Originaltitel: Seven Episodennummer: 1x04 Bewertung: Erstausstrahlung USA: 08. Februar 2026 (HBO) Erstausstrahlung D: 09. Februar 2026 (Sky/HBO Max) Drehbuch: Aziza Barnes, Annie Julia Wyman & Ira Parker Regie: Sarah Adina Smith Besetzung:
Peter Claffey alsSer Duncan 'Dunk' the Tall,
Dexter Sol Ansell alsEgg,
Bertie Carvel alsPrince Baelor Targaryen,
Daniel Ings alsSer Lyonel Baratheon,
Sam Spruell alsPrince Maekar Targaryen,
Shaun Thomas alsSer Raymun Fossoway,
Youssef Kerkour alsSteely Pate,
Danny Webb alsSer Arlan of Pennytree,
Finn Bennett alsPrince Aerion Targaryen,
Henry Ashton alsPrince Daeron Targaryen,
Edward Ashley alsSer Steffon Fossoway,
Paul Hunter alsLord Ashford,
Steve Wall alsLeo 'Longthorn' Tyrell,
William Houston alsSer Robyn Rhysling,
Ross Anderson alsSer Humfrey Hardyng,
Danny Collins alsHumfrey Beesbury,
Wade Briggs alsSer Roland Crakehall,
Bill Ward alsSer Donnel of Duskendale,
Cara Harris alsLady Gwin,
Russell Simpson alsLord Medgar Tully,
Rowan Robinson alsRed,
Daniel Monks alsSer Manfred Dondarrion u.a.
Kurzinhalt:
Nachdem er Prinz Aerion Targaryen angegriffen hat, um Tanselle zu verteidigen, wird Dunk in eine Zelle gesteckt. Kurz darauf holt ihn Baelor zu sich, der ihm rät, auf ein Urteil durch Kampf zu bestehen. Doch als er sich auf eben dieses Recht beruft, besteht Aerion stattdessen auf ein Urteil der Sieben. Dabei handelt es sich um eine abgewandelte Form des Urteils durch Kampf, bei dem sich statt der beiden Kontrahenten auf jeder Seite vielmehr sieben Ritter gegenüberstehen. Aerion vertraut darauf, dass es Dunk nicht gelingen wird, sechs Mitstreiter zu finden, die an seiner Seite kämpfen. Zumal ihm dafür nur wenige Stunden bleiben, da die Verhandlung im Morgengrauen des nächsten Tages stattfinden soll. Als sich herausstellt, dass Ser Steffon – der nicht nur angeboten hat, an Dunks Seite zu kämpfen, sondern auch noch fünf andere Ritter zu finden, die sich ihnen anschließen – die Seiten gewechselt hat, scheint alles verloren…
Review:
"Sieben" beginnt mit einer Aussprache zwischen Dunk und Egg. Ersterer ist – verständlicherweise – sehr verletzt darüber, dass ihm sein Knappe bisher seine wahre Identität vorenthalten hat. Als er dann jedoch vor Baelor vorspricht, ist sein Zorn abgekühlt, und nimmt er Aegon vielmehr in Schutz. Diese Szenen, welche ihre Bindung zueinander wieder vertieften (was sich dann auch am Ende zeigt, als sich herausstellt, dass vielmehr Egg die anderen Ritter "rekrutiert" hat), haben mir sehr gut gefallen. Interessant war darüber hinaus alles rund um das Urteil der Sieben. Aerion erweist sich auch hier wieder als echtes – und ehrenloses – Scheusal, als er auf diese Weise versucht, sich einem direkten Kampf gegen den hünenhaften Dunk zu entziehen; vertraut er doch darauf, dass es diesem nicht gelingen wird, sechs Mitstreiter zu finden. Und in diesem Fall wäre die Verhandlung für Dunk automatisch verloren.
Die nachfolgenden Szenen haben sich dann in meinen Augen leider doch wieder etwas gezogen. Die Vorbereitung auf den Kampf am nächsten Tagen hätten in den frühen "Game of Thrones"-Staffeln maximal ein paar Minuten eingenommen, werden hier aber auf eine knappe Viertelstunde ausgedehnt. Das heißt nicht, dass sich darunter nicht ein paar gelungene Momente einschleichen. So ist der Austausch zwischen Dunk und Sir Steffons Knappen – und Cousin – Raymun im Hinblick auf Steffons Verrat und Raymuns nachfolgendem Ritterschlag zweifellos wichtig, denn gerade auch nach seinem Worten, dass er Angst vor so einem Kampf hätte, wiegt seine Bereitschaft, an Dunks Seite zu kämpfen, umso schwerer. Aber auch, wie er das von Tanselle vor ihrer Abreise noch fertiggestellte – und wirklich sehr schön gewordene – Schild in die Hand nimmt, verfehlt die gewünschte Wirkung nicht. Trotzdem nahm man sich für meinen Geschmack für diesen Teil der Geschichte zu viel Zeit. Erst in den letzten Minuten dreht "Sieben" dann nochmal auf. Sir Steffon wechselt – nachdem ihm ein Ehrentitel angeboten wurde – die Seiten, und obwohl sich immerhin vier weitere Ritter Sir Duncan angeschlossen haben, fehlen ihm noch zwei Mitstreiter. Einer wird dann eben in Raymun gefunden; dennoch scheint es, als wäre Dunks Urteil der Sieben verloren, bevor es überhaupt begonnen hat. Die Szene, wo er seine flammende Rede hält und um Unterstützung ersucht, woraufhin eine Person aufsteht und furzt, ließ mich (auch wenn ich die Absicht dahinter verstehe, und es natürlich zum Grundansatz von "Game of Thrones" gehört, die Erwartungshaltung bzw. auch üblichen Genre-Klischees zu unterlaufen) zwar wieder mit den Augenrollen. Dafür verfehlte jener Moment, wo sich überraschend Baelor ihm anschließt, die gewünschte Wirkung nicht. Ich wünschte nur, man hätte uns die Vorbereitungen und den eigentlichen Kampf in einer Folge präsentiert. Weil so ist "Sieben" letztendlich eben nichts weiter als ein (wenn auch überwiegend unterhaltsames) Vorspiel.
Fazit:
Die Eskalation der Ereignisse nach Dunks Angriff auf Aerion (auch wenn dieser mit seiner Misshandlung von Tanselle darum gebettelt hat) war schon ganz interessant mitzuverfolgen. Am besten gefiel mir dabei alles rund um Dunks Vorbereitungen auf das Urteil der Sieben, und wie er verzweifelt versuchen muss, sechs Mitstreiter zu finden, die bereit sind, an seiner Seite gegen Aerion und seine Königsgarde in den Kampf zu ziehen. Und trotzdem: Auch hier konnte ich mich des Eindrucks wieder einmal nicht erwehren, dass es ein Drittel bis die Hälfte der Laufzeit auch getan hätte. Vor allem aber hätte das für mich als Vorbereitung auf die Schlacht, die hier dann auch tatsächlich (im letzten Drittel einer knapp einstündigen Episode) folgt, besser gefunden; denn so fehlt (vorerst) der Höhepunkt, auf den das alles zusteuert. Was mich wieder dazu zurückbringt, dass die gewählte Struktur der Serie für mich eher nur semi-gut funktioniert, und "A Knight of the Seven Kingdoms" in meinen Augen einiges an dramaturgischen Potential liegen lässt.