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Star Wars - Poe Dameron: Schwarze Staffel Drucken E-Mail
Auftakt des Comic-Prequels zu Episode VII Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 26 April 2026
 
Titel: "Star Wars - Poe Dameron: Schwarze Staffel"
Originaltitel: "Star Wars - Poe Dameron: Black Squadron
Bewertung:
Autor: Charles Soule & Chris Eliopoulos
Übersetzung: Gero Lutz
Illustrationen: Phil Noto
Farben: Phil Noto, Chris Eliopoulos & Jordie Bellaire
Lettering: Joe Caramanga (E)
Cover: Phil Noto
Umfang: 144 Seiten (E)
Verlag: Panini (D), Marvel (E)
Veröffentlicht: 24. April 2017 (D), 07. Dezember 2016 (E)
ISBN: 978-3-7416-0266-5 (D), 978-1-3029-0110-3 (E)
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Leia Organa, Anführerin des Widerstands, wendet sich an den Piloten der Neuen Republik, Poe Dameron – der als bester Pilot der Galaxis gilt. Für den bevorstehenden Kampf gegen die aufstrebende Erste Ordnung möchte sie Luke Skywalker finden. Der Jedi-Gelehrte Lor San Tekka könnte seinen Aufenthaltsort kennen. Poe und seine Schwarze Staffel sollen ihn. Die erste Spur führt sie zum Planeten Ovanis, wo sie auf einen Orden treffen, der das dort gelagerte heilige Ei beschützt. Danach verschlägt es sie nach Megalox, wo sich ein Gefängnis befindet. In beiden Fällen bekommt es die Schwarze Staffel mit dem Agenten Terex von der Ersten Ordnung zu tun, der ebenfalls auf der Suche nach Lor San Tekka ist…

Review: Meine Beschäftigung mit dem neuen Kanon, genauer gesagt der Ära der Sequel-Trilogie, ließ mich auch nochmal genauer über eben diese Nachdenken. Ich bin bekanntlich kein Fan von ihr; einige Kritikpunkte habe ich in der Vergangenheit schon öfter genannt. Was mir aber erst zuletzt so richtig bewusst wurde, ist ein weiterer: Ich finde, dass die neu geschaffenen Figuren – Rey, Finn und Poe – der alten Garde – Luke, Leia und Han – einfach nicht das Wasser reichen können. Dies schließt eben Poe Dameron mit ein, der mir von vornherein ein bisschen zu sehr als eine Mischung von Luke Skywalker ("der beste Pilot der Galaxis") und Han Solo (seine freche Persönlichkeit) angelegt war. Andererseits haben die drei Helden der Original-Trilogie den Vorteil, dass sie mich nicht nur schon mein Leben lang begleiten, sondern sich meine Bindung zu ihnen aufgrund der zahlreichen Bücher und Comics – zuerst im Legends-Universum, nun im neuen Kanon – zusätzlich verstärkte. Insofern bin ich durchaus schon gespannt, ob der Konsum dieser auf Poe Dameron zugeschnittenen Comic-Reihe (es fällt auf, dass er als einziger vom neuen Trio eine eben solche erhalten hat; ich vermute mal, weil man ihn von vornherein für den Publikumsliebling aus dem Ensemble hielt?) etwas an meinem Eindruck ändern wird. Nach "Schwarze Staffel" bin ich diesbezüglich insofern etwas skeptisch, als ich den Comic an sich zwar durchaus ok und halbwegs unterhaltsam fand, wir hier aber nichts Neues über ihn erfahren; weder über seine Vergangenheit/Herkunft (dafür gab es in weiterer Folge andere Bücher; die mich ihm allerdings auch nicht wirklich näher bringen konnten), noch über ihn als Charakter. "Schwarze Staffel" verstärkt einfach "nur" den Eindruck, den wir von ihm aus den Filmen gewonnen haben, ohne dabei in die Tiefe zu gehen.

Der Prequel-Charakter – im Vergleich zur Sequel-Trilogie – ist zudem insofern nicht hilfreich, als er hier auf die Suche nach Lar San Tekka geschickt wird, und wir aus "Das Erwachen der Macht" bereits wissen, wie dies ausgehen wird. Damit steht von vornherein fest, dass es weder ihm und seiner Schwarzen Staffel, noch dem für die Erste Ordnung arbeitenden Agenten Terex gelingen wird, die Mission in diesem oder einem der späteren Comics der Reihe erfolgreich abzuschließen. Wenn es also nicht wirklich ums Ziel an sich geht, ist es umso wichtiger, den Weg dorthin interessant und unterhaltsam zu gestalten. Und immerhin, das gelang "Schwarze Staffel" soweit recht gut. Der erste Sammelband vereint dabei zwei Abenteuer, die zwar nacheinander spielen, letztendlich aber weitestgehend voneinander unabhängig sind. Im ersten treffen Poe und seine Piloten der Schwarzen Staffel auf einen Orden, der seit Generationen eine Art heiliges Ei bewacht – ohne zu wissen, was sich darin befindet. Hier schwingt tatsächlich ein Hauch von Anspruch mit, dahingehend, wie man hier blinden Gehorsam/Glauben kritisiert. Letztendlich hat mir allerdings alles rund um die erste Auseinandersetzung mit Agent Terex besser gefallen, als die entsprechende Begegnung. Die zweite Geschichte gefiel mir insgesamt eine Spur besser. Einerseits mochte ich das Konzept hinter diesem Gefängnis, und andererseits Poes Herangehensweise, die auf Cleverness statt roher Gewalt setzt. Fans von BB-8 kommen zudem gerade dort auch voll auf ihre Kosten, da sich der Droide – zusammen mit ein paar anderen Astromechs – als Held der Geschichte in Szene setzen darf. Besser als der – doch etwas banale – Inhalt gefiel mir aber die künstlerische Gestaltung von Phil Noto. Er ist somit dann auch hauptverantwortlich, dass sich "Schwarze Staffel" über eine Wertung knapp über dem Durchschnitt freuen kann.

Fazit: "Schwarze Staffel" erzählt ein kurzweiliges – wenn auch ein bisschen triviales – Abenteuer von Poe Dameron und seinem Geschwader. Mehr als der Inhalt hatten es mir dabei die Bilder von Phil Noto angetan. Aber auch die beiden hier enthaltenen Geschichten waren ok, wobei mir die zweite eine Spur besser gefallen konnte als die erste. Schade fand ich nur, dass Charles Soulle hier – vermeintlich aus Angst, späteren Informationen aus den Filmen zu widersprechen – kaum auf die Hauptfigur eingeht. Wir erfahren hier nichts neues über den vermeintlich besten Piloten der Galaxis; immerhin gelingt es ihm aber gut, die Figur so wie sie sich in "Das Erwachen der Macht" präsentierte wiederzugeben. Insofern kommen Fans der Sequel-Trilogie im Allgemeinen und von Poe Dameron im Besonderen bei seinem ersten Comic-Abenteuer zweifellos auf ihre Kosten.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel
Coverbild © 2021 Panini Comics






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