Originaltitel: Skydiver Episodennummer: 1x06 Bewertung: Erstausstrahlung US: 24. Februar 1984 Erstausstrahlung D: 16. Juni 1996 Drehbuch: Rick Kelbaugh Regie: Guy Magar Besetzung:
James Farentino als Frank Chaney,
Dana Carvey als Clinton 'JAFO' Wonderlove,
Sandy McPeak als Captain Braddock,
Dick Butkus als Richard 'Ski' Butowski,
Bubba Smith als Lyman 'Bubba' Kelsey,
Richard Yniguez als Hector Dorado,
Tracy Scoggins als Gretchen Terrell,
Jeannie Linero als Madame Eva Parada,
Ann Cooper als J.J. Douglas,
Luisa Leschin als Tanya,
Joe Taggart als Announcer,
Cheryl Carter als African Woman,
Russell Anderson als Very Old Man,
William Marquez als Ambassador Marquez,
Jerry Anderson als Waiter u.a.
Kurzinhalt:
Frank Chaney, Richard Butowski und Lyman Kelsey nehmen mit Blue Thunder an einer Flugshow teil. Nach einigen Präzisionsflügen kommt es dann zu einer ungeplanten Programmeinlage, als sich jemand aus einem Flugzeug stürzt, und erst kurz vor dem Aufprall den Fallschirm öffnet. Beeindruckt von dem hochriskanten Manöver, gehen Frank, Ski und Bubba auf den waghalsigen Springer zu, um zu gratulieren – und staunen nicht schlecht, als sich unter dem Helm eine Frau offenbart. Gretchen Terrell lädt sich sogleich zu einem Fallschirmsprung ein. Im Ausgleich dazu nimmt Chaney sie auf eine Runde mit Blue Thunder mit. Keiner von ihnen ahnt, dass es sich bei Gretchen um die Ehefrau des samoranischen Revolutionärs Hector Dorado handelt, der einen Putsch plant – und Präsidentin Eva Parada, die gerade die USA besucht, ermorden will…
Review:
"Die Rebellen" kann wieder mit einem prominenten Gaststar aufwarten, nämlich Tracy Scoggins – die mir natürlich in erster Linie als Captain Elizabeth Lochley aus "Babylon 5" (und dessen Ableger "Crusade") bekannt ist. Die Episode macht dabei deutlich, wie viel ein bekanntes Gesicht und/oder eine starke Gast-Performance ausmachen kann. Weil für sich genommen wäre "Die Rebellen" jetzt nicht unbedingt etwas Besonderes. Scoggins Anwesenheit und Leistung steigert den Unterhaltungswert der Folge jedoch enorm. Neben ihr sticht aber auch der eine oder andere coole Luft-Stunt hervor. Angefangen bei Gretchens anfänglichem Sprung, über die Aufnahmen von Bubba und Sky im offenen Flugzeug, bis hin zu ihrem Tandem-Sprung. An dieses Highlight konnte der abschließende Luftkampf zwischen Blue Thunder und dem Kampfflieger, der wenig spektakulär inszeniert ist (zumal man solche Einlagen mittlerweile bei der Serie doch schon ziemlich oft präsentiert bekam) dann nicht mehr wirklich anknüpfen.
Womit die Brücke zu den weniger gelungenen Aspekten geschlagen wäre. So ist die Story doch ziemlich 08/15 – und lässt es darüber hinaus leider auch gänzlich an Spannung vermissen. Eher aufgesetzt wirkt es auch, dass die Rebellen am Ende die Präsidentin so loswerden wollen, in dem sie mit einem Flugzeug eine Bombe auf sie abwerfen. Man sollte meinen, da hätte es einfachere Möglichkeiten gegeben, um dieses Ziel zu erreichen. Aber, natürlich: Es sollte auch hier wieder einen abschließenden Luftkampf mit Blue Thunder geben, weshalb Hector und Gretchen auf diese unnötig komplizierte Anschlagsvariante zurückgreifen mussten. Und dabei war der Showdown noch nicht einmal sonderlich packend und/oder spektakulär; auch weil ihnen (wohl auch budget-bedingt) nichts besseres einfällt, als beide neben – oder hintereinander herfliegen zu lassen. Ich erwarte ja keine "Top Gun"-würdigen Luftkämpfe, aber ein bisschen mehr Dynamik und Abwechslung wären schon nett. Trotz dieser Mankos kann "Die Rebellen" insgesamt aber durchaus solide unterhalten. Neben den bereits lobend erwähnten Aspekten – Tracy Scoggins, sowie die coolen Stunts – lag dies nicht zuletzt wieder am wunderbaren Zusammenspiel zwischen Bubba und Ski. Egal ob im Wettstreit um die Gunst von Gretchen, das Geplänkel an Bord des Flugzeugs, in dem sie von ihr – mit nur einem Ersatzschirm – zurückgelassen wurden, oder dann die Diskussion am Ende, wer von ihnen denn nun die Wette gewonnen hat: Es macht Spaß, Bubba Smith und Dick Butkus dabei zuzuschauen, wie sie sich die (Foot)bälle gegenseitig zuspielen. Das tröstet auch zumindest halbwegs über die wenig einfallsreiche (um nicht zu sagen ausgelutschte) Handlung hinweg.
Fazit:
"Die Rebellen" punktet vor allen mit drei Dingen: Dem wieder herrlichen Zusammenspiel zwischen Bubby Smith und Dick Butkus, welches für viele amüsante Momente sorgt. Den coolen Luft-Stunts, wobei neben der Kameraeinstellung, die ins offene Flugzeug filmt, vor allem auch der Tandemsprung von Bubba und Ski am Ende hervorsticht. Sowie der Gastauftritt der charismatischen Tracy Scoggins, mit dem "Die Rebellen" im Vergleich zu einigen "Das fliegende Auge"-Episoden vor ihr endlich wieder einen Bösewicht zu bieten hat, der Eindruck hinterlässt. Davon abgesehen wird hier aber das mittlerweile wohlbekannte Muster abgespult, welches sich zudem leider doch langsam abzunutzen beginnt. Neben der mangelnden Spannung und der einfallslosen Story macht sich dabei vor allem der unnötig komplizierte Attentatsversuch mit der Bombe aus dem Kampfflieger – damit es einen Showdown mit Blue Thunder geben kann – negativ bemerkbar. Davon abgesehen hat mich "Die Rebellen" aber gut unterhalten.