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Poirot - 3x03: Die Reise auf der Queen Mary Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel: The Million Dollar Bond Robbery
Episodennummer: 3x03
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 13. Januar 1991
Erstausstrahlung D: 15. Oktober 1993
Drehbuch: Anthony Horowitz
Regie: Andrew Grieve
Besetzung: David Suchet als Hercule Poirot, Hugh Fraser als Captain Hastings, Philip Jackson als Chief Inspector Japp, Pauline Moran als Miss Lemon, David Quilter als Mr. Shaw, Ewan Hooper als Mr. Vavasour, Paul Young als Mr. McNeil, Lizzy McInnerny als Nurse Long, Oliver Parker als Philip Ridgeway, Natalie Ogle als Esmee Dalgleish, Christopher Owen als Chief Purser, Jonathan Stratt als Spivvy Passenger, Dallas Adams als Hood, Kieron Jecchinis als Tom Franklin, Edward Phillips als Flower Seller, Robin Hunter als Police Officer, Richard Bebb als Newsreader u.a.

Kurzinhalt: Mr. Shaw ist ein Angestellter der London and Scottish bank. Eines Tages wird auf ihn auf offener Straße ein Anschlag verübt, als jemand versucht, ihn zu überfahren. Kurz darauf wird er in seinem Büro vergiftet, und überlebt nur mit viel Glück. Sein Vorgesetzter, und Manager der Bank, befürchtet nun, dass es jemandem darum ging, Einfluss auf den bevorstehenden Transport von Pfandbriefe in einem Wert von eine Million Dollar in die Filiale nach New York zu nehmen. Offenbar sollte Mr. Shaw, der dafür eigentlich vorgesehen war, durch eine andere Person ersetzt werden. Die Aufgabe fällt schließlich Mr. Ridgeway zu – der jedoch Spielschulden hat. Insofern ist er auch der Hauptverdächtige, als die Pfandbriefe während der Überfahrt mit der Queen Mary plötzlich verschwinden. Doch Hercule Poirot, der zusammen mit Captain Hastings die Reise ebenfalls angetreten ist, um den Transport zu überwachen, hat jemand ganz anderen in Verdacht…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) BBC Als ich nach dem Vorspann den Namen Anthony Horowitz las, war ich auf "Die Reise auf der Queen Mary" gleich ganz besonders gespannt – bin ich doch zumindest ansatzweise mit den Werken des Krimi- und Spionageroman-Autors vertraut, und mochte nicht zuletzt seine "007"-Trilogie, sowie den ersten seiner "Sherlock Holmes"-Romane sehr gerne (über den Nachfolger "Der Fall Moriarty" hüllen wir hingegen zuvorkommenderweise den Mantel des Schweigens). Mehr noch als seine Adaption der (mir nicht bekannten) Kurzgeschichte stach dann aber die Umsetzung/Inszenierung hervor. Insofern, als die Episode teilweise auf dem legendären Kreuzfahrtschiff Queen Mary angesiedelt ist, welches jedoch zu dem Zeitpunkt der Dreharbeiten (natürlich) nicht mehr im Einsatz war. Aus meiner Sicht gelang es hier durchaus geschickt, dieses Problem zu umgehen, wobei nicht zuletzt hervorstach, wie m an hier auf altes Schwarz/Weiß-Material zurückgreift, und daraus z.B. einen fiktiven Newsbericht aus der damaligen Zeit zusammenstellt, in dem auch Poirot und Hastings vorkommen. Das war schon ziemlich geschickt gemacht. Auch die Sets konnten durchaus überzeugen. Trotzdem, da und dort war der Episode halt schon anzumerken, dass man halt budgettechnisch doch eher eingeschränkt war, und die Authentizität da und dort etwas darunter leidet.

Was den Fall an sich betrifft, hatte es mir dann in erster Linie die Auflösung angetan. Zwar kam mir die geheimnisvolle blonde Passagierin gleich bekannt vor, ich konnte sie aber im ersten Moment nicht zuordnen. Und selbst, als ihre Rolle im Geschehen aufgeklärt wurde, hatte mich die Offenbarung ihres Komplizen überrascht, dachte ich im ersten Moment doch, sie hätte allein gehandelt. Etwas zu offensichtlich war hingegen, dass es sich bei Mr. Ridgeway um einen roten Hering handelt; weil das wäre einfach zu offensichtlich gewesen. Generell fand ich den Fall leider abseits der wie gesagt netten Auflösung irgendwie wenig mitreißend und/oder interessant. Seltsam fand ich auch die eine Szene an Bord, wo Regisseur Andrew Grieve im Korridor die Kamera "wackeln" lässt, um den Seegang zu imitieren. Grundsätzlich ja ein netter Einfall – aber warum nur in dieser Einstellung, und nicht in allen (oder zumindest mehreren) Szenen an Bord? Gelungen fand ich dafür wieder den Humor; nicht zuletzt, als just Captain Hastings, der sich so auf die Reise mit der Queen Mary gefreut hat, und sich für unerschütterlich hielt, seekrank wird, während Hercule Poirot – wohl auch aufgrund der medizinischen Hilfsmittel, die er vorsorglich eingepackt hat – diese unbeschadet übersteht. Wie es generell wieder Spaß machte, David Suchet und Hugh Fraser in ihren Rollen zuzusehen – auch wenn ich den Fall jetzt nicht zu Christies bzw. Poirots besten zählen würde.

Fazit: Episodenbild (c) BBC Bei "Die Reise auf der Queen Mary" stand man vor der Herausforderung, dass das titelspendende Kreuzfahrtschiff schon längst außer Dienst gestellt wurde, und daher für Dreharbeiten nicht zur Verfügung stand. Im Großen und Ganzen – und unter Berücksichtigung der damaligen (finanziellen und inszenatorischen) Möglichkeiten – hat man dies recht gut gelöst, wobei vor allem einzelne Ideen wie die Vermischung von Archivaufnahmen mit neuem Material positiv hervorstechen. Da und dort merkt man "Die Reise auf der Queen Mary" aber halt schon an, dass sie diesbezüglich an ihre Grenzen gestoßen sind. Der Fall an sich war leider, von der sehr gefälligen Auflösung abgesehen, auch nicht wirklich so besonders. Zumal ich fand, dass sich die Episode vor allem im Mittelteil doch etwas gezogen hat. Die gut aufgelegten Darsteller:innen und der feine Humor sorgen aber zusammen mit der teils durchaus einfallsreichen Umsetzung für einen soliden Gesamteindruck.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © iTV)







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