Originaltitel: Every One of You Sons of Bitches Episodennummer: 5x03 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 15. April 2026 (Amazon Prime) Drehbuch: Ellie Monahan Regie: Karen Gaviola Besetzung:
Karl Urban als Billy Butcher,
Jack Quaid als Hughie Campbell,
Antony Starr als Homelander,
Erin Moriarty als Starlight,
Laz Alonso als Mother's Milk,
Chace Crawford als The Deep,
Tomer Capon als Frenchie,
Karen Fukuhara als Kimiko Miyashiro,
Nathan Mitchell als Black Noir II,
Colby Minifie als Ashley Barrett,
Cameron Crovetti als Ryan,
Susan Heyward als Sister Sage,
Valorie Curry als Firecracker,
Jensen Ackles als Soldier Boy,
Elisabeth Shue als Madelyn Stillwell,
Giancarlo Esposito als Stan Edgar,
Omid Abtahi als Dr. Sameer Shah,
Zach McGowan als Dogknott,
Olivia Morandin als Zoe Neuman u.a.
Kurzinhalt:
Soldier Boy hat den Angriff mit dem Godolkin-Virus überlebt. Grund ist das V1 in seinem Blut – also jenes Mittel, mit dem die allerersten Superhelden geschaffen wurde, und das diese auch unsterblich machte. Dies gibt Homelander ein neues Ziel: Mit V1 würde er sich nicht nur immun gegen das Virus machen, sondern er könnte auch für immer und ewig über die Erde herrschen. Parallel dazu beginnen auch die Boys damit, nachzuforschen, ob irgendwo noch etwas V1 übrig sein könnte. Dafür suchen sich Stan Edgar in seinem Versteck auf. Von ihm erfahren sie schließlich eine vielversprechende Location. Doch bevor sie sich aufmachen können, um diese zu erforschen, werden sie von einer von Homelander geschickten und The Deep angeführten Einsatzgruppe umzingelt. Parallel dazu ist Ryan in die USA zurückgekehrt. Es kommt zum Wiedersehen mit seinem Adoptivvater Butcher. Dieser möchte Ryan dazu verwenden, um Homelander mit dem Virus zu infizieren…
Review:
"Der Weg zur Unsterblichkeit" wurde im Wesentlichen von drei Handlungssträngen dominiert. Beginnen wir mit Ryan, der hier – nach einem kurzen Prolog in Russland (wo er von Soldaten aufgespürt wird, die er allesamt ermordet; eine Einlage, bei der ich nicht zuletzt aufgrund der Verwendung einer russischen Coverversion von "Bad Reputation" an die "Kick-Ass"-Filme denken musste) – nach Amerika zurückkehrt. Eigentlich ja nur, um sich mit Zoe zu treffen, dann jedoch wird er eben dabei von Butcher abgefangen. Zwar gebe ich zu, dass ich mit Ryan noch nie besonders viel anfangen konnte, aber selbst mir Tat er im Hinblick auf seine beiden Väter leid. Der eine hat keine Skrupel, ihn in den Tod zu schicken, wenn er damit Homelander ausschalten kann. Und der andere prügelt ihn fast zu Tode. In der letzten Folge fragte Hughie Butcher ja, ob denn überhaupt noch irgendetwas Menschliches an ihm ist. Im Hinblick auf seine Pläne mit Ryan ist man wohl gezwungen, dies zu verneinen. Mein einziger Kritikpunkt: So brutal man sich üblicherweise auch gibt, aber im Hinblick auf die Konfrontation zwischen Homelander und Ryan lässt es die Serie an der letzten Konsequenz vermissen. Denn was dessen Tod/Ermordung sowohl mit Homelander als auch Butcher macht, hätte spannend sein können.
Apropos Homelander: Der ist gar nicht glücklich darüber, dass sein Daddy Soldier Boy den Virusangriff überlebt hat (also, er wäre es vielleicht, wenn das bedeuten würde, dass er ebenfalls immun ist, allerdings ist das ja nicht der Fall, weil ihm dafür das V1 fehlt), und ihm nun zunehmend das Rampenlicht zu stehlen droht. Im Review zur letzten Folge meinte ich ja, dass Homelander weniger physisch als psychisch zu besiegen ist. Mittlerweile bekomme ich aber auch zunehmend den Eindruck, dass es letztendlich gar nicht die Boys sein werden, die ihn zur Strecke bringen (oder zumindest nicht allein), sondern vielmehr das eigene Team, deren Loyalität von ihm immer wieder auf die Probe gestellt wird. Wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch der Punkt, wo sie alle einsehen müssen, dass es keinen anderen Weg gibt, als alles zu riskieren, um ihn aufzuhalten. Sein Bestreben, V1 zu finden und sich damit unsterblich zu machen, scheint jedenfalls einige von ihnen durchaus mit Sorge zu erfüllen. Last but not least sei auch noch die Szene erwähnt, wo ihm seine Mutter als Engel erscheint. Anthony Starr spielte das wieder einmal grandios. Beim Handlungsstrang rund um die Boys gibt es indes ein Wiedersehen mit Stan Edgar (leider aber nicht mit Marie; ich muss gestehen, die kurze Erwähnung von ihr, und dass sie nicht kommen würde, hat mich doch enttäuscht. Ich hatte eigentlich gehofft, die beiden Serien würden zur fünften und letzten "The Boys"-Staffel stärker miteinander verschmelzen; nicht zuletzt auch, als "Gen V" ja nicht fortgesetzt wird). Interessanter noch als das ist die Begegnung zwischen Hughie und Maverick; immerhin hat Hughie ja dessen Vater Translucent ermordet (wofür man Homelander die Schuld gab). Dies erinnert uns nicht nur daran, dass auch der wohl moralischste der Boys keine weiße Weste hat. Mir gefiel vor allem auch, wie Maverick hier dann am Ende die Wahrheit erfährt, und die Boys somit von ihren früheren Sünden eingeholt werden. Gleiches gilt natürlich auch dafür, dass man Dr. Shah gesagt hat, dass seine (und Neumans) Tochter tot wäre. Bislang baut die fünfte "The Boys"-Staffel jedenfalls sehr gut auf dem auf, was in den Seasons davor passierte. So darf es gerne weitergehen.
Fazit:
Dass Marie hier nur erwähnt wird, aber nicht persönlich auftritt, hat mich doch ein wenig enttäuscht (da ich darauf hoffte bzw. davon ausging, dass die beiden Serien in der letzten Staffel von "The Boys" stärker miteinander verschmelzen würden). Und am Ende bei der Konfrontation zwischen Ryan und Homelander lässt man es an der letzten Konsequenz vermissen (dass Homelander seinen Sohn tötet, wäre scheinbar selbst zu ihnen zu düster gewesen). Abseits dieser Kritikpunkte war ich aber auch von "Der Weg zur Unsterblichkeit" wieder sehr angetan, und gut unterhalten. Angefangen dabei, wie Homelander auf seinen Vater zunehmend eifersüchtig wird, da ihm dieser die Show zu stehlen droht. Über die Art und Weise, wie die Boys hier von ihren früheren Sünden eingeholt werden (insbesondere Hughie, im Hinblick auf den Tod von Translucent). Bis hin zur erschütternden Offenbarung, dass Butcher um Homelander zu töten sogar "seinen" Sohn opfern würde. Der Verlust von Dr. Shah – und damit dem Godolkin-Virus – sowie die Gefangennahme von Stan Edgar durch The Deep machen "Der Weg zu Unsterblichkeit" insgesamt aber eindeutig zu einem Etappensieg für Homelander.