Originaltitel:The Gap Episodennummer: 1x07 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 12. Dezember 2025 (Apple TV+) Drehbuch: Jenn Carroll Regie: Adam Bernstein Besetzung:
Rhea Seehorn als Carol Sturka,
Karolina Wydra als Zosia,
Carlos-Manuel Vesga als Manousos,
Jesse Ramirez als Concerned Villager,
José Juan Ramos Ramos als Friendly Driver,
Norman Patrick Brown als Villager #1,
Tina Griffin als Villager #2,
Ama Zathura als Villager #3,
Katrina Golden als Villager #4 u.a.
Kurzinhalt:
Zumindest zu einer Person ist Carol mit ihren Videos durchgedrungen: Manousos. Dieser begibt sich daraufhin auf dem Weg von Paraquay nach Albuquerque. Eine lange und beschwerliche Reise – vor allem auch deshalb, da er jegliche Hilfe seitens des Kollektivs ablehnt. Dies bedeutet auch, dass er sich – mangels Straßen, die Nord- und Südamerika miteinander verbinden – den "Darién Gap" durchqueren muss. Doch dort lauern zahlreiche Gefahren auf ihn. Währenddessen ist Carol nach ihrem Treffen mit Koumbas in Las Vegas wieder nach Hause zurückgekehrt. Auf der einen Seite feiert sie das Wissen, dass das Schwarmbewusstsein sie ohne ihre Zustimmung nicht ins Kollektiv aufnehmen kann. Andererseits macht ihr jedoch die Einsamkeit – da alle Personen, inklusive der Piraten-Lady, aus der Stadt abgezogen wurden – zunehmend zu schaffen…
Review (kann Spoiler enthalten):
Im Gegensatz zum guten Vince Gilligan (auch wenn er diese Episode nicht geschrieben hat), der in meinen Augen in dieser Staffel (bislang) zu wenig Story auf zu viele Episoden verteilt, will ich es kurz machen: Mir war bei "Die Lücke" leider entschieden zu wenig los. Alles rund um Carol steigert sich zwar immerhin zum einzigen hervorstechenden (und auch durchaus emotionalen) Höhepunkt der Folge, als auf ihre Bitte hin Zosia zurückkehrt, und sie diese erleichtert umarmt – da ihr die Einsamkeit, und wie sie vom Kollektiv aufgegeben wurde, doch ordentlich zugesetzt hat. Allerdings hätte man das in meinen Augen mit deutlich weniger Szenen auch erzählen, und somit die Versöhnungsszene bereits am Ende der letzten Folge bringen können. Zumal mir die sich wiederholende Tonbandaufnahme bereits in der Episode davor extrem auf die Nerven gegangen ist, und hier nochmal mehrmals wiederholt wird. Ich habe es zuvor schon erwähnt: Wäre ich Carol gewesen, hätte ich ihnen schon längst gesagt "Ok, hab's verstanden, es reicht ein Piepton, und ich spreche einfach drauf, wenn ich etwas brauche." Parallel dazu begibt sich Manousos nach Albuquerque. Auch das hätte man in meinen Augen deutlich kürzen können. Dass er partout keine Hilfe vom Kollektiv annehmen will, kam bereits in "Bitte, Carol" heraus; und es tut mir leid, aber seine Weigerung wirkt auf mich wie reine Sturheit – und bedeutet zugleich, dass alles, was ihm hier widerfährt, seine Schuld ist, und ich dementsprechend nicht mit ihm mitfiebern und/oder -leiden konnte. Vielleicht wird es der Serie in den letzten zwei Episoden der Staffel noch gelingen, mir seine Beweggründe begreiflich zu machen. Vorerst fand ich das (und somit leider auch ihn) aber doch ziemlich dämlich.
Fazit:
Ich mache mir ja für diese Reviews immer Notizen auf einem Block. Während "Die Lücke" habe ich dabei u.a. folgendes zu Protokoll gegeben: "Wir sind bei Minute 25, bislang tut sich da gar nichts". Daran hat sich leider auch in den darauffolgenden 15 Minuten nichts geändert. Einzig das Ende, mit der Rückkehr von Zosia, und Carols erleichterter Umarmung, stach für mich hervor. Demgegenüber tat ich mir mit Manousos Sturheit und Unvernunft extrem schwer, und habe eben deshalb, weil es seine Entscheidung war, auf die Hilfe des Kollektivs zu verzichten, mit ihm auch kein Mitleid, wenn er sich beispielsweise die Wunde mit einer erhitzten Machete ausbrennt (Kennt ihr das "Ha ha"-Meme mit Nelson aus "Die Simpsons"? Das war ich in dem Moment.). Selber Schuld, du Depp. Jedenfalls: In meinen Augen hätten sich die wenigen wichtigen Sachen, die hier passieren, in fünf bis maximal zehn Minuten erzählen und dementsprechend ans Ende der letzten oder an den Beginn der nächsten Folge stellen lassen. Darauf aber eine komplette, eigenständige Folge zu verbraten, war in meinen Augen eine Verschwendung von Geld, Energie und vor allem auch Zeit – nicht zuletzt meiner eigenen.