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Automan - 1x03: Zweikampf der Giganten Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) 20th Century Fox

Originaltitel: The Great Pretender
Episodennummer: 1x03
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 29. Dezember 1983
Erstausstrahlung D: 29. Dezember 1987
Drehbuch: Sam Egan
Regie: Kim Manners
Besetzung: Desi Arnaz Jr. als Walter Nebicher, Chuck Wagner als Automan, Heather McNair als Roxanne Caldwell, Gerald S. O'Loughlin als Capt. E. G. Boyd, Robert Lansing als Lt. Jack Curtis, Clu Gulager als Rudolph Brock, Michael Callan als Kevin Mayhew, Andrea Howard als Lauren Robinson, Ed Griffith als Seymour Laird, James Andronica als Parsons, Cliff Emmich als Zack, Paul Lambert als Frank Robinson, Fil Formicola als Solt, Todd Martin als Gritch, William Long Jr. als Russo, Ken Sansom als The Minister, K.C. Winkler als The Blonde, Marc Vahanian als Carty, Richard Derr als Robinson, Barry Berman als Tate, Talbot Perry Simons als Taxi Driver u.a.

Kurzinhalt: Dem Gangster Rudolph Brock gelingt es, jenes Papier zu stehlen, welches von der US-Notenbank für den Druck von Dollarnoten verwendet wird. Damit will er Blüten herstellen, die von echtem Geld nicht zu unterscheiden sind. Parallel dazu steht die Hochzeit mit seiner Verlobten Lauren an, die nichts von seinen illegalen Machenschaften weiß. Um an Brock heranzukommen, schlüpft Automan – nachdem ihm von Walter diverse Gangsterfilme gefüttert wurden – in die Rolle des geheimnisvollen Mr. Otto. In dieser Undercover-Identität macht er sich an Brocks Geschäftspartner ran, um einen nach dem anderen auf seine Seite zu ziehen. So zieht er schließlich auch die Aufmerksamkeit von Brock auf sich, dem er das Angebot macht, ihm seine erste große Blütenlieferung abzukaufen. So will man den Gangster auf frischer Tat ertappen…


Review: Episodenbild (c) 20th Century Fox Nachdem man sich in "Der Richter und die Mafia" dem Tanzfilm zugewandt hat – und Automan eine John Travolta-artige Einlage aufs Parkett des Casinos legen ließ – ist nun der klassische Gangsterfilm dran. Nachdem er einige davon konsumiert hat, schlüpft er hier in die Rolle von Mr. Otto, der sich zugleich als Amalgam wie auch Parodie diverser Filmgangster erweist. Möglicherweise, weil ich zu Gangsterfilmen mehr Bezug habe als dem Tanzfilm, hat das Endergebnis für mich auch wieder besser gefallen als die Folge davor. Szenen wie wenn Automan beim Pool (oder Billard; ich kann das nie auseinanderhalten sorry) mit einem (eigentlich unmöglichen) Trickstoß nach dem anderen brilliert, oder auch, wenn er etwas später mit Cursors Hilfe beim Roulette abräumt, warum durchaus amüsant, und trugen viel zum Unterhaltungswert der Episode bei.

Während der Humor für mich recht gut funktionierte, mangelte es aber auch "Zweikampf der Giganten" wieder an Spannung. Egal ob bei der Autobombe, oder wenn ein bezahlter Killer eine Waffe auf Automan und Walter richtet, Automans Natur als Hologramm, dass sich wahlweise verfestigen oder auflösen kann – letzteres selbst dann, wenn er mit Walter verschmolzen ist – machen ihn defacto unkaputtbar. Und bis auf die Tatsache, dass er besser in der Nacht als unter Tags funktioniert, wo der Energieverbrauch größer ist, hat er auch keine nennenswerte Achillesferse. Eben dies schiebt dem potentiellen Aufkommen von Spannung auch hier wieder einen Riegel vor. Etwas, dass hier am Ende aber zumindest mit ein bisschen Action kompensiert wird. Zwar ist diese weder besonders umfangreich noch sonderlich spektakulär, dennoch fand ich die entsprechenden Einlagen nett. Dies gilt sowohl für die Auseinandersetzung am Lagerhaus, als auch Brocks verhinderte Flucht am Ende; insbesondere der Stunt mit dem Hubschrauber war nett gemacht. Und Clu Gulager gibt als Bösewicht der Woche eine gute Figur ab. Wirklich packend, oder gar begeisternd, ist das alles zwar nicht. Dank des netten Humors rund um den wie aus dem Nichts auftauchenden und die Unterwelt von Los Angeles im Sturm erobernden Mr. Otto bot "Zweikampf der Giganten" aber immerhin solide Unterhaltung.

Fazit: Episodenbild (c) 20th Century Fox Nach dem Tanzfilm in "Der Richter und die Mafia" wendet man sich hier nun dem Gangster-Genre zu. Chuck Wagners Mr. Otto erweist sich dabei zugleich als Hommage und Persiflage, und insgesamt hat die Folge für mich dann am besten funktioniert, wenn sie auf Humor setzte, wobei ich insbesondere die Szene im Casino als kleines Highlight empfand. Aber auch die kleine Dosis Action am Ende wertete die Episode für mich auf. An Spannung ließ man es aber leider auch hier wieder vermissen, was nicht zuletzt an Automans Unverwundbarkeit liegt (und wie relativ einfach es ihm noch dazu gelingt, auch Walter vor Gefahr zu beschützen). Insgesamt fällt auch "Der Richter und die Mafia" für mich wieder in die Kategorie "kann, muss man aber nicht gesehen haben".

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 20th Century Fox)







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