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Die Abenteuer des jungen Indiana Jones - 2x07: Spionage-Eskapaden Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Lucasfilm

Originaltitel: Espionage Escapades
Episodennummer: 2x07
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 14. Oktober 1999
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: Terry Jones & Robert Young
Regie: Gavin Scott
Besetzung: Sean Patrick Flanery als Indiana Jones, Tim McInnerny als Franz Kafka, Amanda Ooms als Nadia, Timothy Spall als Cunningham, Kenneth Cranham als Schmidt, Harry Enfield als Chauffeur, Terry Jones als Marcello, William Hootkins als Sergei Diaghilev, Liz Smith als Delfina, David Leland als Costume Designer, Charles McKeown als Charles, David Hatton als Count of Toledo, Susannah Morley als Countess of Toledo, Wolf Kahler als German 2nd, Carl Chase als German 2nd, Stephen Frost als Huge Man, Jimmy Gardner als Old Spanish Man, Desiree Erasmus als Olga, Andrew Seear als Spanish 2nd 1, Geoffrey Drew als Stage Manager, Bill Dean als Theatre Caretaker, Matthew Sim als Theatre Page, Claire Perriam als Ballet Dancer, Jacqueline Charles als Old Spanish Lady, Gavin Scott als German Spy, Mike McShane als Anton u.a.

Kurzinhalt: Sein jüngster Spionage-Einsatz führt Indiana Jones nach Barcelona, wo er auf drei weitere internationale Spione trifft: Den Italiener Marcello, den Franzosen Charles, sowie den Engländer Cunningham. Gemeinsam sollen sich für diplomatische Verwicklungen zwischen Spanien und Deutschland sorgen. Eben deshalb versuchen sie es so aussehen zu lassen, als hätte die Herzogin von Toledo ein Verhältnis mit dem deutschen Oberst Schmidt. Zu spät erfahren sie, dass es sich bei diesem um einen Doppelagenten der Amerikaner handelt. Danach wird Indy nach Prag versetzt, wo er in seiner Wohnung auf einen wichtigen Anruf warten soll, den er in einer knappen Woche erhalten wird, und der für den weiteren Verlauf des Krieges entscheidend sein könnte. Jedoch: Im Apartment wurde der Telefonapparat entfernt. Für die Anmeldung eines neuen Anschlusses begibt sich Indiana Jones in die Abgründe der Bürokratie – und droht schließlich an eben dieser zu verzweifeln…


Review: Episodenbild (c) Lucasfilm Die erste dieser beiden zusammengestoppelten Episoden der "Young Indiana Jones Chronicles" (die aber immerhin sowohl thematisch als auch tonal recht gut zusammenpassen) ist noch halbwegs solide. Aufgewertet wird das Barcelona-Abenteuer nicht zuletzt von der Besetzung, die nicht zuletzt mit Terry Jones (der auch für die Inszenierung verantwortlich war) aufwartet. Darüber hinaus gibt es – aus heutiger Sicht – ein Wiedersehen mit dem späteren "Harry Potter"-Bösewicht Timothy Spall. Und Wolf Kahler ist hier in einer neuen (und relativ unscheinbaren Rolle) auch nochmal im Indy-Universum unterwegs. Zwar (mir) nicht bekannt, aber durchaus spielfreudig zeigt sich Amanda Ooms als US-Agentin. Vor allem ihre Szenen, und hier insbesondere im Zusammenspiel mit Sean Patrick Flanery, machen durchaus Laune. Und auch das kurze Wiedersehen mit Pablo Picasso sticht durchaus positiv hervor.

Leider aber wurde mir das Geschehen dann doch zunehmend zu absurd. Der diesbezügliche Höhe- oder eher Tiefpunkt war zweifellos Indys wilde Tanzeinlage, als er mit Hüftstößen versucht, seinen Kollegen eine Nachricht zu übermitteln (Weiß eigentlich irgendjemand in Hollywood, wie Morsezeichen funktionieren? Oder hält man einfach nur das Publikum für zu/so blöd?!). Aber auch das Duell in der Stierkampfarena, welches dann in letzter Sekunde verhindert wird, hat für mich nicht funktioniert. Insgesamt war der Barcelona-Teil aber gerade noch so gut genug für eine durchschnittliche Wertung. Mit dem Wechsel nach Prag folgte dann aber der Absturz. Hier versucht man sich an einer Farce. Dabei kann ich anerkennen, was man damit sagen, und vor allem auch erreichen wollte. Indy lernt hier ja im Verlauf der Geschichte Franz Kafka kennen, und eben diesem – und seinem Schaffen – wollte man mit Indys absurden und zunehmend surrealen Erlebnissen hier Tribut zollen. Und auch wenn ich kein Freund von irgendwelchen "alles nur geträumt"-Auflösungen bin, aber in diesem Fall hätte es für mich besser funktioniert. Denn: Als "Indiana Jones"-Abenteuer ist das, was ihm hier widerfährt, einfach nicht plausibel, angefangen beim Spießrutenlauf an sich, über das Verhör, bis insbesondere dann auch der Verhandlung, wo der Richter das von ihm ausgefüllte Formular wie eine Anklageschrift vors Gesicht hält. Vielleicht sehe ich das ja zu eng, keine Ahnung. Aber ich konnte das einfach nicht als etwas, dass Indy tatsächlich so widerfahren sein soll, akzeptieren – weshalb diese ganze (Prag-)Episode für mich überhaupt nicht funktioniert hat.

Fazit: Episodenbild (c) Lucasfilm Bereits die erste Hälfte fand ich nicht wirklich prickelnd. Die Gaststars, insbesondere natürlich Terry Jones, waren zwar schon ganz cool, die Story selbst hat mich aber weder sonderlich überzeugt noch gepackt. Und Indys Tanzdarbietung war in mehrerer Hinsicht einfach nur lächerlich. Immerhin war Amanda Ooms als Nadia charmant, und ihre gemeinsamen Szenen mit Sean Patrick Flanery die wenigen (und einzigen) Highlights dieser "Spionage-Eskapade". Mit dem Prag-Segment konnte ich dann allerdings leider überhaupt nichts anfangen. Ich kann anerkennen, was man hier beabsichtigt hat, konnte dieses "Abenteuer" als etwas, dass Indy tatsächlich in dieser Form widerfahren sein soll, aber einfach nicht akzeptieren. Für mich war dieser Teil der (Doppel-)Folge somit leider ein völliger Reinfall.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Lucasfilm)







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