Originaltitel: Take-Over Episodennummer: 1x05 Bewertung: Erstausstrahlung US: 02. April 1980 Erstausstrahlung D: - Drehbuch: Gregory S. Dinallo, Steve Greenberg & Aubrey Solomon Regie: Don Weis Besetzung:
Jim McMullan als John Moore,
James Wainwright als Simon Quaid,
Connie Sellecca als Pamela Williams,
William Jordan als Joseph Oppenheimer,
Monte Markham als Captain Mike Nicholson,
Julie Sommars als Liz Nicholson,
Hari Rhodes als Commander Riley,
Charles Lucia als Sergeant Al Benedek,
Judy Pace als Vickie Greene,
Martin Kove als Jack Edwards,
Robert Alda als Governor Eric Harper,
Helen Baron als Mrs. Rogers,
Jan Stratton als Head Nurse,
Bud Davis als TV Commentator/Moderator,
Fred G. Smith als Signal Analyst,
Robert Clarke als Reporter #1,
Dana Halsted als Reporter #2,
Arthur Roberts als Jim Roberts,
Russell Johnson als Patrick,
George Takei als Doctor Marcus u.a.
Kurzinhalt:
Im Polizeirevier von Los Angeles rumorte es zuletzt, als Captain Mike Nicholson – sehr zum Missfallen seiner Untergebenen – eine Untersuchung im Hinblick auf einen Vorfall mit einem Polizisten eingeleitet hat. John Moore und sein Team befürchten, dass all dies von Simon Quaid inszeniert sein könnte, um das Revier zu unterwandern – wird doch in Kürze der Gouverneur von Kalifornien zu Besuch kommen, und die Polizei für seine Sicherheit verantwortlich sein. John vertraut sich seinem Freund Mike an, der ihn daraufhin Undercover als Polizist einschleust, damit dieser nach dem Roboter-Agenten von Quaid suchen kann. Was niemand ahnt: Quaid experimentiert mit einer neuartigen Technologie, mit der er nicht nur Roboter, sondern auch echte Menschen kontrollieren will. Dafür wurde Captain Nicholson ein Chip ins Gehirn gepflanzt…
Review:
Die letzte Folge von "Beyond Westworld", "Take-Over", wartet mit einem überraschenden (wenn auch leider sehr kleinen) Auftritt von George Takei auf. Überraschend deshalb, als sein Name nicht in den anfänglichen Episoden-Credits genannt wird. Ich vermute mal, trotz des Erfolgs mit "Star Trek" (sowohl der Serie als auch bereits dem ersten Film) hatte er Anfang der 80er noch nicht jenen Stellenwert, den er später dann genossen hat, weshalb er erst ganz hinten in den Abspann-Credits "versteckt" wurde. So freute ich mich aber einerseits über das unerwartete Wiedersehen – während ich mir andererseits wünschte, man hätte ihm eine größere Rolle zukommen lassen. So oder so, Nach dem Reinfall mit "The Lion" steigert sich die Serie zum Abschluss mit "Take-Over" wieder ein bisschen. Für eine nette Abwechslung sorgt dabei nicht zuletzt die originelle Idee, dass es diesmal nicht "nur" gilt, den Roboter-Agenten ausfindig zu machen, sondern Quaid darüber hinaus mittels einem ins Gehirn eingepflanzten Computerchips auch die Kontrolle über Captain Nicholson übernehmen will. Damit kam die Bedrohung hier mal von einer für die Serie untypischen Seite.
Was natürlich nicht heißt, dass bei "Take-Over" nicht trotzdem auch für Quaid arbeitende Roboter im Einsatz sind; immerhin sind diese ein zentrales Element der Serie. Tatsächlich bietet die Episode derer sogar zwei. Nämlich einerseits George Takeis Roboter-Arzt, und andererseits auch noch einen Polizisten in Nicholsons Einheit, der quasi als Roter Hering bzw. Ablenkungsmanöver dienen soll, und deren Schauspieler/Identität ich hier bewusst nicht vorwegnehmen möchte, da es im Gegensatz zu Doctor Marcus und Mike Nicholson als Überraschung inszeniert ist, die ich jenen, die sich die Serie eines Tages vielleicht auch noch ansehen wollen, nicht verderben will. Jedenfalls: Mit diesem nicht uninteressanten Clou, sowie Quaids ernüchternder Feststellung am Ende, dass Menschen für seine Zwecke nicht taugen, da sie aufgrund ihrer Emotionen einfach zu unberechenbar sind (auch wenn man natürlich argumentieren kann, dass gerade diese Menschen leicht manipulierbar machen; aber ich will hier keine philosophische – und potentiell auch politische – Diskussion anfangen), hat das Drehbuch ein paar durchaus interessante und gelungene Kniffe parat. Leider ändert auch dies nichts daran, dass sich die Spannung bei "Take-Over" wieder sehr in Grenzen hält. Im Hinblick auf Quaids Pläne/Absichten schien zudem der Twist rund um den Gouverneur nicht so recht Sinn zu ergeben. Das "Finde den Roboter"-Suchspiel beginnt sich zudem hier bereits bei der fünften Gelegenheit doch langsam abzunutzen (weshalb man letztendlich wohl dankbar sein muss, dass der Serie kein längeres Leben beschienen war). Und auch wenn mir bewusst ist, dass ich mich damit ins Reich der Spitzfindigkeiten begebe, aber da und dort drängte sich mir die Frage auf, wo bitte schön die Aufnahmen herkommen, die sich Quaid und seine Partner ansehen. Immerhin, ein Spruch hatte es mir angetan: "What's his first mission?" "To make it Moore's last." – auch weil dieser im Hinblick darauf, dass dies die letzte Folge der Serie sein sollte, rückblickend eine ironische Note erhält.
Fazit:
Nach fünf Episoden wird leider klar, dass es "Beyond Westworld" nie wirklich gelingen sollte, aus dem ja eigentlich durchaus interessanten und vielversprechenden (und dem – ansonsten ignorierten – "Westworld"-Sequel "Futureworld" entlehnten) Konzept einer Bedrohung durch die Unterwanderung von Robotern, die den Willen eines Größenwahnsinnigen ausführen, viel herauszuholen. "Take-Over" mag zwar wieder besser sein als der direkte Vorgänger, bietet davon aber leider auch keine Ausnahme. Zwar gibt es damit, dass hier der Haupt-Übeltäter kein Roboter, sondern vielmehr ein mittels Chip kontrollierter Mensch ist, einen durchaus gewitzten Clou, dennoch wollte es auch "Take-Over" nicht gelingen, so richtig Spannung zu erzeugen. Das Ergebnis ist eine (weitere) Folge, wo die Handlung unaufgeregt vor sich hinplätschert, und der Unterhaltungswert letztendlich einfach zu überschaubar ist – weshalb es mich auch nicht überrascht, dass sich "Beyond Westworld" Anfang der 80er (noch dazu in einem zunehmend umkämpften Markt) nicht durchsetzen konnte.