Originaltitel: The Other Player Episodennummer: 2x06 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 21. Januar 2026 (Amazon Prime) Drehbuch: Dave Hill Regie: Lisa Joy Besetzung:
Ella Purnell als Lucy MacLean,
Aaron Moten als Maximus,
Moises Arias als Norm MacLean,
Frances Turner als Barb Howard,
Kyle MacLachlan als Overseer Hank MacLean,
Walton Goggins als The Ghoul/Cooper Howard,
Johnny Pemberton als Thaddeus,
Michael Emerson als Siggi Wilzig,
Leslie Uggams als Betty Pearson,
Dave Register als Chet,
Rodrigo Luzzi als Reg McPhee,
Jon Daly als Snake Oil Salesman,
Jon Gries als Biff,
Michael Esper als Bud Askins,
Rafi Silver als Robert House's Double,
Jared Bankens als Nick the Prick,
Ron Perlman als Super Mutant,
Leer Leary als Davey,
Sheila Head als Marianne,
David Perez Babich als Irv,
Princess Bey als Young Betty Pearson u.a.
Kurzinhalt:
Lucy erwacht im Bunker von Las Vegas, wo sie von ihrem Vater begrüßt wird. Dieser hat bei seiner Arbeit mittlerweile bedeutsame Fortschritte, und zahlreiche Gefangene zu zahmen, glücklichen Arbeitsdrohnen gemacht. Er hofft, Lucy für seine Sache gewinnen und ihr zeigen zu können, dass darin der einzige Weg liegt, um der Erde Frieden zu bringen. Der Ghul steckt indes nach wie vor auf dem Pfahl fest – und erinnert sich wieder an die Zeit vor dem nuklearen Holocaust zurück. Dabei unter anderen an jenen entscheidenden Moment, als er seine Frau Barb über sein Wissen ob des geplanten Weltuntergangs informierte. Danach wird der Ghul von einem Mutanten gerettet und wieder aufgepäppelt. Denn laut dem Unbekannten hat Cooper beim bevorstehenden Krieg noch eine wichtige Rolle zu spielen. Im Bunker 33 wird indes die Hochzeit zwischen Steph und Chet vorbereitet. Und Maximus muss überlegen, wem er die mit kalter Fusion geladener Energiediode überantworten will…
Review:
So wie schon in der Episode davor sollten sich auch bei "Der andere Spieler" die Rückblenden vor dem nuklearen Holocaust als ungewöhnlich interessant erweisen (nachdem ich sie im bisherigen Serienverlauf jetzt überwiegend nicht sonderlich prickelnd fand). In erster Linie stach dabei für mich natürlich jene Szene hervor, wo Cooper seine Frau Barb im Hinblick auf das, was er über die Pläne von VaultTec weiß, zur Rede stellt – ein Moment, auf den ich nun nach den entsprechenden Offenbarungen aus der ersten Staffel schon gewartet habe. Und dieser hat mich auch nicht enttäuscht, war er doch sowohl sehr gut geschrieben als auch (von Walton Goggins und Frances Turner) gespielt. Sehr gelungen fand ich auch das Verwirrspiel rund um den titelspendenden anderen Spieler. Die Episode schien mir u.a. mit Hank McClean zu flirten, und brachte dann auch noch Siggi Wilzig ins Spiel (und damit auch kurz Michael Emerson zurück). In Wahrheit ist es jedoch kein einzelner Spieler, sondern eine "Spielgemeinde" – bzw. eine Organisation – die im Hintergrund die Fäden zieht.
Neben den wieder gelungenen Flashbacks gefiel mir bei "Der andere Spieler" insbesondere auch alles rund um Lucy und ihren Vater Hank. Ok, zugegeben, wie rasch es ihm hier jetzt nach seinem ersten erfolgreichen Versuch mit dem Snake Oil Man gelungen ist, die Technologie weitläufig auszurollen, ist schon ein bisschen schwer zu schlucken. Davon abgesehen fand ich aber die Szenen der beiden sehr stark. Nicht zuletzt auch, wie Lucy – verständlicherweise – ihm gegenüber zuerst sehr feindselig eingestellt ist, dann jedoch am Ende, als sich die beiden verfeindeten Vertreter der Legion in die Haare kriegen, dazu gezwungen ist, ebenfalls auf den Knopf zu drücken, und sie damit zu befrieden – und damit eingestehen muss, dass ihr Vater bis zu einem gewissen Grad nicht unrecht hat. Die anderen Handlungsstränge fielen im direkten Vergleich allerdings etwas ab. Alles rund um den Ghul, der von einem (mir) Unbekannten im Mantel gerettet wird, litt in meinem Fall wohl nicht zuletzt darunter, dass ich die Spiele nicht kenne, und daher auch keine Ahnung habe, wer das sein soll. Dementsprechend fand ich diese Szenen wenig interessant. Auch die Ereignisse in Bunker 32, rund um die Inzucht-Selbsthilfegruppe, fand ich wenig prickelnd. Etwas interessanter da alles schon im benachbarten Bunker 33, wo Steph im Hinblick auf die Hochzeit mit Chet nun auf die Tube drückt (während diesen das plötzliche Verschwinden von Woody besorgt). Und auch, dass Maximus und Thaddeus hier keine große Rolle spielten, hat mich nicht weiter gestört, da ich seinen/ihren Handlungsstrang ja bekanntermaßen am Schwächsten finde. Immerhin, seine (logische) Entscheidung, wer die Diode erhalten soll, stellt ein Wiedersehen (und damit ein Verschmelzen der Storylines) mit Lucy in Aussicht – was ich definitiv begrüßen würde.
Fazit:
An "Der andere Spieler" hatten es mir vor allem zwei der zahlreichen (was die Episode auch wieder sehr abwechslungsreich macht) parallel verlaufenden Handlungsstränge angetan. Einerseits das Wiedersehen zwischen Lucy und Hank, und wie letzterer daraufhin versucht, seine Tochter auf seine Seite zu ziehen. Und andererseits die Rückblenden in die Vergangenheit, und hier insbesondere die Aussprache zwischen Copper und Barb. Der Rest kam an diese beiden Storylines nicht ganz heran, weshalb ich "Der andere Spieler" insgesamt auch wieder eine Spur schwächer fand als die Folge davor. Alles rund um den Ghul litt dabei sicherlich auch darunter, als mir als Nicht-Kenner der Spiele sein Retter überhaupt nichts sagt. Und generell tat sich an einigen Schauplätzen (insbesondere Bunker 32) jetzt nicht sonderlich viel. Dank der erwähnten starken Handlungsstränge musste man aber zum Glück bis zur nächsten interessanten und/oder gelungenen Szene nie allzu lange warten.