Originaltitel: The Seance Spectre Episodennummer: 2x20 Bewertung: Erstausstrahlung UK: 18. August 1977 Erstausstrahlung D: 09. Februar 2014 Drehbuch: Donald James Regie: Peter Medak Besetzung:
Martin Landau als Commander John Koenig,
Barbara Bain als Dr. Helena Russell,
Catherine Schell als Maya,
Tony Anholt als Tony Verdeschi,
Nick Tate als Alan Carter,
Zienia Merton als Sandra Benes,
Ken Hutchison als Greg Sanderson,
Carolyn Seymour als Eva Lewis,
Nigel Pegram als Cernik,
James Snell als Stevens,
Gyearbuor Asante als Guard u.a.
Kurzinhalt:
Greg Sanderson ist der Anführer von einem jener Erkundungsteams, welche die Mondoberfläche erforschen. Dr. Russell befürchtet, dass diese zunehmend unter der Anstrengung ihrer Reise, und vor allem auch der ewig gleichen grauen Oberfläche, leiden könnten, und diagnostiziert schließlich die sogenannte Grün-Krankheit – also ein krankhaftes Bedürfnis nach einer grünen Landschaft. Als man in einem nahegelegenen Nebel einen Planeten entdeckt, fliegen Commander Koenig und Maya mit einem Shuttle los, um diesen zu erkunden. Allerdings stellt sich der Planet für die Alpha-Crew als unbewohnbar heraus. Greg Sanderson, der zuvor mit seinen Leuten eine Séance abgehalten hat, wo er in einer Vision sah, dass der Planet im Nebel die Erlösung für die Notlage der Besatzung der Mondbasis Alpha 1 bedeutet, will ihm dies partout nicht glauben – und zettelt mit seinen Anhängern eine Meuterei an…
Review:
Nach einigen immerhin mittelmäßigen Episoden fällt "Mondbasis Alpha 1" mit "Die Meuterei" leider wieder auf jenes enttäuschende Niveau zurück, dass ich in der ersten Hälfte der zweiten Staffel zu erwarten/befürchten gelernt habe. Positiv machen sich in erster Linie die netten Effektaufnahmen, insbesondere rund um die Landung auf den interessant gestalteten, unwirtlichen Planeten, bemerkbar. Aber auch die Szenen auf der Mondoberfläche am Ende waren wieder gut umgesetzt (auch wenn diese zuletzt in meinen Augen fast schon etwas zu inflationär eingesetzt wurden, und sich auch hier dabei wieder das Problem der wenig aufregenden Bewegungen in "Zeitlupe" ergibt). Das war es dann allerdings leider auch schon, was ich im Hinblick auf "Die Meuterei" an positiven Aspekten ins Treffen führen kann.
Demgegenüber steht in erster Linie eine ordentliche Langeweile, die sich bei mir breit gemacht hat. Ich fand alles rund um die von Sanderson und seinem Team angezettelte Meuterei leider alles andere als interessant, geschweige denn spannend. Zumindest teilweise mag dies, bei allem Respekt für den Darsteller, auch daran liegen, dass ich Ken Hutchison für die Rolle des rebellischen Anführers nicht wirklich charismatisch genug fand. Aber auch der ganze Hokuspokus rund um die Séance hilft "Die Meuterei" in meinem Fall (wenig überraschend) nicht; ja selbst dann nicht, wenn dieser, wie es hier in weiterer Folge geschieht, auch als ebensolcher Quatsch offenbart wird. Das mit der "green sickness" hat mich leider auch nur bedingt überzeugt; zumal die Lösung, die Dr. Russell am Ende für das Problem findet, fast schon lächerlich einfach war. Auf die Idee hätten sie nun wirklich schon früher kommen können. So gut ich die Mondszenen grundsätzlich auch wieder gemacht fand, aber wirklich spannend war der Showdown nicht. Und nicht zuletzt: Die Szene, wo sich Maya an Bord des Eagle-Shuttles in eine Pflanze verwandelt, hat mich leider überhaupt nicht überzeugt. Es erscheint mir unplausibel, dass sie durch die Metamorphose ihre Biochemie derart verändern kann, dass sie nicht einfach nur plötzlich keinen Sauerstoff benötigt, sondern diesen sogar selbst herstellen kann. Insgesamt hielt sich bei "Die Meuterei" meine Begeisterung jedenfalls leider in sehr argen Grenzen.
Fazit:
An "Die Meuterei" konnte mich leider so gut wie gar nichts ansprechen. Angefangen bei der Séance (auch wenn diese – und die Vision, die Sanderson dabei erhält – letztendlich als Humbug offenbart wird), über die wenig spannende (titelspendende) Meuterei an sich, bis hin zur lächerlich einfachen Lösung, die am Ende für die "Grünkrankheit" gefunden wird. Es half auch nicht, dass ich Ken Hutchison (im Gegensatz zu Deborah Fallender in der Folge davor) nicht charismatisch genug fand, um die Folge als Bösewicht zu tragen. Und das mit der sich in eine Pflanze verwandelnden Maya fand ich leider auch völlig lächerlich. Positiv stechen in erster Linie die netten Aufnahmen des fremden Planeten ins Auge. Und abseits der Bewegungen in Zeitlupe wusste auch das Finale auf der Mondoberfläche durchaus zu gefallen. Genug, um "Die Meuterei" nicht als völlige Katastrophe abtun zu müssen – aber zu wenig, um sie in meinen Augen lohnens- und/oder empfehlenswert zu machen.