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House of the Dragon - 3x04: Stolperstadt Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: Tumbleton
Episodennummer: 3x04
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 12. Juli 2026 (HBO)
Erstausstrahlung D: 13. Juli 2026 (Sky/HBO Max)
Drehbuch: David Hancock
Regie: Clare Kilner
Besetzung: Emma D'Arcy als Queen Rhaenyra Targaryen, Olivia Cooke als Queen Alicent Hightower, Matt Smith als Prince Daemon Targaryen, James Norton als Lord Ormund Hightower, Steve Toussaint als Lord Corlys 'The Sea Snake' Velaryon, Fabien Frankel als Ser Criston Cole, Matthew Needham als Lord Larys 'The Clubfoot' Strong, Sonoya Mizuno als Mysaria 'The White Worm', Tom Glynn-Carney als King Aegon II Targaryen, Phoebe Campbell als Lady Rhaena Targaryen, Phia Saban als Queen Helaena Targaryen, Kurt Egyiawan als Grand Maester Orwyle, Freddie Fox als Ser Gwayne Hightower, Gayle Rankin als Alys Rivers, Abubakar Salim als Alyn of Hull, Kieran Bew als Hugh, Tom Bennett als Ulf, Ellora Torchia als Kat, Joplin Sibtain als Ser 'Bold' Jon Roxton, Dan Fogler als Ser Torrhen Manderly, Benjamin Evan Ainsworth als Prince Daeron Targaryen, Tom Cullen als Ser Luthor Largent u.a.

Kurzinhalt: Lord Ormund Hightower hat sich mit seinen Truppen nach Stolperstadt zurückgezogen, wo die Bevölkerung zunehmend unter seiner Belagerung zu leiden beginnt. Rhaenyra steht indes mit ihrem Kriegsrat vor der Herausforderung, ihren Konkurrenten anzugreifen, ohne dass die Bewohner von Stolperstadt, die er quasi als Schutzschild nutzt, zu Schaden kommen – womit auch ein Angriff mit einem der Drachen ausgeschlossen ist. Während sie sich mit ihrem Kriegsrat berät, ziehen König Aegon Targaryen und Larys Strong weiterhin unerkannt durch die Lande. Nachdem es sie dabei zufällig an jenen Ort verschlug, an dem Aegons Drache Sonnfeuer verendete, landen sie schließlich in Krähenruh, wo Aegon mit seinem Verhalten jedoch rasch die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zieht. Alicent erkennt indes, dass ihre Tochter Helaena erneut schwanger ist. Und bei seinem Besuch im Tal von Arryn findet Daemon heraus, dass Schafsdieb von seiner eigenen Tochter Rhaena geritten wurde, und diese somit auch für den Tod von Jacaerys verantwortlich war…


Review: Episodenbild (c) HBO "Stolperstadt" konnte mir leider schon wieder deutlich schlechter gefallen als die beiden Folgen davor (die mir die Hoffnung gaben, dass es mit mir und "House of the Dragon" ja vielleicht doch noch etwas werden könnte). Am besten fand ich die Szene, wo Daemon in der Höhle auf Schafsdieb, und wichtiger noch, seine Tochter Rhaena trifft. Matt Smith spielt den – verständlichen – Schock seiner Figur ausgezeichnet; aber auch die Performance von Phoebe Campbell hatte es mir wieder angetan. Ihre Charaktere setzen indes den Reigen an schlechten Entscheidungen, den nicht nur sie selbst, sondern eigentlich die Welt von Eis und Feuer im Allgemeinen auszeichnet, weiter fort. Zwar bin ich mir zugegebenermaßen nicht sicher, wie Rhaenyra auf die Offenbarung reagiert hätte, dass Rhaena – natürlich unbeabsichtigt – für den Tod von Jacaerys verantwortlich war. Aber damit, diese Gelegenheit, zu ihr zu fliegen und ihr die Wahrheit zu sagen, nicht zu nutzen, scheint die Katastrophe – unter der dann nicht nur Rhaena, sondern auch Daemon leiden wird, der seine Königin und Ehefrau hier mit den Überresten des angeblich wahren Reiters von Schafsdieb täuscht – vorprogrammiert.

Ebenfalls noch ganz nett fand ich alles rund um Rhaenyra. Im Hinblick darauf, dass von ihr frisch eroberte Königreich zusammen- und ihr Volk unter Kontrolle zu halten (Stichwort "Queen of Bastards" – wo ich übrigens den bösen Gedanken hatte "Nun, mittlerweile nicht mehr!"), war es zwar nur mehr ein Schatten der entsprechenden Thematik aus "Rhaenyra triumphiert", wo mich eben dieser Aspekt enorm angesprochen hatte. War aber immerhin noch besser als gar nichts – und vor allem auch besser als der Rest. Denn: Mit der parallelen Storyline rund um Lord Ormund in Stolperstadt konnte ich leider nicht wirklich etwas anfangen. Am Interessantesten ist noch die Szene, wo er seinen Kommandanten für seine schändliche Vorgehensweise schändet; das lässt ihn aus dem Eck des "Bösewichts" ein bisschen herausrücken. Davon abgesehen haben mich die Szenen rund um ihn aber leider nicht wirklich angesprochen. Noch schlimmer erging es dem Handlungsstrang rund um Aegon und Larys, der mich richtiggehend gelangweilt hat. Weder wollte mich Aegons Trauer um seinen Drachen irgendwie berühren, noch rund um ihre Ankunft in Krähenruh Spannung aufkommen. Ja selbst im Hinblick darauf, dass klar ist, dass Rhaenyras Lüge früher oder später auffliegen und sie dies in die Bredouille bringen wird, konnte "Stolperstadt" Spannung beziehen. Immerhin, mit der Offenbarung, dass Helaena schwanger ist, gibt es am Ende dann nochmal einen durchaus interessanten Twist. Denn damit scheint praktisch ausgeschlossen, dass Rhaenyra ihr Versprechen gegenüber Alicent, sie und ihre Tochter gehen zu lassen, halten kann – was sich unweigerlich auf ihre aktuell ja durchaus harmonische Beziehung zueinander auswirken wird.

Fazit: Episodenbild (c) HBO Nach zwei hervorragenden Episoden fällt "House of the Dragon" mit "Stolperstadt" leider auf das bislang in meinen Augen dominierende, bestenfalls durchschnittliche Niveau zurück. Und dies ist in erster Linie einer starken Szene zu verdanken, nämlich Daemons Begegnung mit seiner Tochter Rhaena. Den Rest fand ich eben bestenfalls durchschnittlich (Ormund) und schlimmstenfalls langweilig (Aegon & Larys). Zudem litt "Stolperstadt" darunter, dass man den interessanten Aspekt aus "Rhaenyra triumphiert" im Hinblick darauf, dass es schwerer ist, ein Königreich zu regieren, als es zu erobern, leider wieder ziemlich aus den Augen verloren. Ja selbst daraus, wie die Serie hier gleich in mehreren Handlungssträngen auf eine katastrophale Entwicklung hinauszulaufen scheint (Daemons Lüge an Rhaenyra, Lord Corlys unverkennbare Unzufriedenheit, Ormunds Pläne, Aegons zunehmende Genesung, Helaenas Schwangerschaft), wollte sich in meinen Augen nur sehr rudimentär Spannung entwickeln. Immerhin ist aber nun aufgrund der verkürzten Staffel (in Verbindung damit, dass ja zwei Folgen aus Season zwei in die dritte verschoben werden musste) bereits Halbzeit, was mir zumindest die Hoffnung gibt, dass man die Handlung nicht mehr ganz so streckt, wie das in den ersten beiden Seasons stellenweise der Fall war.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 HBO)








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