Originaltitel: Beta Cloud Episodennummer: 2x14 Bewertung: Erstausstrahlung UK: 16. Dezember 1976 Erstausstrahlung D: 09. Juli 1978 Drehbuch: Fred Freiberger Regie: Robert Lynn Besetzung:
Martin Landau als Commander John Koenig,
Barbara Bain als Dr. Helena Russell,
Catherine Schell als Maya,
Tony Anholt als Tony Verdeschi,
Nick Tate als Alan Carter,
Zienia Merton als Sandra Benes,
David Prowse als Cloud Creature,
John Hug als Bill Fraser,
Albin Pahernik als Space/Kreno Animal u.a.
Kurzinhalt:
Eine Wolke fliegt auf den Mond zu. Je näher sie kommt, desto mehr Besatzungsmitglieder sind von Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen bis hin zu Bewusstlosigkeit betroffen. Sieben Tage später hält nur mehr eine Rumpfcrew die Station am Laufen, darunter auch Dr. Russell, die bislang nicht betroffen war, und die Patienten in der Krankenstation so gut als möglich betreut. Nun nimmt eine außerirdische Intelligenz aus der Wolke mit der Besatzung Kontakt auf. Tony Verdeschi, der den ebenfalls erkrankten Commander Koenig ersetzt, wird von den Wesen mitgeteilt, dass sie zum Überleben das Lebenserhaltungssystem der Alpha-Basis benötigen. Dass ohne dieses niemand auf dem Mond überleben wird, ist für sie nicht von Belang. Als Tony sich weigert, es einfach so freiwillig herzugeben, dringt ein außerirdisches Wesen in die Basis ein. Verzweifelt suchen Tony und Maya nach einem Weg, den Angreifer aufzuhalten…
Review:
Öhm. Ja. Mir fehlen ehrlich gesagt ein bisschen die Worte. Ich meine, ich weiß schon, die Serie wurde Mitte der 70er produziert, zudem saß das Geld in der zweiten Staffel nicht mehr so locker wie bei der ersten. Insofern muss man, sowohl was das Alter als auch das Budget betrifft, natürlich da und dort ein Auge zudrücken. Im Falle vom "Monster", dass die Mondbasis in "Die Feuerwolke" heimsucht, besser aber gleich zwei, damit man es sich nicht ansehen/antun muss. Ich meine, JMS schämt sich bis heute für das Alien (eigentlich ja ein verwandelter Mensch) in "Ein unheimlicher Fund" in Grund und Boden, und wird nicht müde, sich bei jeder Gelegenheit dafür zu entschuldigen. Ganz ehrlich: Im direkten Vergleich zu dem Wesen hier hätte sich die Arbeit dort einen Emmy verdient. Das Problem ist dabei nicht nur das Design, sondern vor allem auch, wie völlig starr die Maske ist. Es ist vor allem auch die Tatsache, dass es keinerlei Mimik gibt, die das Monster hier – bei dem es sich, wie wir gegen Ende erfahren, ja eigentlich um einen Roboter handelt – so billig und lächerlich aussehen lassen. Und das sage ich als jemand, der durchaus ein Herz für trashige Unterhaltung hat. Jedenfalls war es mir nicht möglich, dieses Ding als Bedrohung ernst zu nehmen.
Das war aber leider längst nicht der einzige Grund, warum "Die Feuerwolke" bei mir wieder deutlich schlechter ankam als die beiden Folgen davor (die ich in einer schwachen zweiten Staffel als positive Abwechslung bzw. Ausnahmen empfand). Denn mindestens so schwer wiegt, dass die Folge keine nennenswerte Geschichte zu bieten hat, und sich dementsprechend sehr früh enorm zu ziehen beginnt. Es tut sich hier einfach zu wenig, bzw. werden die ewig gleichen, einfallslosen Angriffe des Monsters/Roboters abgespult. Und da ich eben diese nicht spannend fand, hatte mir "Die Feuerwolke" letztendlich wenig bis gar nichts zu bieten. Positiv macht sich in erster Linie bemerkbar, dass Tony Anholt als Tony Verdeschi hier endlich mal so richtig ins Rampenlicht rücken darf. Auch seine Gefühle für Maya – und vice versa – werden thematisiert. Und auch wenn ich mich da aufgrund der völlig unterschiedlichen Masse wieder einmal gefragt habe, wie zur Hölle das funktionieren soll (und sich zudem der Verdacht aufdrängt, dass diese Gestalt in früheren Folgen das eine oder andere Mal auch schon praktisch hätte sein können), aber wie Maya sich hier dann am Ende in eine Fliege verwandelt, und so in den Roboter eindringt und ihn ausschaltet, war schon recht gewitzt. Und auch wenn es die Episode nicht aufwertet, da man es ja nicht wirklich mitbekommt, aber… aus filmhistorischer Sicht ist es schon cool, dass das Monster von niemand geringerem als dem späteren Darth Vader David Prowse dargestellt wird. Auch wenn er einem angesichts des Kostüms echt leid tun kann.
Fazit:
"Die Feuerwolke" punktet mit dem stärkeren Fokus auf Tony, den netten Szenen zwischen ihm und Maya (insbesondere natürlich dem Kuss), und der durchaus cleveren Art und Weise, wie dem Monster am Ende das Handwerk gelegt wird. Demgegenüber steht eine viel zu dünne Handlung, die dementsprechend viel zu langsam erzählt werden muss, um die Laufzeit zu füllen – was immer wieder zu akuter Langeweile führt. Ein Problem, dass dadurch noch zusätzlich verschärft wird, dass man sich fast rein auf die Bedrohung durch das Monster verlegt – und eben dies aufgrund des lächerlichen Designs (und auch generell der schwachen Umsetzung) nicht funktioniert (so sehr Komponist Derek Wadsworth auf Teufel komm raus auch versuchen mag, Spannung zu erzeugen). Jedenfalls war das Monster ganz klar der größte Kritikpunkt an "Die Feuerwolke", denn – bei allem Verständnis für die damaligen Möglichkeiten – das war leider einfach nur lächerlich.