Originaltitel: The Handoff Episodennummer: 2x07 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 28. Januar 2026 (Amazon Prime) Drehbuch: Kieran Fitzgerald Regie: Stephen Williams Besetzung:
Ella Purnell als Lucy MacLean,
Aaron Moten als Maximus,
Moises Arias als Norm MacLean,
Frances Turner als Barb Howard,
Kyle MacLachlan als Overseer Hank MacLean,
Walton Goggins als The Ghoul/Cooper Howard,
Johnny Pemberton als Thaddeus,
Annabel O'Hagan als Stephanie Harper,
Dave Register als Chet,
Leslie Uggams als Betty Pearson,
Martha Kelly als Representative Welch,
Clancy Brown als U.S. President,
Natasha Henstridge als Joan,
Jon Gries als Biff,
Jon Daly als Snake Oil Salesman,
Adam Faison als Ronnie McCurtry,
Rachel Marsh als Claudia,
Rajat Suresh als Clark,
Jeremy Levick als Pete,
Justin Theroux als Robert House u.a.
Kurzinhalt:
Nach Hanks Demonstration ist Lucy im Hinblick auf die Pläne ihres Vaters, allen einen Chip einzusetzen um sie zu kontrollieren – und zu befrieden – zwischen Abscheu und Verständnis hin- und hergerissen. Letztendlich entschließt sie sich jedoch dazu, den Hauptcomputer abzuschalten und seine Pläne so zu vereiteln. Maximus und Thaddeus sind indes auf den Ghul getroffen. Dieser offenbart ihnen, dass Lucy im Bunker von Las Vegas gefangen gehalten wird – nicht ganz eigennützig, vermutet er dort doch auch seine Familie. Allein hat er jedoch keine Chance, an den Todeskrallen vorbeizukommen. Demgegenüber wäre es ihm mit der Hilfe von Maximus – sofern sich dieser wieder in einen Kampfanzug schmeißt – möglich. Als Gegenleistung für seine Hilfe fordert er jedoch, dass Maximus ihm die Kalte-Fusions-Diode übergibt. Im Bunker 32 wird indes alles für die Hochzeit zwischen Steph und Chet vorbereitet. Doch als ihr Zukünftiger während der Zeremonie ihr Geheimnis ausplaudert, verwandelt sich Stephs Traumhochzeit in einen Alptraum…
Review:
Ich muss gestehen, bei "Die Übergabe" wieder ein bisschen den Eindruck einer Füll-Episode gehabt zu haben. Zwar gibt es schon einige interessante Entwicklungen und/oder Offenbarungen, in erster Linie schien mit die Episode aber dafür da zu sein, um dem bevorstehenden Staffelfinale (welches hoffentlich nochmal so richtig aufdreht) den Weg zu ebnen. Alles rund um Maximus und Cooper ist hierfür ein gutes Beispiel. Ja, wir sehen am Ende, wie er in seinem Anzug gegen die Monster antritt, aber davon abgesehen tut sich hier genau genommen nicht wirklich viel (sieht man mal davon ab, dass er gezwungen ist, dem Ghul die Diode auszuhändigen, wenn er dessen Hilfe will, um Lucy zu befreien). Oder nehmt die letzte Szene, wo Cooper dann den Computer ausschaltet, in dem sich entweder ein Programm oder das Bewusstsein von Robert House befindet. Das Gespräch zwischen ihnen könnte durchaus interessant sein – der Weg dorthin war es aber leider nur sehr bedingt.
Auch die Flashbacks fielen für mich hier wieder auf das eher mäßige frühere Level, und konnten das Niveau der letzten paar Folgen für mich nicht mehr halten. Klar war es nett, hier am Ende auf Clancy Brown zu treffen (der den amerikanischen Präsidenten spielt), und kann man sich wohl denken, dass dieser sein Versprechen, die Kalte Fusions-Technologie zum Wohle aller einzusetzen, nicht eingehalten hat. Sonderlich mitreißend fand ich all dies aber leider nicht. Besser war da schon wieder alles zwischen Lucy und Hank, und selbst dort schien man mir sehr stark die Motive und Inhalte der letzten Folge zu wiederholen, da Lucy eben immer noch vor der gleichen Entscheidung steht, mit der sie in "Der andere Spieler" schon gehadert hat. Immerhin, die Offenbarung des Senatorinnen-Kopfes als zentraler Teil des Hauptcomputers war dann wiederum ganz nett. Am besten hat mir hier aber tatsächlich alles rund um Stephanie gefallen. Angefangen bei den Flashbacks zu beginn, die uns ihre Flucht nach Amerika zeigen (inklusive eines kleinen Gastauftritts von Natasha Henstridge – und dem köstlichen Spruch "Don't think of them as human beings. Think of them as americans!"), über ihre damalige Bekanntschaft mit Cooper und Hank, bis hin zur dramatischen Wendung, die ihre Hochzeit nimmt, als Chet just diese Gelegenheit dafür nutzt, um allen gegenüber ihre Herkunft zu verraten – und seine Vermutung, dass sie Woody ermordete – woraufhin sie panisch die Flucht ergreift. Und so lösen sich, in einem einzigen Moment, all ihre Hoffnungen und Träume in Luft auf. Das war letztendlich so ziemlich das Einzige, was für mich an "Die Übergabe" hervorstach.
Fazit:
Aus meiner Erinnerung heraus ist es der ersten Staffel besser gelungen, ein gewisses Momentum aufrecht zu erhalten. "Die Übergabe" ist hier für mich ein sehr gutes Beispiel, denn hier tat sich meinem Empfinden nach einfach ein bisschen zu wenig. Zwar wurde die Episode immerhin nie langweilig, so richtig hervorstechend fand ich aber letztendlich nur die Szene mit der Hochzeit. Alles rund um Lucy und Hank war zwar grundsätzlich ebenfalls wieder ganz nett, war aber im Wesentlichen nur eine Wiederholung des Plots aus der Episode davor. Und auch die Flashbacks rund um Cooper waren zuletzt schon mal interessanter, als dies hier der Fall war. Immerhin: Mit der Erweckung des Computers von Robert House, Lucys Vorhaben, Hanks Plan zu vereiteln, Maximus' Kampf mit den Todeskrallen, und der sich in der Kontrollzentrale des Bunkers verschanzenden Stephanie ist zumindest eine interessante Ausgangssituation für das Staffelfinale gegeben.