HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow Reviews arrow DVD arrow Star Trek: Strange New Worlds - 4x07: Wie Chronitonen durch das Stundenglas
Star Trek: Strange New Worlds - 4x07: Wie Chronitonen durch das Stundenglas Drucken E-Mail
< Vorherige Episode | Nächste Episode >

Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Like Chronitons Through the Hourglass
Episodennummer: 4x07
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 03. September 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Dana Horgan & Bill Wolkoff
Regie: Anna Dokoza
Stammbesetzung: Anson Mount als Captain Christopher Pike, Ethan Peck als Lieutenant Spock, Jess Bush als Nurse Christine Chapel, Christina Chong als Lieutenant La'an Noonien-Singh, Celia Rose Gooding als Ensign Nyota Uhura, Melissa Navia als Lt. Erica Ortegas, Babs Olusanmokun als Dr. Joseph M'Benga, Martin Quinn als Lieutenant Montgomery Scott, Rebecca Romijn als Commander Una Chin-Riley.
Gaststars: Deidre Hall als Eleanor Chivers, Rhys Darby als Trelane, Diane L. Johnstone als Proctor, Alex Kapp als USS Enterprise Computer, Anna Mirodin als Juliet u.a.

Kurzinhalt: Nachdem er am Kopf verletzt wurde erwacht Captain Pike in der Krankenstation – und wundert sich darüber, dass alles so hell ist, und Dr. M'Benga sowie Schwester Chapel auf überdramatisierte Art mit ihm und zueinander sprechen. Des Rätsels Lösung liegt bei Trelane, der seit seinem ersten Kontakt mit der Besatzung der Enterprise – und damit auch der Menschheit – eine Faszination für die im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert überaus populären Seifenopern entwickelt hat. Und so versetzt er die Crew des Schiffes in eine entsprechende verzerrte Realität. Dies führt dazu, dass man, um Spocks Leben zu retten, eine Herztransplantation von seinem Halbbruder Sybok durchführen will. Oder auch, dass sich Uhura als Tochter von Pike herausstellt. Als Captain Pike partout nicht mitspielen will, erscheint ihm Trelane, und macht ihm klar, dass der einzige Weg aus der Simulation darin liegt, die Story bis zum Ende durchzuspielen…

Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Paramount+ "Wie Chronitonen durch das Stundenglas" setzt den Reigen an "Strange New Worlds"-Episoden, die in erster Linie nicht "Star Trek"-Unterhaltung bieten, sondern sich an irgendetwas anderem orientieren, ungehindert fort. Diesmal geht es also um Seifenopern. Als "Ausrede" dafür dient ein neuerlicher Auftritt von Trelane. Ich bleibe dabei, dass ich dessen Erscheinen vor seiner Begegnung mit der Enterprise in "Tödliche Spiele auf Gothos" kritisch sehe. Zumal ich auch mit … Interpretation der Figur nicht wirklich viel anfangen kann. Letztendlich sind das aber noch die kleinsten Probleme der Episode. Nun gebe ich zu: Die Tatsache, dass man hier – im Vergleich zu den Episoden davor – weniger Hommage als vielmehr Parodie liefert, hat einen gewissen Reiz. "Wie Chronitonen durch das Stundenglas" gelingt es sehr gut, die typische Optik, das Feeling, die völlig überzogene Theatralik und vor allem auch die Absurdität von "daily soaps" perfekt einzufangen, noch einmal zu überhöhen, und so durch den Kakao zu ziehen. Und so habe ich mich zu Beginn durchaus mit ihr amüsiert – für etwa zwei Minuten.

Danach wurde es aber leider zunehmend mühsam. Zumal sich mir bis zur letzten Szene (dazu gleich noch) auch der Sinn der Übung nicht erschließen wollte. Gerade auch alles rund um Pike und Uhura war einfach nur seltsam, und hat für mich überhaupt nicht funktioniert. Gleiches gilt auch für den Gastauftritt von Deidre Hall. In den USA ist sie, als jahrzehntelange Darstellerin in einer der populärsten und langlebigsten täglichen Seifenopern überhaupt, "Days of Our Lives", eine Legende. Hierzulande sagt sie aber, so behaupte ich einfach mal, niemandem was. Und generell hat das Setting, und diese Parodie auf Seifenopern, seinen Reiz für mich allzu rasch verloren. Einzige Ausnahme waren die gemeinsamen Szenen von La'an und Sybok. Auch hier darf man zwar im Hinblick darauf, dass dieser doch eigentlich Spocks geheimer Halbbruder sein soll, nicht kritisch hinterfragen (wobei man zumindest eine – wenn auch hanebüchene – Erklärung dafür liefert, warum er hier so aussieht wie Spock). Aber ich fand Ethan Peck als Sybok sogar nochmal besser als Spock, und die on screen-chemistry zwischen ihm und Christina Chong ist im Allgemeinen ja schon, hier aber nochmal ganz besonders, nicht zu leugnen. Insofern erwachte "Wie Chronitonen durch das Stundenglas" in ihren gemeinsamen Momenten zwischenzeitlich zumindest kurz mal wieder zum Leben. Davon abgesehen fand ich die Episode aber leider einfach nur mühsam – und tat mir vor allem auch Anson Mount wegen dem, was er hier spielen musste, ungemein leid. Beides bis zur letzten Szene, wo Christopher Pike Counselor Chivers über den Verlust von Marie und ihrer gemeinsamen Tochter Juliet ist. Da letztere ja nie wirklich existierte, sondern nur Teil jenes Lebens war, das Marie ihm zum Trost als Illusion (und zum Abschied) geschenkt hat, fühlte es sich für ihn nie richtig an, um sie zu trauern. Hier nun holt er dies nach, und die Szene war nicht nur von Mount fantastisch gespielt, sondern auch wirklich bewegend – und hätte sich vor allem auch ein deutlich besseres und effektiveres Drumherum verdient.

Fazit: Episodenbild (c) Paramount+ Ich schließe nicht aus, dass die Episode für jene, die im Gegensatz zu mir tatsächlich ein Faible für jene Art von Daily Soaps haben, die hier udrch den Kakao gezogen werden, besser funktioniert. Meins war "Wie CHronitonen durch das Stundenglas" aber leider größtenteils nicht. Zugegeben, zu Beginn fand ich es von der Umsetzung her ja noch recht witzig – für ungefähr zwei Minuten. Danach fand ich es aber zunehmend mühsam, und spätestens wenn Uhura als Pikes Tochter offenbart wird, auch viel zu absurd. Das hat für mich einfach überhaupt nicht funktioniert. Die einzige Lichtblicke in diesem für mich enervierenden Mittelteil waren Ethan Peck und Christina Chong als "Sybok" und La'An. Und so war ich drauf und dran, "Wie Chronitonen durch das Stundenglas" mit einem Punkt abzustrafen – bis dann plötzlich, wie aus dem nichts, eine der stärksten Szenen der Staffel bislang kam, in der Christopher Pike offen den Verlust von Marie und ihrer (fiktiven) gemeinsamen Tochter Juliet betrauert. Das war wirklich fantastisch. Ich wünschte nur, man hätte einen anderen, deutlich weniger mühseligen Weg gewählt, um diesen Schlusspunkt zu erreichen.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)







Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer
Im Moment keine TV-Einträge vorhanden