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For All Mankind - 5x09: Söhne und Töchter Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel: Sons and Daughters
Episodennummer: 5x09
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 22. Mai 2026 (Apple TV+)
Drehbuch: David Weddle & Bradley Thompson
Regie: Sergio Mimica-Gezzan
Besetzung: Toby Kebbell als Miles Dale, Mireille Enos als Celia Boyd, Edi Gathegi als Dev Ayesa, Cynthy Wu als Kelly Baldwin, Coral Peña als Aleida Rosales, Costa Ronin als Leonid Polivanov, Sean Kaufman als Alex Poletov Baldwin, Ruby Cruz als Lily Dale, Ines Høysæter Asserson als A.J. Jarrett, C.S. Lee als Lee Jung-Gil, Myk Watford als Palmer James, Svetlana Efremova als Irina Morozova, Christopher Denham als Walt Griebel, Tyler Labine als Fred Stanislaus, Goran Ivanovski als Dimitri Mayakovsky, Salvador Chacon als Gerardo Ortiz-Niño, Tess Lina als Veronika 'Ronnie' Hunt, Barrett Carnahan als Marcus Haskell, Kristina Klebe als Elena Beaufort, Jackie Kay als Zach Fleming, Jonathan Medina als Silvio Costa, Michael Klesic als Oleg Vyshinsky, Sebastyan Meixger als Auggie Kazlauskas u.a.

Kurzinhalt: Trotz der Vernichtung der Landeplattform auf dem Goldlöckchen-Asteroiden setzt der Einsatztrupp der M-6 die Invasion des Mars fort. Rund um Happy Valley landen mehrere Shuttles, aus denen Soldaten strömen. Die Aufständischen in der Basis, bei denen es sich überwiegend um Zivilisten ohne jegliche Kampferfahrung handelt, scheinen den Angreifern nichts entgegensetzen zu können. Auch Alex Baldwin und Lily Dale finden sich auf einmal unverhofft mitten im Kampfgeschehen wieder, werden dabei dann jedoch voneinander getrennt. Während Lily gefangen genommen wird, kann sich Alex verstecken. Etwas später kommt es dann, als er auf dem Weg zum von Helios kontrollierten Teil der Basis ist, um dringend benötigte Medizingüter zu besorgen, zu einer folgenschweren Begegnung. Leonid Polivanov scheint indes, als er von einem Einsatztrupp aufgehalten wird, die Seiten zu wechseln. Und als auf dem Titan die erste entnommene Probe keine Anzeichen von Leben erkennen lässt, muss Kelly entscheiden, ob es an der Zeit ist, aufzubrechen, oder doch noch einen letzten, riskanten Versuch zu unternehmen…

Review: Episodenbild (c) Apple TV+ Zuerst einmal: Im Gegensatz zu den letzten beiden Folgen fand ich die Handlungsstränge rund um den Mars und den Titan diesmal nahezu gleichwertig. Beginnen möchte ich aber (da es dazu doch etwas weniger zu sagen gibt) mit letzterem. Zugegebenermaßen verlief das ganze ein bisschen nach dem dramaturgischen Schema F, und war dementsprechend vorhersehbar. Angefangen dabei, dass die erste Probe negativ ist, über die Entscheidung von Kelly, weiter vorzupreschen und das Limit auf der Suche nach Leben bis zuletzt auszureizen, bis hin zur Tatsache, dass bei dem Aufstieg auf den Hügel natürlich etwas schiefgeht. Allerdings: Die Vorhersehbarkeit machte es für mich letztendlich nicht weniger effektiv. Dass ich es allein schon genieße, mehr von diesem Mond zu sehen, und ich seitdem ich als Jugendlicher Stephen Baxters gleichnamigen Roman gelesen habe eine tiefe Faszination mit Titan verbindet, hilft dem Handlungsstrang zweifellos ebenso. So oder so: Ich fand alles rund um die Szenen auf dem Saturnmond wieder einmal sehr faszinierend.

Parallel dazu eskaliert die Situation auf dem Mars. Stellenweise fühlte ich mich hier an die Erstürmung der Mondbasis zum Ende der zweiten Staffel erinnert. Ich fand alles rund um den Angriff sehr packend, und gerade auch die gezielt eingesetzten Gewaltspitzen wichtig, um die Härte des Konflikts zu vermitteln. Angefangen dabei, wie der Anführer der Gruppe rund um Alex und Lily, der gerade noch "Nicht feuern!" gerufen hat, von den Angreifern erschossen wird. Über A.J. ersten Abschuss. Bis hin zu jener Szene, wo Alex auf seinen früheren Freund feuert und ihn lebensgefährlich verletzt. Es mag jene geben, denen dies zu konstruiert war. Ich habe "For All Mankind" in der Vergangenheit für ähnliches ebenfalls schon kritisiert. Aber ich weiß auch nicht, hier hat es für mich irgendwie gepasst, und vermittelte auf effektive Art und Weise die von den Machern wohl beabsichtigte Message, dass es nie so weit hätte kommen dürfen, dass sich die titelspendenden "Söhne und Töchter" gegenseitig umbringen. Sehr effektiv fand ich übrigens auch alles rund um die Aufnahmen von Lilys Kamera (die wohl im Staffelfinale noch eine wichtige Rolle spielen werden). Und auch die Szene, wo die Streitkräfte auf ihre Verbündeten schießen und sie umbringen, hallte bei mir noch länger nach. Insgesamt fand ich die Stimmung bei den Belagerungsszenen jedenfalls richtiggehend bedrückend. Und die diversen Cliffhanger verfehlten die gewünschte Wirkung bei mir ebenfalls nicht. Nur jener Moment, wo Lily vom Verrat ihres Vaters erfährt (der sich immerhin ganze zehn Jahre zuvor zugetragen hat) – noch dazu kurz, bevor es Stanislaus erwischt – fand ich etwas aufgesetzt. Ob das echt noch unbedingt nötig war?!

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ Die Erstürmung von Happy Valley fand ich durchaus mitreißend umgesetzt. Vielleicht nicht ganz auf dem Niveau des Angriffs der Russen auf die amerikanische Mondbasis zum Ende der zweiten Staffel, aber dennoch mit einigen packenden und/oder eindringlichen Momenten, wie z.B. wenn Lily ihren ersten Menschen im Einsatz tötet, oder Alex unabsichtlich auf seinen früheren besten Freund schießt. Hier kam für mich sehr schön die eindeutige Anti-Kriegs-Message der Folge/Serie heraus. Aber auch rund um die Suche nach Leben auf dem Saturnmond Titan ging es spannend weiter; nicht zuletzt auch, als man die unweigerliche Szene, wo Kelly den anderen beichtet, was sie getan hat, nach wie vor hinauszögert. Vor allem aber gelang es "Söhne der Töchter" zum Ende hin, bei mir die Frage aufkommen zu lassen, wie zur Hölle das eigentlich noch gut ausgehen und die ganz große Katastrophe verhindert werden soll. Es ist nun (leider) schon länger her, dass es "For All Mankind" geschafft hat, eben dieses Gefühl bei mir zu wecken.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Apple TV+)







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