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The Penguin - 1x04: Rache Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO Max

Originaltitel:Cent'Anni
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 13. Oktober 2024 (HBO Max)
Erstausstrahlung D: 14. Oktober 2024 (Sky)
Drehbuch: John McCutcheon
Regie: Helen Shaver
Besetzung: Colin Farrell als Oswald 'Oz' Cobb, Cristin Milioti als Sofia Falcone, Rhenzy Feliz als Victor Aguilar, Michael Zegen als Alberto Falcone, Scott Cohen als Luca Falcone, Shohreh Aghdashloo als Nadia Maroni, Theo Rossi als Dr. Julian Rush, James Madio als Milos Grapa, Nadine Malouf als Summer Gleeson, Aleksa Palladino als Carla Viti, Marié Botha als Margaret 'Magpie' Pye, Tess Soltau als Tina Falcone, Michael Kelly als Johnny Viti, Mark Strong als Carmine Falcone, Aria Shahghasemi als Taj Maroni, Ana Madelyn Trapasso als Young Sofia, Matthew Eby als Young Alberto, Jenny Heaton als Isabella, Kenzie Grey als Gia Viti, Peter McDonald als William Kenzie, Renée Stork als Ruth Hill, Syd Skidmore als Abby, T. Ryder Smith als Dr. Ventris u.a.

Kurzinhalt: Beim Angriff von Nadia Maroni erfährt Sofia Falcone, dass Oswald Cobb eben doch für den Mord an ihrem Bruder Alberto verantwortlich ist. Aufgrund der Einmischung von Victor werden sie zwar gerettet, doch Oz lässt sie am Tatort zurück. Sofia ruft daraufhin ihren alten Pfleger aus dem Arkham Asylum an – und erinnert sich daran zurück, was dazu führte, dass sie vor zehn Jahren eben dorthin geschickt wurde. Nicht nur, dass Oz ihrem Vater verraten hat, dass sie mit einer Reporterin sprach, nachdem sie verhaftet und in die psychiatrische Anstalt gesteckt wurde, da man ihr die Hangman-Mordserie vorwarf, ließ sie auch ihre gesamte Familie – bis auf Alberto – im Stich. Eben dafür nimmt sie nun bittere Rache…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) HBO Max In der Episode davor wurde Oz' Verrat angedeutet, hier nun erfahren wir mehr darüber. Denn nach der kurzen Szene zu Beginn, welche Oz Rettung durch Victor am Ende der letzten Folge aus Sicht von Sofia Falcone aufrollt, springen wir zehn Jahre in die Vergangenheit. Eben dieser Teil war für mich dann auch ganz klar das stärkste an "Rache". So erfahren wir zuerst einmal, dass Sofia als sie ins Arkham Asylum gesteckt wurde unschuldig war, und die sogenannten Handman-Morde vielmehr von ihrem Vater (hier nun von Mark Strong dargestellt, statt wie im Film von John Turturro) verübt wurden – angefangen bei ihrer Mutter, die sich eben doch nicht, wie sie bisher dachte, selbst das Leben genommen hat. Mit eben diesem Wissen stellt sie jedoch für Carmine eine Bedrohung dar; umso mehr als sie sich, wie er von Oz erfährt, mit einer Reporterin trifft. Und so nutzt er seinen weitreichenden Einfluss, um dafür zu sorgen, dass die Morde – als Folge des Traumas aufgrund des vermeintlichen Selbstmords ihrer Mutter – vielmehr Sofia angelastet werden.

"Rache" glänzt hierbei für mich insbesondere in der Art und Weise, wie er die Hilflosigkeit des Einzelnen in einem von Mächtigen kontrollierten korrupten System aufzeigt. Alles – die Polizei, die Leiter der Anstalt usw. – wird von Carmine Falcone kontrolliert. Sofia hat als einzelnes Individuum einfach keine Chance, dagegen anzukommen. Eben dies miterleben zu müssen, macht (hoffentlich) wütend. Letztendlich wird sie, als Opfer der Umstände – als sie nach sechs Monaten nicht freigelassen wird – jegliche Hoffnung. Und so macht das System sie schließlich zu jenem Monster, von des es davor bereits behauptete, dass sie es sei. Jedenfalls kann man ihr nach dieser ausführlichen, erschütternden Rückblende nur zustimmen, wenn sie zu Dr. Rush sagt "I'm not sick. The world is." Doch bevor sie an Oz Rache für den Mord an ihrem Bruder nimmt (oder es zumindest versucht; ist doch eher nicht davon auszugehen, dass sie damit erfolgreich sein wird, weil sonst stündige der Pinguin als Widersacher ja für den zweiten "The Batman"-Film nicht mehr zur Verfügung, was ich dann doch als sehr unwahrscheinlich erachte), wendet sie sich zuerst ihrer lieben Familie zu, die sie vor zehn Jahren im Stich ließ. Nach einer bereits starken Szene beim gemeinsamen Abendessen bringt sie im brutalen Finale von "Rache" fast ihre gesamte noch lebende Familie mittels Giftgas um – bis auf ihre junge Cousine Gia, sowie Viti, den sie vorerst noch verschont (wohl, weil sie ihn für ihre weiteren Pläne braucht). Damit bringt sich Sofia Falcone nun endgültig als die große Gegenspielerin des Pinguins für den Rest der Staffel in Stellung.

Fazit: Episodenbild (c) HBO Max "Rache" war nun das erste große Highlight der ersten "The Penguin"-Staffel (oder Miniserie; noch dürfte das ja nicht 100%ig entschieden sein). Dies in erster Linie aufgrund der starken ersten Hälfte, welche uns zeigt, wie es dazu kam, dass Sofia Falcone als vermeintliche "Hangman"-Killerin ins Arkham Asylum gesteckt wurde. Wie die Serie hier die Machtlosigkeit des Einzelnen in einem ungerechten, korrupten System hervorstreicht, war herausragend. Man leidet mit Sofia so richtig mit, wenn sich fast die gesamte Welt auf Geheiß ihres Vaters gegen sie verschwört – und hat somit auch Verständnis dafür, wenn sich ihre Wut letztendlich bei der brutalen Ermordung von Magpie entlädt. Aber auch in der Gegenwart geht es brutal zu, als Sofia nun – nachdem sie von Oz' Verrat erfahren hat – ihre wohl schon lang gehegten Rachepläne in die Tat umsetzt, und fast ihre gesamte Familie ermordet. Gewalt erzeugt Gegengewalt – ein Kreislauf, der sich in der zweiten Hälfte der Staffel wohl unweigerlich fortsetzen wird.

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2024 HBO Max)







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