mit dem bereits fertig gestellten Pilotfilm-Drehbuch sind wir bereits angestrengt dabei, Interessenten und Partner im TV und Filmbereich zu ködern und an Bord zu holen. Wir hoffen, dass wir mit einem überzeugenden Buch, Produzenten und Hersteller begeistern können, die letztendlich auch bereit sind, unser Projekt zu finanzieren.

fictionBOX: Das Internet, ein Roman, die Serie... Wohin soll es mit Vedunia außerdem gehen? Käme auch ein Kinofilm in Frage?
Stefan Wolner: VEDUNIA ist so konzipiert, dass es sowohl als Pilotfilm zu einer Serie, wie auch, mit einigen Adaptionen, als eigenständiger Kinofilm funktionieren kann. Der Gedanke an die große Leinwand ist natürlich, wie bei jedem Filmschaffenden, sehr präsent. Und auch nicht unmöglich, selbst wenn man nicht über die Mittel der USA verfügt (siehe „Wächter der Nacht“). Ohne Frage wäre das Ziel einer Kino-Umsetzung schwerer zu erreichen, da Kino immer größer und spektakulärer und somit auch teurer als Fernsehen ist. Aber wo ein Wille, da vielleicht auch ein (steiniger) Weg. VEDUNIA bietet weiters auch große Vermarktungsmöglichkeiten, da es durch multimediale Umsetzung in Computer- Brett- und Kartenspielen bzw. im Merchandising, viel Raum für Entfaltungsmöglichkeiten im Zuge eines sich entwickelnden Franchise bietet.

fictionBOX: Schauen wir uns nochmal das Internet als Vertriebsweg an: Wenn es doch schwierig werden sein sollte, Vedunia ins Fernsehen zu bringen, wäre es dann für euch auch ein denkbarer Weg, das Projekt zunächst einmal im Internet zu veröffentlichen?
Stefan Wolner: Nun, natürlich wird in Zeiten von „Youtube“ und „MyVideo“ auch über diese Möglichkeiten nachgedacht und diese auch ins Auge gefasst. Und in dem Falle, dass keine Geldgeber gefunden werden, wäre diese Art der Vermarktung bzw. Verbreitung sicherlich eine Option. Begleitend zum Projekt wird das Internet auf jeden Fall, in welcher Art auch immer, genutzt werden.

fictionBOX: Bald soll ein erster Trailer mit Erwin Leder veröffentlicht werden. Was meinst du, wie lange es dann noch dauern wird bis der Startschuss zum konkreten Drehbeginn der Serie fallen kann?
Stefan Wolner: Wie schon erwähnt, hängt dies alles eben von den finanziellen Mitteln bzw. von den Plänen der beteiligten Produzenten und Hersteller ab. Der Trailer soll ein Imagefilm sein und wie das Drehbuch dazu verwendet werden, das Projekt zu bewerben und Interessenten einen Einblick zu geben, wie wir uns VEDUNIA vorstellen. Spekulationen über einen möglichen Drehbeginn eines Filmes oder einer ganzen Serie kann ich mich derzeit leider nicht hingeben. Aber ihr wärt die ersten, die davon erfahren würden (lacht).

fictionBOX: Erzähl uns zum Schluss doch noch etwas über dich: An welchen Projekten warst du bisher beteiligt? Was war für dich bisher das Highlight deiner Arbeit als Regisseur?
Stefan Wolner: Ich habe schon einige Kurzfilme gedreht und in den letzen Jahren sehr viel für den österreichischem Rundfunk gearbeitet. Ein High Light, war sicher mein Aids Spot „Reality Bites“ (Kamera: Thomas Kiennast). Ich habe das Thema Aids mit einem vampirigen Spot neu aufgegriffen. Entwickelt wurde der Spot mit Dietmar Zahn gemeinsam. Der Spot ist deswegen wichtig, weil ich einerseits Thomas Kiennast kennen gelernt habe und der Look letztlich auch inspirierend für VEDUNIA war. Letztes Jahr drehte ich die abstrakte Kurzfilm-Trilogie „Triangel“. Das Projekt war wichtig, weil ich mit Profis zusammenarbeiten konnte und es mein erstes Projekt mit Christian Raberger war, der jetzt in die VEDUNIA-Produktion eingebunden ist.

fictionBOX: Träumst du den Traum von einem Fantasy-Epos eigentlich schon länger? Also bereits bevor Vedunia entstand?
Stefan Wolner: Ich träumte immer davon, ein eigenes Konzept zu verwirklichen. Diesen Traum hatte ich schon in meiner Kindheit. Genial finde ich bis heute „Babylon 5“. Ich habe mir alle Staffeln auf einmal hintereinander angesehen und finde die Charaktere und deren Entwicklung genial. Aber auch Buffy, Lost, SG-1, Atlantis, … sind einfach super.  Neue Welten kreieren, egal ob Serie oder Film … das wäre mein Trau!.

fictionBOX: Vielen Dank für das umfangreiche Interview und viel Erfolg für alles, was ihr noch mit Vedunia vorhabt!
Stefan Wolner: Ich danke ebenfalls für das Gespräch!



Weiterführende Links:

VEDUNIA-Homepage

Stefan Wolners Blog

fictionBOX-Special zu VEDUNIA

 

 

 

 


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