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Pluribus - 1x08: La Chica o El Mundo Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel:La Chica o El Mundo
Episodennummer: 1x09
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 24. Dezember 2025 (Apple TV+)
Drehbuch: Alison Tatlock & Gordon Smith
Regie: Gordon Smith
Besetzung: Rhea Seehorn als Carol Sturka, Karolina Wydra als Zosia, Carlos-Manuel Vesga als Manousos, Darinka Arones als Kusimayu, Elena Estér als T'ika, Jennifer Esquivel als Sisa, Brenden Roberts als Rick, Sofia Embid als Translator u.a.

Kurzinhalt: Nach ihrer gemeinsamen Nacht eröffnet Zosia Carol, dass Manousos in Kürze bei ihr eintreffen wird. Dieser ist, so wie sie, den Anderen gegenüber höchst kritisch eingestellt. Man sollte meinen, dass sie diese Gemeinsamkeit verbindet, tatsächlich jedoch verläuft die erste Begegnung alles andere als harmonisch. Nach einer ersten vorsichtigen Annäherung kommt es dann zum Eklat, als Manousos die Anderen ähnlich aufrüttelt wie zuvor Carol, und bei ihnen einen Anfall auslöst. Demgegenüber möchte Carol sie nicht etwa vernichten, sondern vielmehr retten – und die Verwandlung wieder rückgängig machen. Als sich die Anderen ein weiteres Mal aus Albuquerque entfernen, um vor Manousos sicher zu sein, schließt sich Carol ihnen an. Für knappe zwei Wochen reist sie mit Zosia durch die Welt, und erlebt eine wunderbare gemeinsame Zeit. Sie scheint den Kampf gegen die Anderen langsam aber sicher zu vergessen – bis sie von Zosia Neuigkeiten erfährt, die ihr einen kalten Schauer über den Rücken jagen…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Apple TV+ Das Staffelfinale beginnt mit einer jener Personen, die bislang von der Verwandlung nicht betroffen waren. Im Gegensatz zu Carol, die klar gemacht hat, dass sie so bleiben will wie sie ist, und Manousos, der den Anderen gegenüber sogar noch feindseliger eingestellt ist (dazu gleich), gab sie offensichtlich ihre Zustimmung, ins Schwarmbewusstsein aufgenommen zu werden. Zwar zögerte die Szene die Begegnung zwischen Carol und Manousos, auf die zumindest ich an dieser Stelle schon sehnlichst wartete, heraus, ich fand es aber dennoch wichtig, uns die Verwandlung hier noch einmal zu zeigen – und damit auch den Unterschied zwischen den Individuen, wie eben Carol, und den Anderen. Die Verwandlung von Kusimayu, die wie hier miterleben, machte dies nochmal überdeutlich: Mit dem Kollektiv ist das menschliche Leben so wie wir es kannten vorbei. Gerade auch im Hinblick auf die Offenbarung am Ende war diese Erinnerung daran, was hier eigentlich auf dem Spiel steht, in meinen Augen sehr wichtig.

Danach ist es dann aber (nach mehreren Episoden und einiges an Zeitschinderei) endlich soweit: Mit Carol und Manousos begegnen sich – von den wenigen, die nicht ins Schwarmbewusstsein aufgenommen wurden (die Serie etabliert hier für sie die Bezeichnung "die Anderen", was ich auch ab sofort so übernehmen werde) – die einzigen beiden Personen, die gegen das Kollektiv kämpfen wollen. Doch trotz des geeinten Ziels läuft ihr Treffen alles andere als rund – denn über die Methoden, die sie dafür verwenden wollen, bzw. wie weit sie zu gehen bereit sind, darin unterscheiden sie sich stark. Manousos hat bisher ja den Kontakt zu den Anderen so weit es ihm nur möglich war gemieden. Demgegenüber hat sich Carol – auch, um mehr über sie zu erfahren – mit ihnen auseinandergesetzt, und über Zosia ein freundschaftliches (und zuletzt auch romantisch-sexuelles) Verhältnis zu ihnen aufgebaut. Eben deshalb ist für sie das, was Manousos vorschlägt, (zuerst noch) unvorstellbar: Dieser möchte sie ausschalten, sie töten. Carol hingegen geht es darum, all die Menschen, die im Kollektiv gefangen sind, zu befreien, und damit zu retten. Dies ist, zumindest anfangs, ein unüberwindbarer Unterschied. Bis sich die Anderen am Ende selbst ein Ei legen: Zwar ist Carol nicht blöd, und war ihr natürlich schon klar, dass diese Zosia benutzen, um sie abzulenken, allerdings sah sie keinen Schaden darin, sich mit Zosia mal eine Zeit lang von ihren Problemen – und der Rettung der Welt – abzulenken. Bis sie erfährt, dass man einen Weg gefunden hat, Carol auch gegen ihren Willen in eine von ihnen zu verwandeln – und ihr wohl nur mehr ein Monat, möglicherweise sogar weniger, Zeit bleibt. Eben dies führt uns dann zum Cliffhanger, als sich Carol von ihnen, bezugnehmend auf das Gespräch am Ende von "Handgranate", eine Atombombe zum Haus liefern lässt. Fortsetzung folgt – wird allerdings wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ An den großartigen Serienauftakt kam "Pluribus" in weiterer Folge, zumindest in meinen Augen, nie mehr ganz heran. Im Verlauf der Season wurde dann für meinen Geschmack doch deutlich zu viel Zeit geschunden, und zu wenig Handlung auf zu viel Laufzeit ausgewälzt. Manche mögen darin den Sinn und Zweck der Sache sehen, ich hingegen habe mich mit "Pluribus" zwischenzeitlich leider doch ziemlich gelangweilt. "La Chica o El Mundo" war nun ein durchaus gefälliger Abschluss der doch ein bisschen durchwachsenen Staffel. Mir gefiel dabei vor allem, wie überraschend unharmonisch die erste Begegnung zwischen Manousos und Carol verläuft. Mit der Offenbarung, dass die Anderen kurz davor sind, Carol in ihr Kollektiv aufzunehmen, ist zudem – in Verbindung mit der "Sonderlieferung" (was auch immer Carol damit genau vor hat) – für einen effektiven Cliffhanger gesorgt. Ich bleibe jedenfalls dran, und bin durchaus schon gespannt, wie es weitergehen wird – würde mir für die zweite Staffel aber wünschen, dass sich Vince Gilligan und seine Mitwirkenden etwas mehr Story überlegen.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2025 Apple TV+)







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