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Star Trek: Strange New Worlds - 4x04: Stufe-5 Transporterunfall Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Level Five Transporter Accident
Episodennummer: 4x05
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 20. August 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Henry Alonso Myers & Dana Horgan
Regie: Jordan Canning
Stammbesetzung: Anson Mount als Captain Christopher Pike, Ethan Peck als Lieutenant Spock, Jess Bush als Nurse Christine Chapel, Christina Chong als Lieutenant La'an Noonien-Singh, Celia Rose Gooding als Ensign Nyota Uhura, Melissa Navia als Lt. Erica Ortegas, Babs Olusanmokun als Dr. Joseph M'Benga, Martin Quinn als Lieutenant Montgomery Scott, Rebecca Romijn als Commander Una Chin-Riley.
Gaststars: Rachael Harris als Ch'Rol, Joe Lo Truglio als Ejachi, Adrian Holmes als Robert April, Gia Sandhu als T'Pring, Carol Kane als Pelia u.a.

Kurzinhalt: Scotty möchte die Transporterreichweite der Enterprise um zweitausend Kilometer erhöhen, und so den Rekord seiner alten Nemesis von der Sternenflottenakademie Declan Milder brechen. Dieser ist Chefingenieur der U.S.S Witmere, die sich knapp dreißigtausend Kilometer entfernt befindet – und Scotty möchte eine alte Puppe, Little Ricky, direkt in sein Quartier beamen. Doch Scottys Anpassungen führen zu einer Fehlfunktion, welche die gesamte Besatzung der Enterprise in Puppen verwandelt. Einzig Spock, der das Experiment von einem Shuttle aus überwacht hat, bleibt verschont. Nachdem er zurückgekehrt ist, versucht er zusammen mit der Crew, einen Weg zu finden, um den Prozess umzukehren. Die Tatsache, dass niemand außer Spock die Konsolen bedienen kann, erschwert die Suche nach einer Lösung jedoch erheblich. Als dann auch noch orionische Piraten, angeführt von Captain Ch'Rol, die Enterprise kapern, ist das Chaos endgültig perfekt…

Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Paramount+ Die "Muppet"-Folge (der Name ist ja lizenzrechtlich geschützt, und kann daher in der Episode selbst nicht verwendet werden) hat im Vorfeld bereits für einige Aufregung gesorgt. Manche fanden die Idee witzig und originell, und freuten sich schon drauf. Andere hingegen stellten die Frage, was das denn eigentlich noch mit "Star Trek" zu tun hat. Ich selbst fand mich da, wie so oft, ein bisschen zwischen den Stühlen, wobei ich zugebe, dass das Übermaß an Gimmick-Folgen in dieser vierten Staffel das Pendel zuletzt eher in Richtung der kritischen Stimmen ausschlagen ließ. Insofern war ich insofern positiv überrascht, als "Stufe-5 Transporterunfall" für mich die längste Zeit eigentlich ziemlich gut (und definitiv wieder besser als die Folgen davor) funktioniert hat. Dabei half sicherlich, dass zumindest für mich die Erklärung für die Verwandlung in Puppen ausreichend war, um mich auf die absurde Idee einzulassen, und dem daraus resultierenden Humor zu erfreuen. Hinzu kommt, dass die Puppen wunderbar gestaltet, und auch sehr gut "gespielt" wurden.

Für mich die größte Stärke der Episode war allerdings das Wechselspiel zwischen der Puppen-Besatzung (inklusive Gast T'Pring) und dem weiterhin humanoiden Spock. Ethan Peck ist als "straight man" für solch absurd-überhöhte Comedy einfach nur perfekt, und spielte das absolut großartig. Seine Reaktionen, und insbesondere seine Interaktionen mit den Puppen trug enorm viel sowohl zum allgemeinen funktionieren, als auch dem Humor der Folge bei. Und nicht zuletzt gefiel mir auch, wie man hier im Hinblick auf die Absurdität wirklich All-In gegangen und so ziemlich alles, was an Potential darinsteckte, aus der Idee herausholte. Einzelne köstliche Momente, wie die "Der Zorn des Khan"-Referenz oder der über die Brücke fliegende Pike, sowie die nette Abschlussszene zwischen Spock und T'Pring auf der einen, und der den Weltraum ohne Schutzanzug genießenden Crew auf der anderen Seite, rundeten den überwiegend positiven Gesamteindruck ab. Demgegenüber standen jene Dinge, die mir weniger gut gefallen bzw. mich nicht ganz so überzeugt haben. So hätte ich es besser gefunden, wenn es die Puppen-Crew irgendwie geschafft hätte, das Schiff selbst zu steuern (ja, ich weiß, was wäre nicht logisch gewesen – aber kommt mir doch bitte bei so einer Folge nicht mit Logik; auf das wär's nun echt auch nicht mehr angekommen). Zumal alles rund um den von einer Station zur anderen huschenden Spock von der Puppen-Comic nur (und unnötig) ablenkte. Aber auch das Bedrohungsszenario rund um die orionischen Piraten hätte ich nicht gebracht. Mir hätte es völlig gereicht, sich damit zu befassen, wie die Besatzung mit dieser Situation umgeht, während man parallel nach einem Weg sucht, den Prozess umzukehren.

Episodenbild (c) Paramount+ Trotz dieser Mankos war "Stufe-5 Transporterunfall" auf überdurchschnittlichem Kurs – und dann man das Ende. Sorry, aber "Alles nur geträumt" ist so ziemlich die billigste, dümmste und ausgelutschteste "Ausrede" aller Zeiten. Wenn ihr eine Puppen-Folge machen wollt, dann steht auch dazu, und spart euch so einen Rückzieher. Zumal die Episode damit rückblickend völlig wertlos ist, weil sich eh nicht wirklich etwas davon zugetragen hat. Was ich neben der allgemeinen Erfahrung für die Crew vor allem auch im Hinblick auf die Versöhnung zwischen Spock und T'Pring schade finde – weil die waren nach den Ereignissen hier auf bestem Kurs in Richtung "Pon Farr". Wenn sich Spock das aber alles nur eingebildet hat, ist eben dies hinfällig. Aber ganz allgemein habe ich solche Wendungen mittlerweile einfach nur mehr satt. Zwar konnte selbst mein Ärger darüber mein Amüsement mit den vierzig Minuten zuvor nicht gänzlich auslöschen. Denn hinterließ "Stufe 5 Transporterunfall" damit einen unnötig bitteren Nachgeschmack.

Fazit: Ich bin durchaus jemand, der es aushält, wenn "Star Trek" mal einfach nur Spaß machen will, ins absurd-komische abgleitet, und sich dabei vielleicht auch ein bisschen über sich selbst lustig macht. Nicht umsonst ist und bleibt "Lower Decks" mein Favorit unter den "New Trek"-Serien. Und auch mit "Stufe 5 Transporterunfall" hatte ich ja grundsätzlich durchaus meinen Spaß. Die Puppen waren wirklich super umgesetzt, die Erklärung war für mich ausreichend, um mich auf das absurde Konzept einlassen zu können, und auch wenn ich jetzt nicht durchgehend gelegen bin vor lachen, gab es durchaus einige lustige Momente, die mich erheiterten. Und nicht zuletzt Ethan Peck als großartiger "straigt man" trug viel zum Humor der Folge bei. Darauf, dass die Crew die Computer nicht selbst bedienen kann, hätte ich aber ebenso verzichten können, wie die Bedrohung durch die orionischen Piraten. Auch hat längst nicht jeder Gag bei mir gezündet. In erster Linie ist es aber dem völlig bescheuerten und mich extrem enttäuschenden bis richtiggehend ärgernden "Alles nur geträumt"-Twist am Ende zu "verdanken", dass "Stufe 5 Transporterunfall" trotz der pfiffigen Grundidee und deren überwiegend gelungenen Umsetzung erst recht nicht über den Durchschnitt hinauskommt.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)







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