Originaltitel:Charm Offensive Episodennummer: 1x08 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 19. Dezember 2025 (Apple TV+) Drehbuch: Jonny Gomez Regie: Melissa Bernstein Besetzung:
Rhea Seehorn als Carol Sturka,
Karolina Wydra als Zosia,
Carlos-Manuel Vesga als Manousos,
Manoli Ioannidis als Doc Friendly,
Ericka Zepeda als Nurse,
Jai Yunae als Bri,
Don Converse als Malcolm,
Ann Harper Reed als Massage Therapist u.a.
Kurzinhalt:
Manousos wurde nach seinem Zusammenbruch auf dem Darién Gap vom Kollektiv in ein Krankenhaus in Panama gebracht. Unmittelbar nachdem er dort das Bewusstsein wiedererlangt, bricht er mit einem Krankenwagen auf, um seine Reise nach Albuquerque – und zu Carol – fortzusetzen. Zur gleichen Zeit freut sich Carol über die Rückkehr von Zosia. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, und Carol erfährt auch wieder einige neue Details über das Schwarmbewusstsein, deren Lebensweise, und ihre Pläne für die Zukunft – wollen sie doch jene genetische Formel, welche die Entwicklung auf der Erde ausgelöst hat, mittels Satellitenschüsseln in die Galaxis senden, und so weitergeben. Und so kommen sich Carol und Zosia, während Manousos Fahrt nach Albuquerque, immer näher…
Review (kann Spoiler enthalten):
Auch bei "Charmeoffensive" werde ich mich wieder etwas kürzer halten (und, ganz ehrlich: Auch wenn mir sie Serie grundsätzlich ganz gut gefällt, und ich dranbleiben werde, muss ich mir noch überlegen, ob diese in meinen Augen auf zu viele Episoden aufgeteilte und doch eher dünne Handlung Reviews der einzelnen Folgen rechtfertigt, oder ich ab der zweiten Staffel nicht vielleicht auf Season-Betrachtungen umschwenke): Manousos hat mich zu Beginn mit seiner Sturheit wieder einfach nur genervt; das ging schon so weit, dass ich mir tatsächlich gewünscht hätte, er geht drauf, damit er für seine Dummheit bezahlt. Demgegenüber waren die Szenen zwischen Carol und Zosia durchaus nett. Die titelspendende Charmeoffensive schien sich dabei in meinen Augen durchaus auf beide Seiten zu beziehen: Carol ist nach der Einsamkeit zuletzt einfach nur froh, sie wieder bei sich zu haben, nutzt die gemeinsam verbrachte Zeit aber auch, um weitere Informationen rund ums Kollektiv einzuholen. Wie z.B., dass sie alle gemeinsam in Hallen schlafen (im Übrigen gab es bei dieser Szene den besten Gag der Folge, als Carol meint "Das wird jetzt aber zu keiner Orgie wie bei Matrix?" und Zosia nüchtern erwidert "Nein, außer du hättest das gerne."), oder auch, dass wenn es nach ihnen geht die Entwicklung rund um das Schwarmbewusstsein nicht auf der Erde aufhören soll und wird. Demgegenüber scheint sich das Kollektiv bei Carol aber auch einzuschmeicheln; der Grund dafür wird sich – so viel sei hier schon verraten – im Staffelfinale offenbaren. Letztendlich läuft alles, wie es sich nun schon seit einiger Zeit angedeutet hat, darauf hinaus, dass Carol und Zosia miteinander schlafen. All das fand ich grundsätzlich ja ganz unterhaltsam, einfach, weil Rhea Seehorn und Karolina Wydra vor der Kamera sehr gut miteinander harmonieren. Wirklich viel getan hat sich aber halt auch bei "Charmeoffensive" wieder einmal nicht, weshalb ich die für sie veranschlagten rund vierzig Minuten (ohne Abspann) doch recht (und unnötig) großzügig bemessen fand.
Fazit:
Der Auftakt rund um Manousos hat mich wieder einmal sehr genervt. Die darauffolgende halbe Stunde war dann wieder besser. Zwar war in meinen Augen auch hier wieder einmal viel zu wenig Handlung auf viel zu viel Laufzeit aufgeteilt, aber die Gespräche zwischen Carol und Zosia waren durchaus charmant, und boten auch wieder ein paar interessante neue Erkenntnisse. Insofern fühlte ich mich in diesem Teil der Episode, trotz mangelnden Inhalts, durchaus solide unterhalten, und wurde "Charmeoffensive" somit, im Vergleich zur Folge davor, zumindest nie langweilig. Trotzdem: Wirklich glücklich bin ich mit der von Vince Gilligan hier gewählten Erzählweise, die ein schleichendes Tempo und mangelnden Inhalt zur Kunstform erhebt, nicht.