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Mondbasis Alpha 1 - 1x24: Das Vermächtnis der Arkadianer Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Century 21 Television

Originaltitel: The Testament of Arkadia
Episodennummer: 1x24
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 12. Februar 1976
Erstausstrahlung D: 14. September 2013
Drehbuch: Johnny Byrne
Regie: David Tomblin
Besetzung: Martin Landau als Commander John Koenig, Barbara Bain als Dr. Helena Russell, Barry Morse als Professor Victor Bergman, Orso Maria Guerrini als Luke Ferro, Lisa Harrow als Anna Davis, Prentis Hancock als Paul Morrow, Clifton Jones als David Kano, Zienia Merton als Sandra Benes, Anton Phillips als Dr. Bob Mathias, Nick Tate als Alan Carter u.a.

Kurzinhalt: Die Besatzung von Alpha 1 ist erstaunt, als sich der Flug des Mondes plötzlich aus unerklärlichen Gründen verlangsamt, und dieser in den Orbit einer erdähnlichen Welt einschwenkt. Zugleich beginnt irgendetwas vom Planeten der Mondbasis Energie zu entziehen. Bei der aktuellen Rate wird die Basis in weniger als vierundzwanzig Stunden nicht mehr lebensfähig sein. Commander Koenig bricht mit einem Expeditionsteam auf, um den Planeten zu untersuchen. Dabei stellt man schon bald eine überraschende Ähnlichkeit zur Erde fest; so werden u.a. die Überreste von Eichen befunden. Allerdings gibt es auf Arkadia – so, wie sich herausstellt, der Name des Planeten – kein Leben mehr; weder Flora noch Fauna. Alles wurde in einem von den Arkadianern selbst verschuldeten Holocaust vernichtet. Doch es gibt Hoffnung, denn die Bakterien schlummern nur. Werden sie wieder aufgeweckt, könnte neues Leben auf Arkadia entstehen. Eben diesem Ziel verschreiben sich Luke Ferro und Anna Davis, nachdem sie in einer Höhle, in der Skelette gefunden werden, eine Vision erleben. Als Commander Koenig ihr Gesuch nach Vorräten ablehnt, da die Mondbasis Alpha 1 ohne diese nicht überlebensfähig werde, sehen sie keine andere Möglichkeit, als Gewalt anzuwenden…


Review: Episodenbild (c) Century 21 Television "Das Vermächtnis der Arkadianer" beginnt äußerst stimmungsvoll und vielversprechend. Das mit der Aufzeichnung von Commander Koenig, der über die zurückliegenden Ereignisse berichtet, hat dabei von der Struktur her stark an "Wächter des Todes" erinnert, die ja unmittelbar davor produziert (wenn auch ursprünglich deutlich früher ausgestrahlt) wurde. Noch eine weitere Parallele gibt es: Die Verwendung von klassischen Musikstücken, wobei ich diese hier sogar noch einmal gelungener fand, da die elegischen Klänge perfekt zur Stimmung (und dem Inhalt) der Episode passten. Auch das Rätsel rund um Arkadia hat mich ursprünglich noch angesprochen. Zuerst der Fund der Skelette (wobei humanoide Wesen in der Welt von "Mondbasis Alpha 1" ja keine Seltenheit sind), und schließlich sogar der Text in Sanskrit auf der Wand, all dies weckte mein Interesse – und wurde eben durch die Musik, sowie die sehr gute Inszenierung von David Tomblin auch nochmal verstärkt. Und auch auf die Idee, dass auf Arkadia die Vorfahren der Menschheit lebten, die vor dem Holocaust auf die Erde flüchteten, hätte ich mich grundsätzlich einlassen können.

Der Teufel steckt jedoch im Detail. So sind die hier veranschlagten 25.000 Jahre bei weitem nicht genug; und das selbst dann, wenn man die Tatsache, dass die Arkadia ja auch noch durch die Galaxis reisen und zur Erde gelangen mussten, ausblendet. Natürlich hat die Wissenschaft in den letzten fünfzig Jahren viele Fortschritte und neue Entdeckungen gemacht, auch was die Geschichte und den Ursprung der Menschheit betrifft. Trotzdem: Dass das viel zu kurz ist, hätte Johnny Byrne auch damals schon bewusst sein müssen. Dann ist da alles rund um Luke und Anna. Grundsätzlich ist es ja durchaus interessant, wie sie in den Bann von Arkadia geraten, und daraufhin vom Gedanken besessen sind, den Planeten wieder zum Leben zu erwecken. Manches wirkte nur leider gar konstruiert, angefangen dabei, dass sie genau so viele Vorräte dafür brauchten, wie sie Commander Koenig eben nicht entbehren konnte (sonst hätte es ja keinen Konflikt gegeben). Zudem ergab der Plan der beiden nicht viel Sinn. Was hätte Koenig davon abgehalten, nachdem sie Dr. Russell zurückgegeben haben, mit einem Eagle – und einem Sicherheitstrupp – nochmal nach Arkadia zu fliegen, um die Vorräte wieder einzukassieren?! Und dann ist natürlich der relativ glückliche Ausgang: Nachdem es zuvor heißt, Alpha 1 könnte mit diesen Ressourcen nicht überleben, ist nachdem die Energie zurückkehrt und der Mond die Umlaufbahn verlässt, alles wieder eitel Wonne. Und auch Luke und Anna haben nun alles, was sie brauchen, um Arkadia wieder zum Leben erwecken. Das ließ den Konflikt dafür irgendwie sehr überflüssig (und funktionell) erscheinen. Trotz dieser Kritikpunkte war "Das Vermächtnis der Arkadianer" zwar weit davon entfernt, schlecht zu sein – dennoch ist es ein bisschen frustrierend, um wie viel besser sie mit ein bis zwei Überarbeitungen des Drehbuchs noch hätte sein können.

Fazit: Episodenbild (c) Century 21 Television Zum Auftakt von "Das Vermächtnis der Arkadianer" war ich noch voll drin, und erwartete schon – auch aufgrund der sehr ähnlichen Erzählweise (sowie des Tons) – ein Highlight à la "Wächter des Todes". Der Rest der Folge konnte dies dann leider nicht mehr ganz einlösen. Zwar gab es schon einige interessante bis richtiggehend faszinierende Elemente, mochte ich die – in erster Linie der Inszenierung und der Musik geschuldete – Stimmung der Episode (vor allem in der ersten Hälfte), und gab es auch wieder ein paar wirklich schöne Effekt- und/oder Modellaufnahmen (wie z.B. der Eagle, der sich auf den Planeten zubewegt, während im Hintergrund die Sonne "aufgeht"). Inhaltlich mochte ich die Grundidee dahinter letztendlich aber deutlich mehr, als die Umsetzung hier. Angefangen bei den viel zu kurzen 25.000 Jahren, über den auf mich konstruiert wirkenden Konflikt zwischen Luke/Anna und der Alpha-Crew, bis hin zum Ende, wo sich dann alles durch Geisterhand in Wohlgefallen auflöst. Hier ließ "Das Vermächtnis der Arkadianer" leider viel an Potential liegen.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Century 21 Television)







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