Originaltitel: God's Equation Episodennummer: 1x07 Bewertung: Erstausstrahlung US: 10. Dezember 2002 Erstausstrahlung D: 18. Dezember 2003 Drehbuch: Leslie Bohem Regie: Jeremy Kagan Besetzung:
Emily Bergl als Lisa Clarke,
Heather Donahue als Mary Crawford,
Dakota Fanning als Allie Keys,
Matt Frewer als Dr. Chet Wakeman,
Adam Kaufman als Charlie Keys,
Andy Powers als Eric Crawford,
Brian Markinson als Ray Morrison,
Janet Wright als Patty,
Ralph Alderman als Mike,
Nathaniel DeVeaux als Dale Watson,
Gabrielle Rose als Dr. Harriet Penzler,
Camille Sullivan als Nina Toth u.a.
Kurzinhalt:
Allie, die auf dem UFO gezeugte Tochter von Charlie und Lisa, ist mittlerweile neun Jahre alt. Durch einen Zufall lernen sich Charlie – der an einer Dokumentation über die Opfer außerirdischer Entführungen arbeitet, und den es dabei eines Tages in ihre Selbsthilfegruppe verschlägt – und Lisa kennen. Mit Hilfe von Hypnose erkennen sie schließlich auch, was sie gemeinsam auf dem Schiff der Aliens erlebt haben, und dass es sich bei Charlie um Allies Vater handelt. Auch das geheime US-Militärprogramm zur Erforschung Außerirdischer hat dies mittlerweile herausgefunden, und Allie als das Ziel des mehrere Generationen umfassenden Zeugungsprogramms der Aliens identifiziert. Dementsprechend groß ist ihr Interesse daran, sie in die Finger zu bekommen. Nachdem ein erster Versuch, sie beim Fußballtraining zu schnappen, aufgrund ihrer übernatürlichen Fähigkeiten scheitert, bietet sich kurz darauf eine zweite Gelegenheit, als der psychisch kranke Ray Morrison den Rest der Selbsthilfegruppe als Geisel nimmt…
Review:
Mit "Gottes Gleichung" erreicht die Serie nun also die damalige Gegenwart. Nachdem wir uns bislang immer nur eine einzige Folge in einem Zeitabschnitt verbracht haben, kommen mir die gleich vier Episoden die nun hintereinander spielen – und die generationenübergreifende Geschichte abschließen sollen – fast ein bisschen übertrieben vor. "Gottes Gleichung" überzeugte mich jetzt auch nicht unbedingt davon, damit falsch zu liegen. Denn insbesondere die zweite Hälfte, wo "nur" die Geschichte der Geiselnahme in der Selbsthilfegruppe für außerirdische Entführungsopfer, die auch von Lisa besucht wird, zieht sich dann doch ein bisschen. In der gleichen (Lauf-)Zeit hätte man bei den früheren Episoden statt von einem einzigen Ereignisse von mindestens dreien erzählt. Unklar war mir darüber hinaus, warum Allie am Ende mit Mary mitgeht – und damit ihr Wort hält – obwohl letztere nicht die Absicht hatte, sich an ihre Abmachung zu halten. Oder konnte Allie nur die anderen teleportieren (oder in der Zeit verschieben?), aber nicht sich selbst?!
Trotz dieser Mankos hat mir "Gottes Gleichung" insgesamt aber schon ganz gut gefallen. Auf der einen Seite liegt das daran, dass sich Charlie und Lisa hier zum ersten Mal "richtig" begegnen – etwas, auf dass man schon gewartet hat – und auch von ihrer Verbindung zueinander erfahren. Das, und die daraus resultierenden Momente, waren schon ganz nett. Darüber hinaus profitiert die Episode auch von der starken Leistung von Dakota Fanning als Allie; ich meine das wirklich nicht böse, sie ist immer noch eine wunderbare Schauspielerin, aber dass sich ihr Talent bereits in so jungen Jahren derart stark manifestierte, machte sie in ihrem Alter damals zu einem Ausnahmetalent. Als junges Mädchen, dass deutlich weiser und älter wirkt als es ihr Alter vermuten lässt, war sie jedenfalls perfekt gecastet. Nicht minder angetan war ich jedoch von Heather Donahue – weshalb es mir auch überhaupt nicht einleuchtet, dass deren Karriere Mitte der 0er-Jahre ins Stocken geriet, und sie sich daraufhin aus dem Schauspielgeschäft zurückzog. Sie fängt den diabolischen Charakter ihrer Figur phantastisch ein, gerade auch mit dem immer wieder eingestreuten, subtil-bösartigen Lächeln. Eine tolle Performance! Nicht ganz so angetan war ich vom mir in erster Linie aus "Continuum" bekannten Brian Markinson als Ray Morrison, immerhin war er aber noch ok. Neben den schauspielerischen Leistungen waren es aber in erster Linie einzelne, hervorstechende Momente, die es mir bei "Gottes Gleichung" angetan hatten. Eben das Treffen von Charlie und Lisa, Allies Flucht vor dem Militär (insbesondere natürlich, wenn sie die Autos aufhält, in dem sie die Zeit anhält), sowie das dramatische Ende, wo Allie das wahre Ausmaß ihrer Kräfte offenbart. Insgesamt fand ich die Folge davor aber doch eine Spur besser.
Fazit:
"Gottes Gleichung" bot schon einige sehr interessante, gelungene Entwicklungen und/oder starke Momente. Allerdings nahm für meinen Geschmack alles rund um die – wenig packende – Geiselnahme der Selbsthilfegruppe durch Ray doch etwas zu viel (Lauf-)Zeit ein. Hier schien man die Story unnötig zu strecken, um die Episode voll zu bekommen, weil man halt dann an genau dem hier präsentierten Schlusspunkt abblenden wollte. Neben einzelnen hervorstechenden Szenen waren es in erster Linie die schauspielerischen Leistungen, die es mir angetan hatten, wobei neben Dakota Fanning für mich vor allem noch Heather Donahue mit einer wunderbar diabolischen Performance hervorstach. Das dramatische Ende macht dann durchaus Lust auf die Fortsetzung – warf für mich aber zugleich die Frage auf, womit man nun noch drei weitere Episoden füllen will.