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Die Abenteuer des jungen Indiana Jones - 2x08: Die Wüstenteufel Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Lucasfilm

Originaltitel: Daredevils of the Desert
Episodennummer: 2x08
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 21. November 1999
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: Frank Darabont
Regie: Simon Wincer
Besetzung: Sean Patrick Flanery als Indiana Jones, Catherine Zeta Jones als , Julian Firth als , Cameron Daddo als , Douglas Henshall als , Haluk Bilginer als , Kerem Atabeyoglu als , Colin Baker als , Tony Bonner als , Daniel Craig als , Terrence Hardiman als , Stuart Bennett als , Todd Boyce als , Bernard Brown als , Vincenzo Nicoli als , Robert Swann als , Alan Talbot als , John Vine als , Ali Yalaz als u.a.

Kurzinhalt: Im Auftrag des französischen Geheimdienstes – und auf Initiative seines alten Freundes T.E. Lawrence – wird Indiana Jones in den Nahen Osten geschickt. Dort soll er sich zusammen mit einer weiblichen Spionin, als Händler verkleidet, in die nahegelegene Stadt Beersheba begeben. Dieser Mission kommt insofern entscheidende Bedeutung zu, als das von einer großen Wüste umgebenen Beersheba mit seinen Brunnen den Schlüssel zur Eroberung Jerusalems darstellt. Indy gibt sich als Händler aus, und Maya als seine Frau. Nach einer Begegnung mit Beduinen erreichen sie schließlich Beersheba. Dort jedoch wird dann der Plan von einem Doppelagenten sabotiert. Nun gilt es, zu verhindern, dass die Brunnen gesprengt werden…


Review: Episodenbild (c) Lucasfilm "Die Wüstenteufel" ist innerhalb der neu geschnittenen "Die Abenteuer des jungen Indiana Jones" insofern eine Rarität, als hier weder zwei Episoden zusammengeschnitten wurden, noch – wie das z.B. beim eigens als TV-Film entstandenen "Die Jagd nach dem Geisterzug" der Fall war – zwei fertige Drehbücher nach der Absetzung der Serie doch noch umgesetzt und verfilmt wurden. Vielmehr erzählt man hier eine einzige, durchgehende Geschichte. Dies hat den Vorteil, dass man hier zum ersten (und aus meiner Erinnerung heraus auch einzigen) Mal bei der Serie die klassische Drei-Akt-Struktur wiederfindet. Der Haken an der Sache: Die Geschichte war ursprünglich nur als Einzelepisode geplant, und wird hier nun auf eine mit achtzig Minuten zwar ohnehin unterdurchschnittliche, aber dennoch zu große Laufzeit aufgebläht. Hierfür bediente man sich einiger zusätzlicher Szenen, die teilweise auf dem Schneideraum zurückgeblieben waren, sowie auf Materials des ebenfalls von Simon Wincer inszenierten Films "The Lighthorsemen – Blutiger Sturm" zurück.

Dessen ungeachtet ist leider überdeutlich, dass hier einfach zu wenig Story da war, um die ohnehin nur achtzig Minuten Laufzeit zu füllen – weshalb sich "Die Wüstenteufel" leider stellenweise doch ordentlich dahinzieht. Normalerweise ist es ja so, dass man eine Episode, einen Film usw. dreht, eine erste Schnittfassung anfertigt, und dann noch weiter strafft, sei es, um eine bestimmte Laufzeit zu erreichen (was vor allem früher fürs Fernsehen relevant war), oder einfach generell, um damit die Dramaturgie zu stärken. Hier hingegen hatte ich den Eindruck, dass eben wegen des Wunschs, aus einer eigentlich nur "einstündigen" (mit Werbepausen) Episode einen TV-Film zu machen, einfach alles an Material das zur Verfügung stand hineingeschnitten hat. Der Dramaturgie war dies jedenfalls nicht zuträglich. Immerhin: Nach einer ziemlich zähen ersten Stunde dreht "Die Wüstenteufel" in den letzten zwanzig Minuten nochmal halbwegs auf, und überzeugt mit einem durchaus packenden und spektakulären Showdown. Davor brilliert die Episode aber fast ausschließlich nur mit ihren prominenten Gaststars. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten (die wohl 1993 stattgefunden haben dürften) war Catherine Zeta Jones noch eher eine Unbekannte, bis zur Veröffentlichung des fertigen TV-Films (da die gedrehte Episode ursprünglich ja nicht ausgestrahlt wurde) war ihr jedoch mit "Die Maske des Zorro" und "Verlockende Falle" der Durchbruch gelungen. Bei Daniel Craig sollte es noch ein paar Jahre länger dauern, bis er sich zuerst mit "Layer Cake" und schließlich natürlich als der bisher letzte James Bond einen Namen machen sollte. Beide werten "Die Wüstenteufel" allein mit ihrer Anwesenheit enorm auf. Schön zweifellos auch die Rückkehr von Douglas Henshall als T.E. Lawrence, mit der man die serieninterne Kontinuität stärkt. Und zugegebenermaßen, ein paar nette Momente und/oder Sprüche hatten sich auch in der ersten Stunde durchaus eingeschlichen. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass dieser Geschichte mit einer Umsetzung als reguläre TV-Folge besser gedient gewesen wäre.

Fazit: Episodenbild (c) Lucasfilm Mit den prominenten Gaststars und vor allem dann dem durchaus gefälligen und packenden Showdown (wo wir hier somit quasi einen Kampf zwischen Indiana Jones und James Bond erleben) hätte sich "Die Wüstenteufel" ja eigentlich eine deutlich bessere und höhere Wertung verdient. Leider aber braucht man einfach viel zu lang, um diesen Punkt zu erreichen, bzw. ist die Geschichte nun einmal entschieden zu dünn, um die Laufzeit von – für die (neu zusammengeschnittene) Serie ja eh schon unterdurchschnittliche – achtzig Minuten zu füllen. Und so schleppt sich die Handlung hier leider die längste Zeit doch ordentlich dahin, und habe ich mich mit "Die Wüstenteufel" vor allem im Mittelteil stellenweise sogar richtiggehend gelangweilt. Daran konnten auch Catherine Zeta Jones und Daniel Craig in frühen Rollen nichts ändern.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Lucasfilm)







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