Originaltitel: The Cure Episodennummer: 1x12 Bewertung: Erstausstrahlung US: 29. November 1974 Erstausstrahlung D: 22. März 1989 Drehbuch: Edward J. Lakso Regie: Bernard McEveety Besetzung:
Roddy McDowall als Galen,
Ron Harper als Alan Virdon,
James Naughton als Pete Burke,
Sondra Locke als Amy,
David Sheiner als Zoran,
Ron Soble als Kava,
George D. Wallace als Talbert,
Mark Lenard als Urko,
Booth Colman als Zaius,
Biff Elliot als Orangutan,
Albert Cole als Mason,
Ron Stein als Neesa,
Charles Leland als Dying Man u.a.
Kurzinhalt:
Galen, Alan und Pete haben ein paar Tage in einem Dorf verbracht. Sie sind gerade dabei, dieses zu verlassen, als es zum Ausbruch einer Seuche kommt, und eine Quarantäne verhängt wird. Alan und Pete erkennen die Krankheit schließlich als Malaria – und wissen dementsprechend, dass die Anweisungen, die der Affendoktor Zoran gibt, und die für viele andere Krankheiten sinnvoll wären, in diesem Fall den Ausbruch nur beschleunigen, und wohl zum Tod aller Bewohner führen würde. Verzweifelt versuchen sie ihn davon zu überzeugen, ihnen zu vertrauen. Denn gelingt es diesem nicht, die Seuche einzudämmen, wird entweder die Krankheit alle im Dorf umbringen – oder aber Urko, der bei einem Versagen Zorans die Erlaubnis erhalten würde, dieses niederzubrennen…
Review:
Neben den wiederkehrten Nebendarstellern Mark Lenard (als Urko) und Booth Colman (als Zaius) wartet "Die Seuche" wieder einmal mit einem prominenten Gesicht auf: Sondra Locke ist (mir) in erster Linie aus ein paar Filmen mit Clint Eastwood aus den 70ern bekannt (kein Wunder, waren die beiden damals doch ein Paar), und hier nun in der weiblichen Hauptrolle der Episode zu sehen. Gleich zu Beginn sehen wir dabei, wie Alan eigentlich gerade dabei war, sich von ihr zu verabschieden. Als deutlich wird, dass sich Amy unsterblich in ihn verliebt hat, und ihm nicht glaubt, dass er fortgehen muss, erzählt er ihr schließlich die Wahrheit über sich und Pete – sehr zum Missfallen von Galen, der seinem Freund daraufhin in einer Höhle die Leviten liest, und ernstlich daran zu zweifeln beginnt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, als er sich den beiden Astronauten angeschlossen hat. Die weiteren Ereignisse von "Die Seuche" werden ihn dann allerdings doch wieder eines besseren belehren.
Denn: Alan und Pete sind mit ihrem – aus Sicht der Affengesellschaft – fortschrittlichem Wissen von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, die Seuche einzudämmen, und zu verhindern, dass diese auf andere Dörfer übergreift. Etwas, dass nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Affen relevant ist, wie sich zeigt, als auch einer von ihnen an Malaria erkrankt, und verstirbt. Es ist vor allem auch dieser Umstand, der Zoran davon überzeugt, seine Skepsis abzulegen, und ihnen zu vertrauen. Gut gefiel mir an "Die Seuche" nicht zuletzt, wie Alan an einer Stelle auch einem erkrankten Affen (vermeintlich ja "Der Feind") das Leben rettet – und eben dieser Akt des Mitgefühls dann dazu führt, dass das gesamte Dorf verschont wird. Dahinter steckt eine sehr kraftvolle und wichtige Aussage. Davon abgesehen hatte es mir nicht zuletzt auch wieder das Zusammenspiel zwischen Mark Lenard und Booth Colman angetan, da Urko und Zaius hier, nicht zum ersten Mal im Verlauf der Serie, wieder einmal aneinandergeraten. Nicht ganz so gut funktioniert hat für mich hingegen die Liebesgeschichte von Amy und Alan. Dass wir in diese quasi in medias res einsteigen, und erst davon erfahren, als sie quasi schon wieder vorbei ist (da Alan ja gerade dabei war, aufzubrechen, und sich von ihr zu verabschieden) mag daran einen wesentlichen Anteil gehabt habe. Aber auch die diversen Todesfälle im Dorf, ja selbst von Amys Vater, verfehlten leider jegliche emotionale Wirkung bei mir. Und spannend war das Geschehen leider auch wieder mal nicht. Zuletzt sei auch noch – weniger als Beobachtung denn als Kritik – erwähnt, dass die animierten Fliegen bei der Szene mit dem Verstorbenen am Tümpel allzu deutlich als eben solche zu erkennen waren. Insgesamt war "Die Seuche" aber zumindest ganz ok.
Fazit:
Ich denke, mir hätte "Die Seuche" eine Spur besser gefallen, wenn man uns wie sonst üblich gezeigt hätte, wie Galen, Alan und Pete ins Dorf kommen, und wir nicht zuletzt "live" miterlebt hätten, wie sich Amy in Alan verliebt, und dementsprechend bestürzt ist, als dieser dabei ist, wieder abzureisen. Zwar hält man sich mit dem Flashback an den Grundsatz "zeigen, nicht erzählen", dennoch war mir das als Grundlage zu wenig, um Amys Gefühle für ihn – oder auch Galens Enttäuschung darüber, dass Alan ihr die Wahrheit über die Herkunft von ihm und Pete erzählt hat – nachvollziehen zu können. Nach diesem etwas holprigen Start dreht die Episode dann aber mit dem Ausbruch der titelspendenden Seuche wieder auf. Ich mochte dabei nicht zuletzt die Szenen mit dem Rat der Affen, wo auch wieder die sehr unterschiedlichen Einstellungen von Zaius und Urko deutlich wurden. Sondra Locke spielt ihre Gastrolle zudem durchaus charmant. Und vor allem der Ausgang des Geschehens konnte mir dann gefallen. Wirklich mitreißend war "Die Seuche" zwar nie; immerhin habe ich mich mit ihr aber auch nicht gelangweilt.