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Fallout - 2x02: Die Goldene Regel Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Amazon Studios

Originaltitel: The Golden Rule
Episodennummer: 2x02
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 24. Dezember 2025 (Amazon Prime)
Drehbuch: Chris Brady-Denton
Regie: Frederick E.O. Toye
Besetzung: Ella Purnell als Lucy MacLean, Aaron Moten als Maximus, Moises Arias als Norm MacLean, Frances Turner als Barb Howard, Kyle MacLachlan als Overseer Hank MacLean, Walton Goggins als The Ghoul/Cooper Howard, Michael Cristofer als Elder Cleric Quintus, Kumail Nanjiani als Xander Harkness, Xelia Mendes-Jones als Dane, Bashir Salahuddin als Joseph, Rachel Marsh als Claudia, Adam Faison als Ronnie, Rajat Suresh als Clark, Jeremy Levick als Pete, Brian Thompson als Coronado Elder, Sisa Grey als Yosemite Elder, Chris Browning als Grand Canyon Elder, Judson Mills als Stephen Winthrop, Shinelle Azoroh als Julia, Andrea Cañizares-Fernandez als Wounded Woman, Beck Williams als Dirigible Squire u.a.

Kurzinhalt: Nach den Ereignissen in Los Angeles wird Maximus von der Bruderschaft als Held gefeiert. Daraufhin zieht er für den Ältesten Quintus in eine Mission nach der anderen, während er parallel dazu für den Rest des Teams, insbesondere die neuen Rekruten, als Vorbild dient. Quintus hat große Pläne: Er möchte die Zivilisation wieder zu alter Größe führen. Die Wiederaufnahme der Kalten Fusion – möglich geworden dank Maximus – spielt dabei eine entscheidende Rolle. In einer Versammlung der anderen Ältesten verkündet er dann schließlich seine Absicht, gegen das Commonwealth in den Krieg zu ziehen. Parallel dazu hat der im Bunker 31 eingesperrte Norm in seiner Verzweiflung die dort aufbewahrten Schläfer geweckt. Er gibt sich als genetisch gezüchteter Aufseher aus, und behauptet, dass die Flucht aus dem Bunker die letzte Prüfung wäre. Lucy und der Ghul stoßen auf ihrem Streifzug nach New Vegas auf einen Hilferuf. Während der Ghul diesen ignorieren will, bleibt Lucy standhaft, und eilt einer jungen Frau zu Hilfe. Als sowohl diese als auch der Ghul von riesigen Skorpionen verletzt werden, muss Lucy entscheiden, wem von den beiden sie hilft…


Review: Episodenbild (c) Amazon Studios Auch an "Die Goldene Regel" hat mir der Handlungsstrand rund um Lucy und den Ghul am besten gefallen. Dabei stach für mich nicht zuletzt jener Moment hervor, als sie – nach dem Angriff der Riesenskorpione (die mich stark an die Facehugger aus "Alien" erinnert haben; und ja, mir ist bewusst, dass die wiederum von Skorpionen inspiriert waren, aber trotzdem) – den Ghul weiterleiden lässt, während sie der jungen Frau die sie gerettet hat das letzte Schmerzmittel gibt. "She'll die without it. You won't". Diese Begründung ist nachvollziehbar – und doch kam ich nicht umhin, mich zu fragen, ob die Entscheidung nicht mindestens so sehr darauf zurückzuführen war, dass Lucy ihn – aufgrund seines Verhaltens – einfach nicht leiden kann. Momentan sieht jedenfalls alles so aus, als würde "Fallout" Cooper mit seinem desillusionierten Blick auf die Welt und die Menschheit wieder recht geben – scheint es doch so, als wäre Lucy von jener Frau die sie gerettet hat in eine Falle gelockt worden. Ich muss gestehen: Ein bisschen Abwechslung wäre nett. Das "die junge naive Frau wird mit der harten Realität konfrontiert" hat bereits die erste Staffel bestimmt, und zählte dort für mich zu den größten Stärken; ewig sollten sie das Spielchen jetzt aber nicht mehr spielen.

Deutlich besser als in der letzten Folge hat mir dafür der Handlungsstrang im Bunker gefallen. Ich dachte bei "Der Innovator" als Norm die anderen aufgeweckt hat ja eigentlich, dass er ihnen sagen würde, sie stecken alle hier aufgrund einer Fehlfunktion fest, und müssen irgendwie gemeinsam entkommen, sonst werden sie alle sterben. Aber dass er sich als ein über Generationen hinweg genetisch gezüchteter Super-Verwalter ausgibt, und generell das Wissen welches er über VaultTec erlangt hat nutzt, um sie zu manipulieren, und die Drecksarbeit erledigen zu lassen (und sich vor allem auch selbst zu retten), fand ich dann doch ziemlich cool. Relativ wenig tat sich dafür bei Hank. Zwar ist es immer nett, Kyle MacLachlan zu sehen, aber hier trat die Story für mich doch eher auf der Stelle. Bleibt noch Maximus. Der glänzte in "Der Innovator" ja noch mit Abwesenheit, und da ich die Figur bislang von der Stammbesetzung am uninteressantesten fand, habe ich ihn dort auch nicht wirklich vermisst. "Die Goldene Regel" beginnt überhaupt gleich mal mit einem Flashback zu einer Szene, von der wir in der ersten Staffel nur einen kleinen Ausschnitt (nämlich seine Rettung nach der Explosion) mitbekommen haben. Hier nun sehen wir die Minuten unmittelbar davor. Ich muss gestehen: ich fand das ein bisschen übertrieben inszeniert, insbesondere mit der hochdramatischen Musik. Wenn die Folge zu diesem Moment hingearbeitet hätte, ok, aber als Einstieg war es mir ein bisschen "too much"; ich fand einfach nicht, dass man sich diese Szene – mit dieser Dramatik – "verdient" hat. Dafür hat mir der Rest rund um Maximus besser gefallen als sein Handlungsstrang in der ersten Staffel. Dass er hier nun Teil des Systems geworden ist, verzweifelt versucht, den anderen ein gutes Vorbild zu sein und ein bisschen Menschlichkeit hineinzubringen, dabei aber immer wieder an seine Grenzen gerät – und sich der Möglichkeit stellen muss, dass nicht er die Bruderschaft verändert, sondern umgekehrt; siehe auch den Kampf am Ende, wo er seinen Gegner tötet. Das ist nicht uninteressant. Zuletzt noch eine Randnotiz: Ich habe mich sehr über den (Mini-)Auftritt von Brian Thompson gefreut, und hoffe, dass wir von ihm im weiteren Verlauf der Staffel noch mehr zu sehen bekommen.

Fazit: Episodenbild (c) Amazon Studios In "Die Goldene Regel" war erfreulicherweise schon wieder um einiges mehr los als im (meinem Empfinden nach) recht mäßigen Staffelauftakt. Vor allem die Szenen zwischen Lucy und dem Ghul hatten es mir wieder angetan; allerdings hoffe ich, dass sie nicht vorhaben, das Konzept von Lucy, die wegen ihrer Freundlichkeit und Naivität immer wieder in Schwierigkeiten gerät, jetzt für immer und ewig beizubehalten. Die Szenen rund um Hank machten auf mich eher einen Platzhalter-Eindruck, so als wären sie da, damit wir auf ihn und seine Experimente nicht vergessen. Besser als in der letzten Folge fand ich dafür den Blick in Bunker 31; vor allem, wie Norm sich hier die Überzeugungen der aufgeweckten VaultTec-Mitarbeiter:innen zu Nutze macht, damit die für ihn arbeiten, war klasse. Und nachdem Maximus in der ersten Staffel einer der größten Schwächen war, sehe ich im Widerspruch zwischen seinen Idealen und der Politik (und den Zielen) der Bruderschaft großes dramaturgisches Potential. Den Flashback zu seiner Kindheit fand ich allerdings (trotz der durchaus interessanten Offenbarung rund um Hanks Rolle bei der Vernichtung der Stadt) im Hinblick auf das überdramatisierte Finale am Anfang der Folge etwas unglücklich platziert.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2025 Amazon Prime Video)








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