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House of the Dragon - 3x07: Der Drache im Winter Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: The Dragon in Winter
Episodennummer: 3x07
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 02. August 2026 (HBO)
Erstausstrahlung D: 03. August 2026 (Sky/HBO Max)
Drehbuch: Philippa Goslett & Zenzele Price
Regie: Nina Lopez-Corrado
Besetzung: Emma D'Arcy als Queen Rhaenyra Targaryen, Olivia Cooke als Queen Alicent Hightower, Matt Smith als Prince Daemon Targaryen, James Norton als Lord Ormund Hightower, Steve Toussaint als Lord Corlys 'The Sea Snake' Velaryon, Fabien Frankel als Ser Criston Cole, Matthew Needham als Lord Larys 'The Clubfoot' Strong, Sonoya Mizuno als Mysaria 'The White Worm', Tom Glynn-Carney als King Aegon II Targaryen, Ewan Mitchell als Prince Aemond Targaryen, Bethany Antonia als Lady Baela Targaryen, Phia Saban als Queen Helaena Targaryen, Phoebe Campbell als Lady Rhaena Targaryen, Jefferson Hall als Ser Tyland Lannister, Kurt Egyiawan als Grand Maester Orwyle, Freddie Fox als Ser Gwayne Hightower, Gayle Rankin als Alys Rivers, Benjamin Evan Ainsworth als Prince Daeron Targaryen, Abubakar Salim als Alyn of Hull, Tom Bennett als Ulf, Kieran Bew als Hugh, Ellora Torchia als Kat, Joplin Sibtain als Ser 'Bold' Jon Roxton, Tommy Flanagan als Ser Roderick Dustin, Dan Fogler als Ser Torrhen Manderly, Archie Barnes als Ser Oscar Tully, Amanda Collin als Lady Jeyne Arryn, Sarah Woodward als Lady Sabitha Frey, Barry Sloane als Ser Adrian Redfort, Oliver Coopersmith als Janos, Richard Flood als Ser Edgar, Annie Shapero als Alysanne Blackwood u.a.

Kurzinhalt: Alicent erreicht Harrenhal. Unmittelbar nach ihrer Ankunft wird ihr Begleiter – und zugleich Attentäter – von Daemon ermordet. Nun ist es an ihr, Rhaenyras düsteren Auftrag auszuführen, und ihren eigenen Sohn zu ermorden – um so für sich und ihre Tochter Helaena die Freiheit zu sichern. Währenddessen erfährt Rhaenyra, dass Schafsdieb mit einem Reiter gesehen wurde. Hat Daemon sie etwa hintergangen, und ist der Totenkopf in ihren Gemächern etwa gar nicht von jener Person, die den Tod ihres Sohnes Jacaerys zu verantworten hat? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, fliegt sie mit Syrax los, um Schafsdieb und seinen Reiter zu stellen. Als Daemon davon erfährt, folgt er ihr, um seine Tochter Rhaena zu beschützen. Aegon II befindet sich derweil auf dem Weg zum Hafen, um nach Essos aufzubrechen, als er plötzlich seine Meinung ändert, und beschließt, in Westeros zu bleiben – woraufhin Larys ihn verlässt. Der gefangene Lord Corlys wird zu Ormund Hohenturm gebracht. Und Helaena hat einen beunruhigenden Traum…


Review: Episodenbild (c) HBO In der letzten Folge war mir ja entschieden zu wenig los. Erfreulicherweise war der Durchhänger aber nur von kurzer Dauer; hier profitiert "House of the Dragon" in meinen Augen enorm von der Verkürzung der Staffel auf acht Episoden. Dementsprechend nähert sich das Season-Finale mit großen Schritten, und werden hier die ersten Handlungsstränge, auf deren Höhepunkt man in ihrem Verlauf hingesteuert, aufgegriffen und teilweise auch abgeschlossen. Dies gilt insbesondere für die Storyline rund um Rhaena. Es war ja klar, dass Rhaenyra eines Tages die Wahrheit darüber erfahren wird – und damit eben auch, dass sie von Daemon belogen wurde (wenn auch aus nachvollziehbarem Grund). Aufgrund der zuletzt ausgedehnten Erzählweise hatte ich damit aber so früh nicht gerechnet, und war dementsprechend positiv überrascht. Die entsprechende Konfrontation hat mich dann auch nicht enttäuscht. Vor allem auch, als Rhaenyra bei allen berechtigten Vorwürfen gegenüber Daemon dennoch auch gezwungen ist, sich selbst zu hinterfragen, und warum dieser es für notwendig erachtete, sie zu belügen, um seine Tochter zu beschützen. Hält ihr eigener Onkel – und Ehemann – sie tatsächlich für solch ein Monster? Ich bin gespannt, was das mit ihr machen wird (und hoffe vor allem auch sehr, dass es etwas mit ihr machen wird).

Parallel dazu verliert Mysaria hier an Boden. Zwar gelingt es ihr am Ende dann wieder, sich in Rhaenyras Bett zu schmeicheln, doch ihr Plan, sie gegen Daemon (im Hinblick auf ihren Einfluss auf Rhaenyra ihre größte Konkurrenz) aufzuwiegeln, ist als die Motivation für seinen Verrat offenbart wurde gründlich in die Hose gegangen. Aber auch bei Alicent läuft es nicht nach Plan. Schlimm genug, dass sie im Auftrag von Rhaenyra nach Harrenhal reist, um ihren eigenen Sohn zu töten, aber der Tod ihres Begleiters, der diesen eigentlich hätte ermorden sollen, bringt sie in Zugzwang. Als sie eine giftige Pflanze entdeckt, trifft sie die folgenschwere Entscheidung, statt ihn zu erstechen (auch wenn ich verstehen kann, dass dies ihre ohnehin schon unvorstellbar schwere Aufgabe noch einmal schwieriger gemacht hätte) zu vergiften. Im Glauben, erfolgreich gewesen zu sein, zieht sie aus Harrenhal ab – nicht ahnend, dass die "Hexe" Alys ihn retten kann und wird. Damit bleibt die von Daemon ausgehende Bedrohung für Rhaenyras Herrschaft bestehen. Gleiches gilt auch für seinen Bruder – und eigentlichen König – Aegon, der sich hier nun doch dagegen entschließt, Westeros mit eingezogenem Schwanz zu verlassen, sondern vielmehr um seinen Thron kämpfen will, selbst wenn dies bedeutet, dabei draufzugehen. Am Ende scheint es dann auch fast eben so zu kommen – bis Sonnfeuer zu seiner Rettung erscheint. Dies macht auch ihn zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten. Im Gegensatz zu Ormund Hohenturm; also zumindest sehe ich das so, und das trotz des sich am Ende abzeichnenden Verrats durch Ulf. Aber vielleicht wird mich das anstehende Staffelfinale diesbezüglich Lügen strafen. Last but not least sei noch kurz auf den Traum von Helaena eingegangen (an die sich Rhaenyra, nun da sie von ihren entsprechenden Fähigkeiten weiß, ranschmeißt). Dieser erreicht zwar nicht ganz die Höhen ähnlicher Visionen aus "Game of Thrones", war aber doch ziemlich faszinierend, und weckte mein Interesse am weiteren Verlauf der Handlung.

Fazit: Episodenbild (c) HBO "Der Drache im Winter" war definitiv wieder besser als die lahme Episode davor (womit aber der entsprechende Durchhänger aber immerhin angenehm kurz war, was sicherlich der verkürzten Staffel zu verdanken ist). Vor allem einzelne Momente und/oder Entwicklungen stachen dabei für mich positiv hervor, sei es Alicents Besuch bei Daemon (wo man im "Game of Thrones"-Universum auch die sich durch die Serien ziehende Thematik des Scheiterns fortführt), oder die Konfrontation zwischen Rhaenyra und Rhaena (und deren Nachwehen). Davon abgesehen hatte es mir in erster Linie das zunehmende Gefühl angetan, dass sich die Schlinge um Rhaenyra immer enger zieht. Nur die Storyline rund um Stolperstadt wirkt auf mich nach wie vor wie ein unnötiger Stolperstein auf dem Weg zu welchem Finale auch immer "House of the Dragon" zusteuert.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 HBO)








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