Originaltitel: The Strip Episodennummer: 2x08 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 07. Februar 2026 (Amazon Prime) Drehbuch: Karey Dornetto Regie: Frederick E.O. Toye Besetzung:
Ella Purnell als Lucy MacLean,
Aaron Moten als Maximus,
Moises Arias als Norm MacLean,
Frances Turner als Barb Howard,
Kyle MacLachlan als Overseer Hank MacLean,
Walton Goggins als The Ghoul/Cooper Howard,
Johnny Pemberton als Thaddeus,
Michael Cristofer als Elder Cleric Quintus,
Macaulay Culkin als Lacerta Legate,
Martha Kelly als Representative Welch,
Annabel O'Hagan als Stephanie Harper,
Dave Register als Chet,
Barbara Eve Harris als Rodriguez,
Xelia Mendes-Jones als Dane,
Bashir Salahuddin als Joseph,
Edwin Lee Gibson als Shotgun Jeff,
Clancy Brown als U.S. President,
Rachel Marsh als Claudia,
Adam Faison als Ronnie McCurtry,
Jeremy Levick als Pete,
Shinelle Azoroh als Julia,
Justin Theroux als Robert House u.a.
Kurzinhalt:
Mit Hilfe der Kalten-Fusions-Diode reaktiviert der Ghul jenen Computer, in dem Robert House sein Bewusstsein – oder zumindest ein Programm von sich – gespeichert hat. Er braucht dessen Hilfe, um in den Las Vegas-Bunker zu gelangen, wo er seine Familie aus ihrem langen Schlaf aufwecken will. Mit Hilfe des Programms von Robert House, das auf einem Armband gespeichert ist, gelingt ihm der Zugang – wo er gerade rechtzeitig kommt, um Lucy zu retten. Diese hat zuvor den Kopf der Senatorin Diane Welch entdeckt, der mit dem Computer im Bunker verbunden war, und die von ihrem Vater entwickelten Kontrollchips steuerte. Einen eben solchen wollte Hank ihr soeben einsetzen, als ihr Cooper zur Hilfe eilt. Parallel dazu kämpft Maximus in der Stadt nach wie vor mit den Todeskrallen – ein Duell auf Leben und Tod, das er zu verlieren droht…
Review:
Das Finale der zweiten Staffel bringt uns auch eine Rückkehr von Macaulay Culkin als Lacerta Legate, der sich hier zum neuen Cäsar ausruft, und daraufhin mit der nun wieder vereinten Legion in Richtung Las Vegas marschiert. Dies ließ mich eine große Schlacht am Ende der Episode vermuten – ein Versprechen, welches allerdings zumindest hier erstmal nicht eingelöst wurde. Tatsächlich ist "Der Strip" generell an Action, für solch ein Staffelfinale (noch dazu bei einer Serie, die auf einem Videospiel basiert), relativ arm. In erster Linie ist es an Maximus, die betreffende Lücke zu füllen, wobei ich seinen Kampf mit den Todeskrallen leider wenig mitreißend fand – was allerdings sicherlich auch daran liegen mag, dass ich mich mit seiner Figur generell noch nie wirklich verbunden fühlte, und es mich dementsprechend auch sein Ableben kaum gekratzt hätte. Ich fand es aber halt auch nicht wirklich spektakulär; und inszenatorisch stach der Kampf ebenfalls nicht hervor. Ich könnte mir vorstellen, dass das in den Spielen eine echt coole Mission war, und es durchaus packend ist, wenn man sich quasi selbst in diesem Anzug befindet. So hingegen verfolgte ich das alles leider mit nur sehr verhaltenem Interesse.
Von diesem Punkt abgesehen (sowie dem in meinen Augen eher schwachen Norm-Plot, der bei mir – wieder einmal – keinerlei Eindruck hinterließ) hat mir "Der Strip" aber sehr gut gefallen. Einerseits mit der Storyline rund um Cooper – dessen Träume, im Bunker von Las Vegas seine Familie zu finden, sich am Ende (nicht unerwarteterweise) in Luft auflösen, als sich zeigt, dass die Kapseln leer sind. Sehr interessant – wenn auch für mich als Nicht-Kenner der Spieler noch nicht wirklich aussagekräftig – waren auch die Andeutungen im Hinblick auf eine dritte große Kraft, welche im Hintergrund die Fäden zieht. Wie beim kurzen Blick auf ihren Komplex, oder auch, wenn die vom Thron gestoßene Steph mit ihnen Kontakt aufnimmt, und den Start von Phase Zwei fordert (was auch immer damit gemeint sein mag). Am besten fand ich aber auch in "Der Strip" wieder alles rund um Hank und Lucy, und hier insbesondere ihre letzte Szene, nachdem sie wieder an die Oberfläche zurückgekehrt sind. Zu diesem Zeitpunkt hat Lucy den Spieß bereits umgedreht; nachdem Hank ihr zuvor einen Chip einsetzen wollte, hat sie nun vielmehr ihrem Vater einen solchen Kontrollchip eingesetzt, jedoch vorerst noch nicht aktiviert. Ihr – letztes echtes – Gespräch auf den Stufen war wirklich stark, und sowohl von Ella Purnell als insbesondere auch Kyle MacLachlan fantastisch gespielt. Man glaubt Hank wirklich, dass er all dies nur getan hat, weil er es für das Beste für seine Tochter hielt. Zudem sind auch seine Andeutungen im Hinblick auf eine verborgene Macht irgendwo da draußen unheilverkündend. Vor allem aber fand ich den Moment tragisch, wo Hank schließlich den Chip selbst aktiviert, und damit all seine Erinnerungen löscht, um den Rest seines Lebens in unwissender Glückseligkeit zu verbringen. Auch wenn Hank natürlich alles andere als ein Sympathieträger war, ging mir das doch ziemlich nahe.
Fazit:
Insgesamt fand ich die zweite Staffel von "Fallout" zwar einen Hauch schwächer als die erste. Nach einem doch eher enttäuschenden Start in die zweite Season hat die Serie dann aber in meinen Augen doch noch die Kurve gekratzt. "Der Strip" war dabei, so wie die Staffel insgesamt, nicht ganz auf dem Niveau des Finales von Season Eins ("Der Anfang"), aber doch ein gelungener Ausklang. Besonders stark fand ich dabei alles rund um Hank und Lucy; insbesondere deren letzte Szene als Vater und Tochter. Aber auch die Storyline rund um den Ghul hatte es mir durchaus angetan (wenn auch die Offenbarung rund um seine Familie am Ende keine große Überraschung war). Demgegenüber bliebt auch hier alles rund um Maximus doch eher der Schwachpunkt der Episode. Und auch, dass man aus der ersten Szene rund um den neuen Caesar der Legion hier erstmal noch nichts macht, hat mich enttäuscht. Dennoch werde ich, nach diesem versöhnlichen Ausklang, sicher auch bei der dritten Staffel wieder einschalten.