Originaltitel: It's All Good Episodennummer: 3x02 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 10. Juli 2026 (Apple TV+) Drehbuch: Shelley Birse Regie: Michael Dinner Besetzung:
Rebecca Ferguson als Juliette Nichols,
Common als Robert Sims,
Harriet Walter als Martha Walker,
Chinaza Uche als Paul Billings,
Ashley Zukerman als Daniel Keene,
Jessica Henwick als Helen Drew,
Shane McRae als Deagan Knox,
Remmie Milner als Shirley Campbell,
Alexandria Riley als Camille Sims,
Morven Christie als Anna Thurman,
Reed Birney als Henry,
Matt Craven als Dr. Victor Crnkovich,
Jessica Brown Findlay als Charlotte Keene,
Rick Gomez als Patrick Kennedy,
Caitlin Zoz als Kathleen Billings,
Olatunji Ayofe als Teddy,
Chipo Chung als Sandy,
Will Merrick als Danny,
Liam Akpan als Deputy Jerry,
Florian Clare als Emerson,
Jacqueline Berces als Amy Hansen,
Celine Arden als Sheila Kent,
Brian Law als Deputy u.a.
Kurzinhalt:
Juliette Nichols hat eine geheimnisvolle Nachricht erhalten: Wenn sie die Wahrheit erfahren will, soll sie sich mit ihnen treffen. Dafür muss sie jedoch ihren Bewacher abschütteln. Nachdem ihr dies gelungen ist, trifft sie auf Kathleen Billings, die den sogenannten Outsiders angehört – jene Gruppe rund um Patrick Kennedy, die davon überzeugt ist, dass es außerhalb des Silos sicher ist. Die Begegnung verunsichert Juliette – weist sie aber vor allem auch auf die Möglichkeit hin, dass ihre Amnesie nicht etwa auf einen Hirnschaden, sondern vielmehr die Medikamente zurückzuführen ist, die sie zu sich nimmt. Camille Sims erhält indes im Tresorraum der IT-Abteilung vom Vermächtnis die Warnung, jedenfalls dafür zu sorgen, dass Juliette die Tabletten so lange zu sich nimmt, bis die Wasserversorgung des gesamten Silos mit den entsprechenden Medikamenten versetzt ist – sonst drohe eine Katastrophe. Paul Billings bekommt indes den Auftrag, nach einer vermissten Person – Orla Kent, dem Schatten der Versorgungsabteilung – zu suchen. Und an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, erfährt Daniel Keene, dass die Amnesie seiner Schwester gezielt gesteuert wird – und diese zuvor bei der Journalistin Helen Drew Zweifel an der Iran-Mission angemeldet hat…
Review:
Wie schon "Wer bist du?" teilt sich auch die Handlung von "Alles in Ordnung" in zwei Zeitebenen; es ist davon auszugehen, dass sich dies durch die ganze Staffel ziehen wird, was meine Vorfreude auf den Rest von ihr insofern doch ordentlich trübt, als ich mir mit dieser Storyline in der Vergangenheit doch ziemlich schwer tue. Nach wie vor habe ich den Eindruck, dass sich das, was wir hier an Hintergrundwissen zu den Silos erfahren (werden), auch deutlich effizienter vermitteln lassen. Mich spricht die Handlung rund um den Senator Daniel Keene, seine Schwester Charlotte, sowie die Reporterin Helen Drew jedenfalls leider – trotz Anspielungen auf die Handlung im Silo, wie z.B. rund um den Ursprung der Amnesie-Droge – bislang überhaupt nicht an. Man darf also davon ausgehen, dass der Anschlag des Iran inszeniert war, um den Angriff zu rechtfertigen. Solche Geschichten sind nun wahrlich nicht neu.
Nachdem man meine Meinung zur letzten Folge in etwa mit "Silo hui, Vergangenheit pfui" zusammenfassen konnte, kann ich ersteres leider bei "Alles in Ordnung" auch nur mehr bedingt sagen. Ja, die Storyline war definitiv besser, und bot einzelne interessante Entwicklungen und starke Momente. Was letzteres betrifft, hatte es mir insbesondere das Treffen zwischen Juliette und Walker angetan, vor allem deren Worte darüber, was Julie so auszeichnet, nämlich ihre Beharrlichkeit, ihre Sturheit, und nicht zuletzt ihr Instinkt. Das war schon eine wirklich schöne Szene. Demgegenüber tue ich mir mit den Outsiders schwer. Positiv zwar, dass sie im Gegensatz zu scheinbar allen anderen auf die Idee gekommen sind, dass Juliettes Amnesie von den Medikamenten herbeigeführt wird, aber im Hinblick auf Juliettes Schild (warum hat sie dieses eigentlich nicht selbst geschrieben?) und dass sie ja extra zurückgekehrt ist, um zu verhindern, dass die anderen nach draußen gehen, tue ich mir mit ihrer Überzeugung, dass es außerhalb des Silos sicher wäre, sehr schwer. Was Julies Amnesie betrifft, hoffe ich einfach nur, dass sich dieser Handlungsstrang nicht bis zum Ende der Staffel zieht. Auf mich wirkt es nämlich ein bisschen wie eine Verzögerungstaktik, um (Lauf-)Zeit zu schinden – da Juliette einfach im Hinblick auf ihr Wissen über das Silo schon so viel weiter war. Nun darauf warten zu müssen, bis ihr all dies (was wir eben, im Gegensatz zu damals wo sie es zum ersten Mal erfuhr, nun bereits wissen) wieder einfällt, empfinde ich doch als ziemlich frustrierend. Und generell will – so gut Rebecca Ferguson mit ihrer Performance beide Varianten ihrer Figur auch abgrenzt – ich meine alte Julie lieber früher als später wieder zurückhaben. Last but not least: Wie man hier die völlig ausgelutschte Verschwörungstheorie rund um mit Drogen versetztes Grundwasser aufgreift (und im Kontext der Handlung legitimiert) sehe ich auch sehr kritisch. Somit hat mich diesmal leider auch der Handlungsstrang im Silo nur sehr bedingt begeistert.
Fazit:
"Alles in Ordnung", behauptet der Titel der Folge. Nicht nur ist das im Hinblick auf den Inhalt, sondern leider auch die Qualität der Episode an sich in meinen Augen nicht wahr. Zwar sorgt die Flashback-Handlung zugegebenermaßen dafür, dass etwas mehr los ist, da mich die Storyline aber nach wie vor nicht so recht interessiert, und für das, was man dort vermitteln will, zu ausgedehnt erscheint, profitiert "Alles in Ordnung" davon nur sehr bedingt. Die Storyline im Silo ist zwar besser, frustriert mich aber in der Art und Weise, wie man hier in vielerlei Hinsicht einen Schritt zurück zu machen scheint – vermeintlich, um zukünftige Entwicklungen so künstlich hinauszuzögern – ebenfalls. Und nicht zuletzt mit der "neuen" Julie (so gut Rebecca Ferguson das grundsätzlich auch spielen mag) tu ich mir schwer, und hoffe dementsprechend, dass sich das mit ihr nicht bis zum Ende der Staffel ziehen wird. Einzig die Szene zwischen Juliette und Walker war wirklich stark. Den Rest fand ich aber leider – kein Wortspiel beabsichtigt – zum Vergessen.