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Star City - 1x04: Dunkler Wald Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel: Dark Forest
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 12. Juni 2026 (Apple TV+)
Drehbuch: Liba Vaynberg
Regie: Stefan Schwartz
Besetzung: Rhys Ifans als The Chief Designer, Anna Maxwell Martin als Lyudmilla Raskova, Agnes O'Casey als Irina Morozova, Alice Englert als Anastasia Belikova, Solly McLeod als Sasha Polivanov, Adam Nagaitis als Valya Markelov, Ruby Ashbourne Serkis als Tanya Markelova, Josef Davies als Sergei Nikulov, Priya Kansara als Lakshmi Chadha, David Dencik als Maxim Tarasov, Eliot Salt als Vika Yegorova, Sam Strike als Pavel Fetisov, Shubham Saraf als Manu Chadha, Felix Scott als Radimir Petrovsky, Will Keen als Konstantin Filonov, Hannah Steele als Ekaterina, Sarunas Datenis als Arkady, Robin Berry als Rem Balabanov, Gyuri Sarossy als Director of Operations, Christopher Sherwood als Controller u.a.

Kurzinhalt: Der Tod des Kosmonauten Arseni Vetrov, ausgelöst durch den Neustart der Landefähre, der aufgrund des gefundenen amerikanischen Transmitters notwendig war, schlägt in Star City hohe Wellen. Der Grand Designer macht der für das Raumfahrtprogramm zuständigen KGB-Leiterin Lyudmilla Raskova Vorwürfe, und meint, dass er nicht gedenkt, sich ihren Misserfolg anlasten zu lassen. Auch seitens ihrer Chefs, die auf rasche Ergebnisse drängen, steigt der Druck auf Lyudmilla. Diese beginnt daraufhin, allen, die am Projekt Luna 17 gearbeitet haben, einem Verhör zu unterziehen. Parallel dazu wird Irina Morozova damit beauftragt, die Quelle des Transmitters zu erforschen. Eine Entdeckung im Bad von Tanya Mironova bringt sie dann jedoch in einen moralischen Zwiespalt. Anastasia Belikova wird indes weiterhin als russische Heldin gefeiert, und durchs Land kutschiert. Als sie jedoch zufällig hört, wie sich zwei Männer über sie unterhalten, und dabei feststellen, dass sie nie wieder ins All zurückkehren wird, stürzt sie dies in eine schwere persönliche Krise…


Review: Episodenbild (c) Apple TV+ Wir wissen es ja bereits seit dem Ende von "Ein Bär an der Kette", der Betroffenen wird es jedoch erst hier bewusst: Geht es nach dem russischen Regime, wird Anastasia Belikova nie wieder zu den Sternen aufbrechen, sondern den Rest ihres Lebens als brave Hausfrau des Kosmonauten Sasha Polivanov verbringen (zwar spielte ich ursprünglich mit dem Gedanken, dass sie eine ideale Kandidatin für die geheime Venusmission wäre, aber dafür steht sie wohl zu sehr im Rampenlicht, und würde ihr plötzliches Verschwinden zu viel Aufmerksamkeit erregen). Bereits die gerade erwähnte Folge hat uns ja gezeigt, wie schwer sie sich damit tut, im Rampenlicht zu stehen – und wie sie sich nach der wunderbaren Einsamkeit der Mondoberfläche sehnte (was man mit einer nett gemachten Einstellungen aus dem Fenster des Zuges heraus, der ihren Blick aus der Raumkapsel widerspiegelt, auch visuell wunderbar vermittelt). Nachdem sie bislang bei dieser Tour durch Russland, um sie als Heldin des Landes zur Schau zu stellen, bereits nur gute Miene zum bösen Spiel machte, lässt sie dieses Wissen nun endgültig austicken. Sie fährt kurzerhand mit ein paar jungen Männern, die sie zufällig kennengelernt hat, an einen Strand, um so richtig die Sau rauszulassen. Ich habe jedenfalls bei diesem Handlungsstrang, wie schon bei "Ein Bär an der Kette", durchaus mit ihr mitgefühlt und -gelitten.

Ähnliches gilt auch für Irina Morozova, die verzweifelt versucht, in einem unmenschlichen Job an ihrer Menschlichkeit festzuhalten. Bislang gelang ihr dies in erster Linie mit kleinen Gesten (wie, dass sie nicht berichtet hat, dass sich Tanya ein amerikanisches Lied anhört), die zwar wären sie aufgeflogen auch bereits ein Risiko dargestellt hätten, aber vergleichsweise banal waren. Ihre Mission, die Quelle des Transmitters herauszufinden, führt sie nun in einen inneren Zwiespalt, zwischen ihrer Loyalität zum KGB (und ihrem Job), und der zunehmenden Verbundenheit, die sie für Tanya empfindet. Diesen Handlungsstrang fand ich an "Dunkler Wald" auch ganz klar am besten, vor allem auch aufgrund dieser Entdeckung am Ende. Parallel dazu ist der Grand Designer – just, während der KGB ein Adlerauge auf Star City wirft – mit den Vorbereitungen zur Venus-Mission beschäftigt. Für diese rekrutiert er u.a. die indische Wissenschaftlerin Lakshmi Chadha rekrutiert. Diese soll jedoch nicht nur bei der Vorbereitung helfen, sondern Teil der Crew sein, die ins All fliegt. Leider muss ich sagen, dass mich die ganzen Vorbereitungen zur Mission bislang nicht wirklich ansprechen konnten, was dem Prequel-Charakter der Serie geschuldet ist. Möglicherweise gehe ich von falschen Annahmen aus, aber die Tatsache, dass wir in "For All Mankind" nie etwas davon gehört haben, deutet für mich stark darauf hin, dass die Pläne des Grand Designers doch noch gestoppt werden; oder aber, es endet in einer Katastrophe, welche das Regime (die seine entsprechenden Pläne ohnehin nie unterstützt hat) unter den Teppich kehrt. Hätte man "Star City" eben doch schon parallel zur ersten "For All Mankind"-Staffel erzählt, fände ich diesen Handlungsstrang jedenfalls ungleich spannender. Last but not least ist es "Star City" bislang nicht gelungen, mich eine Bindung zu Lyudmilla Raskova aufbauen zu lassen, so dass ich, wenn sie hier zunehmend unter Druck gerät, mit ihr mitfiebern würde. Diese beiden Schwächen drücken die Episode dann auch, trotz der guten Anastasia- und der vor allem zum Ende hin starken Irina-Storyline, doch wieder auf das "nur" leicht überdurchschnittliche Niveau der beiden Folgen zuvor.

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ An "Dunkler Wald" konnte mir die Storyline rund um Irina am besten gefallen; ein Eindruck, der allerdings in erster Linie ihrer Entdeckung am Ende geschuldet ist, die sie in ein spannendes Dilemma bringt – welches jedoch erst in der nächsten Folge so richtig zum Tragen kommen wird (dementsprechend dürfte diese sogar noch mehr davon profitieren). Recht gelungen fand ich darüber hinaus alles rund um Anastasia, insbesondere nachdem sie herausgefunden hat, dass sie nie mehr ins All zurückkehren soll. Demgegenüber litt der Lyudmilla-Handlungsstrang darunter, dass mich mit der Figur rein gar nichts verbindet. Und die Vorbereitungen der Venus-Mission leiden unter dem Prequel-Charakter der Serie, da man von vornherein weiß, dass diese zum Scheitern verurteilt ist. Damit pendelt sich "Dunkler Wald" insgesamt für mich auf dem soliden Niveau der letzten beiden Episoden ein.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Apple TV+)







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