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Star Wars - Darth Vader: Der Auserwählte Drucken E-Mail
Ein neues Lichtschwer für Lord Vader Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 14 Juni 2020
 
Titel: "Star Wars - Darth Vader: Der Auserwählte"
Originaltitel: "Star Wars: Darth Vader - Imperial Machine"
Bewertung:
Autor: Charles Soule
Übersetzung: n.b.
Zeichnungen: Giuseppe Camuncoli
Tusche: Cam Smith
Farben: David Curiel
Lettering: Joe Caramagna (E)
Cover: Jim Cheung & Matthew Wilson
Umfang: 144 Seiten
Verlag: Panini (D), Marvel (E)
Veröffentlicht: 19. November 2018 (D), 05. Dezember 2017 (E)
ISBN: 978-3-9579-8708-2 (D), 978-0-7851-9366-1 (E)
Kaufen: Taschenbuch (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Anakin Skywalker ist der dunklen Seite der Macht verfallen, und hat den Sith-Namen Lord Vader angenommen – doch nach dem Kampf gegen Obi-Wan Kenobi ist er mehr Maschine als Mensch. Nachdem er in seiner schwarzen Rüstung wieder zum Leben erweckt wurde, hat sein Meister, Imperator Palpatine, einen wichtigen Auftrag für ihn – denn sein altes Lichtschwert wurde von Obi-Wan auf Mustafar geborgen, als dieser Anakin dem Tode nah zurückließ. Vader muss einen anderen Jedi – ohne Lichtschwert – im Kampf besiegen, und danach dessen Waffe an sich nehmen, um sie mit Hilfe der dunklen Seite der Macht zu pervertieren, so dass die Klinge fortan blutrot erstrahlt. Doch nach der Order 66 ist es gar nicht so leicht, einen Jedi zu finden. Die meisten von ihnen sind dabei ums Leben gekommen, und die wenigen Überlebenden sich quer über die Galaxis verstreut und verstecken sich. Letztendlich gelingt es Vader dann aber doch noch, einen aussichtsreichen Kandidaten ausfindig zu machen. Kirak Infil'a, der dem Orden vor langer Zeit den Rücken gekehrt hat, erweist sich jedoch als würdiger Gegner…

Review: Die Comic-Reihe "Dark Lord of the Sith", deren ersten sechs Comics hier versammelt wurden, knüpft direkt an "Episode III" an, und zeigt uns den Aufstieg jenes Lord Vader, wie wir ihn aus der Original-Trilogie kennen; nämlich eben nicht als gefallener Anakin Skywalker (weil den Namen nahm er ja schon vor seinem Kampf mit Obi-Wan an), sondern als in seiner ikonischen schwarzen Rüstung steckender Sith-Lord, der als Vollstrecker von Imperator Palpatine in der Galaxis Angst und Schrecken verbreitet. Zuerst muss er sich jedoch ein Lichtschwert besorgen. Was das betrifft, wurde hier das im Legends-Universum etablierte Konzept rund um die Sith-Schwerter umgewandelt. Dort war es ja so, dass sich die rote Klinge damit erklärte, als die Sith-Lords die Kristalle ihrer Lichtschwerter mit Hilfe der Macht künstlich erschaffen. Hier nun ist es so, dass der Kristall eines zuvor besiegten Jedi-Ritters mit Hilfe der Macht korrumpiert wird. Ich muss allerdings gestehen, dass sich beide Konzepte so ähnlich sind, dass es mir lieber gewesen wäre, man wäre beim Legends-Konzept geblieben. Doch wie auch immer: Vader erhält von Palpatine den Auftrag, sich ein Lichtschwert zu schaffen, und dies bedeutet eben, dass er einen Jedi ohne ein ebensolches entgegentreten und ihn besiegen muss. Die daraus resultierende Geschichte ist im wesentlichen "Vader-Porn"; sprich, alle, die ihn als Kult verehren und nicht genug davon bekommen können, ihn in Aktion zu sehen, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Ich sehe das hingegen etwas differenzierter. Nicht zuletzt seit den Prequels sehe ich ihn als tragische Figur, und nicht wirklich als "cool" an.

Zum Glück gibt es für Leute wie mich in "Der Auserwählte" aber auch einiges an Stoff. Autor Charles Soulle widmet sich nämlich auch Vaders Innenleben, und damit auch seinem Konflikt. Seine Trauer ob des Verlusts von Padmé, und wie dieses tragische Ereignis letztendlich seinen Zorn schürt, und damit den Griff der dunklen Seite auf ihn stärkt. Nachdem er Infil'a – erwartbarerweise – dann mal besiegt hat (was übrigens aus meiner Sicht ruhig schneller hätte von statten gehen dürfen; aufgrund des vorhersehbaren Ausgangs war das jetzt nicht unbedingt sonderlich spannend), kehrt er nach Mustafar zurück, so er sich zum vorläufig letzten Mal seinem alten Ich stellt, und Anakin Skywalker entgültig zurücklässt. Das fand ich sehr gut gemacht, und war für mich definitiv eines der Highlights des Comics. Von diesem Momenten abgesehen kommen bei "Der Auserwählte" aber in erster Linie jene auf ihre Kosten, die nicht genug davon bekommen können, Vader in Aktion zu erleben – wobei der Kampf gegen Infil'a, so ganz ohne ein Lichtschwert, doch vor eine ordentliche Herausforderung stellt. Am Ende gibt es dann auch noch einen Auftritt der aus "Rebels" bekannten Inquisitoren. Sonderlich interessant fand ich diese zwar nie, ihr Auftauchen hier fand ich aber insofern interessant, als mir solche Details glaubwürdig den Eindruck vermitteln, dass die neue Story Group mehr auf Kontinuität achtet, als dass damals beim erweiterten Universum der Fall war. Insofern war mir dieser Bezug zur Serie sehr willkommen. Insgesamt war "Der Auserwählte" inhaltlich aber jetzt eher nur ok. Optisch gibt es an ihm dafür nichts zu mäkeln. Vor allem die Illustrationen von Giuseppe Camuncoli hatten es mir angetan; er setzt Vader sehr ikonisch in Szene. Einzig was die Farbgebung betrifft muss ich sagen, dass ich bei "Star Wars" auch schon besseres gesehen habe. Zwar ebenfalls sehr gut; aber wenn man unmittelbar davor einen alten Legends-Comic gelesen hat, der von Brad Anderson koloriert wurde, fällt es schwer, nicht ein klein bisschen wehmütig auf die Dark Horse-Ära zurückzublicken.

Fazit: An "Der Auserwählte" gefiel mir vor allem der Einstieg, der unmittelbar an "Episode III" anknüpften, sowie jene Momente, die sich mit Anakins innerem Konflikt auseinandersetzen, und zugleich seine Entwicklung hin zu Darth Vader abschließen. Positiv fand ich zudem den Auftritt der Inquisitoren, durch die man deutlich macht, dass die Filme, die Zeichentrickserien und eben auch diese neuen Romane und Comics auch wirklich in ein und dem selben Universum spielen. Inhaltlich war "Der Auserwählte" jedoch abseits der vereinzelten tiefergehenden Momente kein großes Highlight, und doch eher eine oberflächliche, actionreiche Vader-Show. Für all jene, welche die Figur schon immer als "cool" empfanden, sicherlich ein Highlight, mir persönlich wäre das allein aber zu wenig. Mal schauen, in welche Richtung sich die weiteren Bände der Reihe bewegen werden.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel
Coverbild © 2017 Marvel Comics






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