Originaltitel: Up Above the World So High Episodennummer: 1x14 Bewertung: Erstausstrahlung US: 20. Dezember 1974 Erstausstrahlung D: 31. Mai 1989 Drehbuch: S. Bar-David & Arthur Browne Jr. Regie: John Meredyth Lucas Besetzung:
Roddy McDowall als Galen,
Ron Harper als Alan Virdon,
James Naughton als Pete Burke,
Joanna Barnes als Carsia,
Frank Aletter als Leuric,
Martin E. Brooks als Konag,
Mark Lenard als Urko,
Booth Colman als Zaius,
William Beckley als Council Orang,
Ron Stein als Gorilla Guard,
Eldon Burke als 2nd Trooper,
Glenn R. Wilder als Human Driver u.a.
Kurzinhalt:
Galen, Alan und Pete treffen auf einen Menschen, Leuric, der dabei ist, einen Flugdrachen zu bauen. Er ist seit jeher vom Gedanken beseelt, durch die Luft zu fliegen, und hofft, sich seinen Traum so verwirklichen zu können. Alan und Pete sind mit dem Konzept grundsätzlich vertraut, halten Leurics Konstruktion jedoch nicht für flugfähig, und befürchten vielmehr, dass er sich bei seinem Versuch das Genick brechen wird. Kurz darauf wird Leuric von Affen gefangen genommen. Während Urko und Zaius ihm alle weiteren Versuche, in die Luft zu steigen, verbieten wollen, setzt sich Carsia dafür ein, ihn seine Erfindung abschließen zu lassen. Alan und Pete schleichen sich als Galens Gehilfen dann schließlich in die Werkstatt ein, um ihn dabei zu helfen – in erster Linie, damit er beim Versuch nicht umkommt. Dann jedoch erfahren sie, warum Carsia Leurics Pläne unterstützt: Sie möchte die von ihm entwickelten Flugdrachen verwenden, um die Gorillas mit Luftbomben anzugreifen, und so ihre Herrschaft zu beenden…
Review:
"Der Traum vom Fliegen" ist nun die letzte Folge der kurzlebigen "Planet der Affen"-Serie, mit der man hoffte, den Erfolg der Filmreihe im Kino auf dem TV-Schirm wiederholen bzw. fortführen zu können. Die Episode war dabei nie als Finale gedacht, weil ihre Schöpfer die Serie gerne noch fortgesetzt hätten – und der Sender mangels Erfolgs (bzw. zu geringen Einschaltquoten) nach den ursprünglich bestellten vierzehn Folgen den Stecker zog. Heißt auch: Auf irgendeine Art von Abschluss muss man hier verzichten. "Der Traum vom Fliegen" ist einfach eine weitere, ganz normale bzw. beliebige Episode der Serie, die genauso gut auch als die vierte oder zehnte Folge hätte ausgestrahlt werden können. Im Mittelpunkt stehen die Pläne von Carsia, sich Leurics Erfindung einer "Flugmaschine" zu Nutze zu machen, um die Herrschaft der Gorillas zu beenden, auf das daraufhin vielmehr die Schimpansen die Macht übernehmen.
Eben hier offenbarten sich dann interessante Parallelen zu "Der Tempel des Todes", dahingehend, als Galen, Alan und Pete zwar ihrem grundsätzlichen Ziel gegenüber nicht unbedingt abgeneigt sein dürften, nicht aber der Methode, die sie anwenden will: Plant sie doch einen brutalen Umsturz, der unzählige Leben fordern würde. Das wollen/können sie einfach nicht unterstützen, und so gilt es, die anstehende Demonstration von Leurics Prototypen zu sabotieren (und das, nachdem man zuvor erst dabei geholfen hat, diesen flugfähig zu machen; auch das eine durchaus nette Ironie). Ihre Flucht erinnerte mich dann ein bisschen an "Das Fischerdorf", wo sie ja ebenfalls einen Vorwand nutzten, um den Affen quasi vor ihren Augen zu entkommen. Vor allem aber sticht an "Der Traum vom Fliegen" hervor, dass die Episode, obwohl wie gesagt nie als Finale gedacht, fast ein bisschen wie ein Abschiedsgeschenk an denzentralen Darsteller der Filme und Serie wirkt: Roddy McDowall. Denn Galen hat hier doch überdurchschnittlich viel zu tun. Die Rückkehr von Urko und Zaius ist zwar grundsätzlich ebenfalls erfreulich (und lässt die Episode auch wieder ein bisschen wichtiger erscheinen, als beispielsweise "Der Tempel des Todes"), diese treten aber leider wiederum kaum in Erscheinung. Es gibt ein paar kurze Besprechungen mit Carsia, davon abgesehen spielen sie aber eine sehr untergeordnete Rolle (und glänzen z.B. auch beim Showdown mit Abwesenheit). Und generell muss ich sagen: Sonderlich packend war das Geschehen hier nicht. Zumal auch eine ähnlich starke, hervorstechende Szene wie am Ende der Episode davor fehlt (mit der Giftgas-Thematik). Hier plätschert alles doch ziemlich unaufgeregt dahin – wenn auch immerhin, ohne nie wirklich langweilig zu werden. Ein echtes, zumindest kleines, Highlight, welches einen den nunmehrigen Abschied der Serie bedauern lassen würde, ist "Der Traum vom Fliegen" aber leider nicht geworden.
Fazit:
Mit "Der Traum vom Fliegen" nimmt der Versuch, die Abenteuer vom Planet der Affen im Fernsehen weiterzuerzählen, ein doch eher unspektakuläres Ende. Nie als Finale und damit als Abschluss geplant, ist es einfach eine weitere Geschichte rund um Galen, Alan und Pete – und zählt dabei jetzt noch nicht mal zu den besseren der Serie. Immerhin bietet sie aber Roddy McDowall nochmal Gelegenheit, als Galen so richtig zu glänzen, und auch wenn Urko und Zaius hier keine große und/oder wichtige Rolle spielen, so dürfen Mark Lenard und Booth Colman doch zumindest nochmal kurz vorbeischauen. Und immerhin, so generisch und unaufregend der Plot hier auch sein mag, so wurde das Geschehen zumindest auch nie wirklich langweilig. Dennoch, an die Höhen der einzig wirklich hervorstechenden Episode "Das Erdbeben" ist man leider in weiterer Folge nie mehr ganz herangekommen – weshalb sich auch mein Bedauern über das Ende der Serie doch eher in Grenzen hält.