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Harry Potter und der Halbblutprinz Drucken E-Mail
Solde Erzählung mit Herzschlagfinale Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 11 Juli 2020
 
Titel: "Harry Potter und der Halbblutprinz"
Originaltitel: "Harry Potter and the Half-Blood Prince"
Bewertung:
Autorin: J.K. Rowling
Übersetzung: Klaus Fritz
Umfang: 665 Seiten (D)
Verlag: Carlsen (D), Bloomsbury (E)
Veröffentlicht: 2005 (D), 16. Juli 2005 (E)
ISBN: 978-3-551-35406-8 (D)
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Nach einem turbulenten und anstrengenden Schuljahr versprägt das sechste Jahr von Harry, Hermine und Ron an der Hogwarts-Schule für Zauberer und Hexen etwas ruhiger zu verlaufen – nicht zuletzt, als diesmal am Ende des Jahres keine wichtigen Prüfungen anstehen, welche über die weitere Zukunft und Karrieremöglichkeiten der SchülerInnen bestimmen werden. Das heißt jedoch nicht, dass Harry und seinen Freunden fad zu werden droht. So ist Harry nicht zuletzt mit in unregelmäßigen Abständen stattfindenden privaten Lehrstunden bei Professor Dumbledore beschäftigt, wo sie gemeinsam in Erinnerungen vordringen, und so versuchen, die Vergangenheit von Lord Voldemort zu ergründen. So erfährt Harry schließlich auch, wie er damals überleben konnte: Hat er doch seine Seele in mehrere Teile aufgesplittet, und insgesamt sieben Horcruxe angelegt. Erst wenn diese vernichtet sind, kann auch Lord Voldemort getötet werden. Harry ist zudem fest davon überzeugt, dass Draco Malfoy irgendetwas im Schilde führt – und versucht verzweifelt, mehr über seine Pläne herauszufinden. Aber auch sein Privatleben hält ihn auf Trab, erkennt er doch schon bald, dass er zunehmend dabei ist, sich in Ginny Weasley zu verlieben. Diese ist allerdings noch mit Dean Thomas zusammen. Außerdem: Was Ron wohl sagen wird, wenn er erfährt, dass sein bester Freund Gefühle für seine kleine Schwester hegt? Und dann ist da noch die mit Notizen des mysteriösen Halbblutprinzen versehende Kopie eines Lehrbuchs zum Brauen von Zaubertränken. Diese sorgt zwar dafür, dass Harry im entsprechenden Lehrgang so erfolgreich ist wie nie zuvor – dennoch stellt sich ihm die Frage: Wer genau war – oder ist – dieser Halbblutprinz denn eigentlich?

Review: Nach dem meines Erachtens besten Buch der Reihe geht es mit "Halbblutprinz" leider wieder ein bisschen bergab. Nach "Kammer des Schreckens" ist dieses nämlich für mich (das von mir noch nicht gelesene Theaterstück noch nicht eingerechnet) das Schwächste der Saga. Denn: Der sechste Band dient halt doch in erster Linie dazu, dem Finale den Weg zu ebnen, erzählt aber nur bedingt eine spannende Geschichte für sich. So erfahren wir hier, zusammen mit Harry, alle möglichen Hintergrundinformationen über Lord Voldemort, nicht zuletzt das über die Horcruxe, welches dann in "die Heiligtümer des Todes" in den Fokus rücken wird. Insofern war es zwar zweifellos wichtig, dass wir (und Harry) dies erfahren, und ich verstehe natürlich grundsätzlich, dass Rowling dies eben nicht in einem großen Info-Dump z.B. am Ende machen wollte. Aber in der Art und Weise, wie sich das dann schließlich übers komplette Schuljahr erstreckt, und auch einige Informationen/Erinnerungen dabei sind, die jetzt nicht unbedingt übermäßig wichtig erscheinen, wirkt das ganze doch ein bisschen ausgedehnt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich in diesem Schuljahr generell irgendwie nichts – oder zumindest zu wenig – tut. Dies fällt gerade auch nach "Orden des Phönix" negativ auf, wo Rowling einerseits das Aufkommen einer faschistischen Bewegung innerhalb der Schule schilderte, die Leser aber zugleich mit den anstehenden, wichtigen Prüfungen die das Leben der SchülerInnen bestimmen, entweder direkt abholte oder an die eigene Schulzeit erinnerte. Eben dies fehlt hier, verläuft der Schulalltag doch recht unspektakulär. Das Geheimnis rund um die Identität des Halbblutprinzen war dann halt doch nicht interessant genug, um hier als würdiger Ersatz zu dienen; nicht zuletzt, als rasch klar war, dass es wohl einem dunklen Zauberer gehörte, und Harry Verteidigung des Halbblutprinzen gegenüber Hermine etwas untypisch (und naiv) erschien. Aber auch Draco Malfoys finstere Umtriebe wollten mich irgendwie nie so recht packen. Und dann ist da noch das Privatleben der drei. Diesem widmet J.K. Rowling hier wesentlich mehr Aufmerksamkeit als in den Romanen zuvor, und auch wenn Herzensangelegenheiten zweifellos gerade auch (wenn auch selbstverständlich nicht nur) im Teenager-Alter eine gewichtige Rolle spielen, nahm es für mich bei "Halbblutprinz" dann teilweise doch etwas Überhand, und drohte das Ganze in eine Teenie-Romane abzudriften.

Und so lebt "Halbblutprinz" letztendlich von den letzten paar Kapiteln, wo Rowling dann tatsächlich ein Herzschlagfinale auffährt, dass sich sehen lassen kann. In diesem Punkt erinnert der sechste Band vom Aufbau her ein bisschen an den vierten – mit dem wesentlichen Unterschied, dass es ihr dort dank des Trigamischen Turniers ungleich besser gelang, auch den Weg dorthin unterhaltsam und mitreißend zu gestalten. Immerhin, besagtes Finale ist dann in der Tat großartig. Angefangen bei der gemeinsamen Mission, auf die sich Dumbledore und Harry begeben, über den packenden Showdown im Turm, bis hin zu Dumbledores tragischem Tod, und dessen Nachwehen. Zugegeben, dass Dumbledore im Verlauf der Geschichte sterben würde, konnte man sich schon denken, Einerseits, weil der Tod des mächtigen Mentors schon immer ein wesentlicher Bestandteil solcher Fantasy-Erzählungen war (siehe Gandalf – auch wenn dieser dann zugegebenermaßen zurückkehrte – oder auch Obi-Wan Kenobi). Es gehört letztendlich für die klassische Heldenreise einfach dazu, dass der Held im letzten Drittel mehr oder weniger auf sich allein gestellt und die ihm zugetragene Aufgabe selbstständig bewältigen muss. In diesem Fall war es insofern nochmal ganz besonders wichtig, als im Verlauf der Reihe mehrmals betont wurde, dass Dumbledore ein mächtiger Zauberer ist, und sowohl Hogwarts als auch seine SchülerInnen – und damit eben auch Harry – solange er am Leben ist in Sicherheit sind. Insofern war es fast unvermeidbar, dass er kurz vor dem Finale aus der Gleichung genommen wird, um die Spannung zu erhöhen – da man auf diesen übermächtigen Joker nun nicht mehr zurückgreifen kann. Jedoch: Dass es strukturell notwendig und dementsprechend vorhersehbar war, macht die betreffende Wendung um nichts tragischer – und letztendlich auch schockierender. Selbst wenn man wusste, dass es unweigerlich so kommen muss, trifft einen Dumbledores Tod nichtsdestotrotz hart – ja selbst im Wissen ob der im nächsten Band anstehenden Auflösung, was genau es damit auf sich hatte (und das nicht alles so war, wie es scheint). Vor allem aber erfüllt diese Wendung genau den gewünschten Zweck, und lässt den geneigten Leser ob der weiteren Zukunft nicht nur von Hogwarts, sondern auch von Harry, Hermine und Ron im Unsicheren zurück. Was das Warten auf den letzten Band der Reihe für die Fans damals wohl nicht gerade leicht gemacht haben dürfte.

Fazit: Im direkten Vergleich zum Vorgänger (und auch zum Nachfolger) fällt "Harry Potter und der Halbblutprinz" doch etwas ab. J.K. Rowling ist hier in erster Linie damit beschäftigt, das Finale vorzubereiten. Insofern kommt "Halbblutprinz" in der Erzählung zwar eine wichtige Rolle zu, als eigenständige Geschichte kann der sechste Band jedoch nur teilweise überzeugen. Grundsätzlich ist dieser wieder gut geschrieben, zudem ist man mittlerweile den Figuren verbunden genug, dass es selbst dann nicht langweilig wird, wenn man ihnen nur bei eher banalen Erlebnissen nachliest. Insgesamt plätscherte die Handlung in den ersten drei Vierteln aber doch sehr unaufgeregt vor sich hin, fand ich die zentralen Mysterien rund um die Erinnerungen rund um Voldemort, Draco Malfoys Pläne, sowie die Identität des Halbblutprinzen, nicht interessant genug, um für mitreißende Unterhaltung zu sorgen, und nahmen vor allem auch die Liebesgeschichten teilweise etwas gar Überhand. All dies wird jedoch dann zumindest ansatzweise vom großartigen, packenden Finale rund um die gemeinsame Mission von Harry und Dumbledore, sowie vor allem auch ihrem tragischen Ausgang, ausgeglichen. Auch wenn es halt einfach so kommen musste und man es sich dementsprechend eigentlich schon denken konnte, verfehlt Dumbledores Tod die gewünschte schockierend-berührende Wirkung nicht – und sorgt vor allem auch für eine überaus spannende Ausgangssituation für den letzten Band der Reihe. Denn ohne Dumbledores schützende Hand scheint nun so ziemlich alles möglich zu sein.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel





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