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Logan's Run - 1x03: Capture Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Capture
Episodennummer: 1x03
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 30. September 1977
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: D.C. Fontana
Regie: Irving J. Moore
Besetzung: Gregory Harrison als Logan, Heather Menzies als Jessica, Donald Moffat als Rem, Randy Powell als Francis, Horst Buchholz als James Borden, Mary Woronov als Irene Borden, Stan Stratton als Benjamin u.a.

Kurzinhalt: Nachdem der Sandman Francis und sein Kollege Benjamin von den Androiden gefangen genommen wurden, wähnten sich Logan und Jessica vor ihnen in Sicherheit. Dies stellt sich nun als Trugschluss heraus. Den beiden gelang die Flucht aus der Androiden-Stadt, zudem haben sie ein Fahrzeug an sich gebracht. Mit diesem sind sie der Spur der beiden Flüchtigen – und ihrem Begleiter, dem aus der Stadt geflohenen Androiden Rem – gefolgt, und holen sie nun ein. Nach einem kurzen Tumult gelingt Logan und Jessica zwar kurz nochmal die Flucht, ersterer wird dann jedoch von Francis wieder eingefangen. Von Jessica fehlt jedoch jede Spur. Logan und Francis treffen kurz darauf auf einen Mann, James Borden, der behauptet, dass sie von Mutanten entführt wurde. Die beiden beschließen, ihre Differenzen vorerst beizulegen, bis es ihnen gelungen ist, die junge Frau zu retten. Noch ahnen beide nicht, dass Jessica im Haus von James und seiner Frau Irene festgehalten wird…


Review: Episodenbild (c) CBS Unter dem Pseudonym Michael Edwards verbirgt sich niemand geringerer als die "Star Trek"-Autorin D.C. Fontana. Warum sie sich hier dieses Künstlernamens bediente, ist mir nicht bekannt; die Tatsache, dass die nächste Folge unter ihrem richtigen (wenn eben auch verkürzten) Namen geschrieben wurde, könnte aber andeuten, dass sie mit dem Endergebnis hier nicht 100%ig zufrieden war. Falls dies tatsächlich der Fall gewesen sein sollte, kann zumindest ich dies nicht so recht nachvollziehen. "Capture" mag zwar kein Highlight sein, und insgesamt auch ein bisschen schwächer ausfallen als die beiden Folgen zuvor, erweist sich aber dennoch als grundsolide Folge, die es größtenteils verstand, mich gut zu unterhalten. Besonders gut konnte mir dabei alles rund um Logan und Francis gefallen, die hier dazu gezwungen sind, zusammenzuarbeiten. Natürlich mag dieses Konzept alles andere als neu sein, und ist im Science Fiction-Genre mittlerweile untrennbar mit dem ein knappes Jahrzehnt später entstandenen Film "Enemy Mine – Geliebter Feind" von Wolfgang Peterson (der das Konzept wiederum dem Kriegsdrama "Die Hölle sind wir" entlehnte) verknüpft. Dennoch konnte mir die Umsetzung hier gut gefallen.

Dabei stach für mich vor allem das Ende hervor. Dass Logan seinem früheren Freund und Kollegen das Versprechen gibt, sich nachdem sie Jessica gerettet haben, zu ergeben, ist das eine. Es dann auch wirklich zu tun, jedoch etwas ganz anderes. Mehr als das stach für mich jedoch Francis' Reaktion hervor. Denn von unseren Helden erwartet man natürlich, dass sie zu ihrem Wort stehen (vor allem auch zur damaligen Zeit, wo eben diese Helden zumeist noch recht makellose Vorbilder waren). Doch obwohl Francis kein ähnliches Versprechen abgegeben hat, sieht er sich aufgrund von Logans ehrenhafter Vorgehensweise hier dazu verpflichtet, ihm und Jessica einen Vorsprung einzuräumen. Dass eben nicht nur der Held, sondern auch sein Gegner als ehrenhaft dargestellt wird, fand ich dann doch ziemlich bemerkenswert. Gleiches gilt für die Besetzung ihrer gemeinsamen Feinde, die von Horst Buchholz und Mary Woronov gespielt werden. Last but not least gefiel mir auch, dass Jessica hier nicht darauf angewiesen ist, sich wie ein klassisches Fräulein in Nöten retten zu lassen, sondern vielmehr Irene eigenhändig überlistet, und entkommt. Von diesen Punkten abgesehen ist "Capture" aber zugegebenermaßen jetzt nicht unbedingt etwas Besonders. Es ist relativ früh klar, dass James nichts Gutes im Schilde führt, und die Geschichte mit den Mutanten eine Lüge ist. Auch bei der darauffolgenden Jagd will sich nicht wirklich Spannung einstellen. Das mit dem Käfig, der aus einer Art Projektor entsteht, hat mich auch nicht überzeugt (das war mir für die Welt von "Logan's Run" dann doch etwas zu viel Sci-Fi). Und die Szene, wo James irrtümlich seine Frau erschießt, war auch etwas eigenwillig umgesetzt/inszeniert. Insgesamt war aber auch bei "Capture" wieder für kurzweilige Unterhaltung gesorgt.

Fazit: Episodenbild (c) CBS Der Beginn sorgte gleich mal für einen Schock, als Logan, Jessica und Rem von Francis und seinem Kollegen eingeholt und gestellt werden. Ich dachte eigentlich, dass uns jetzt eine recht geradlinige Folge bevorsteht, wo man sich auf dem Weg zurück zur Kuppelstadt macht, und ihnen dann – natürlich – die Flucht gelingt. Doch das, was D.C. Fontana hier (unter einem Pseudonym) vorgelegt hat, ist deutlich komplexer und interessanter. Zugegeben, sonderlich neu ist die Idee, dass zwei Gegner zusammenarbeiten müssen, um einen noch größeren Feind zu besiegen, natürlich nicht. Ich fand es hier aber sehr gut umgesetzt, wobei für mich vor allem das Ende hervorstach, wo eben nicht nur Held Logan, sondern auch sein nunmehriger Widersacher Francis ehrenhaft agiert. Aber auch, dass es Jessica aus eigener Kraft gelingt, aus der Gefangenschaft zu entkommen, gefiel mir. Und auch die Besetzung des Jäger-Pärchens mit Horst Buchholz und Mary Woronov stach positiv hervor. Sonderlich spannend war das Geschehen zwar nicht. Es gab einzelne Momente, die mich nicht wirklich überzeugt haben. Und im Mittelteil zieht sich die Folge ein bisschen dahin. Insgesamt für mich nicht mehr ganz auf dem Niveau der ersten beiden Episoden, aber immer noch ziemlich gut.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS)







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