Originaltitel: Shock Jock Episodennummer: 5x05 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 25. Dezember 2025 (Netflix) Drehbuch: Curtis Gwinn Regie: Frank Darabont Besetzung:
Winona Ryder als Joyce Byers,
David Harbour als Jim Hopper,
Millie Bobby Brown als Eleven,
Finn Wolfhard als Mike Wheeler,
Gaten Matarazzo als Dustin Henderson,
Caleb McLaughlin als Lucas Sinclair,
Noah Schnapp als Will Byers,
Sadie Sink als Max Mayfield,
Natalia Dyer als Nancy Wheeler,
Charlie Heaton als Jonathan Byers,
Joe Keery als Steve Harrington,
Maya Hawke als Robin Buckley,
Brett Gelman als Murray Bauman,
Priah Ferguson als Erica Sinclair,
Linda Hamilton als Dr. Kay,
Cara Buono als Karen Wheeler,
Jamie Campbell Bower als Vecna,
Linnea Berthelsen als Kali,
Alex Breaux als Lieutenant Robert Akers,
Jake Connelly als Derek Turnbow,
Nell Fisher als Holly Wheeler u.a.
Kurzinhalt:
Will ist es gelungen, telepathisch mit Vecna – und damit dem Schwarmbewusstsein – Kontakt aufzunehmen, und so die Demogorgons aufzuhalten und seine Freunde zu retten. Nun möchte man sich eben diese Verbindung zu Nutze machen, um Vecna auszuspionieren. Es gibt zwei Pläne, um dieses Ziel zu erreichen, einer von Lucas, der andere von seiner kleinen Schwester Erica. Letztendlich entscheidet man sich dafür, beide Parallel zu probieren. Während Erica ihre entsprechenden Vorbereitungen trifft, arbeiten die anderem am Funkturm, an den quasi ein Demogorgon angeschlossen werden soll. Im Upside Down fliehen Jim und Eleven indes mit Kali aus der Militärbasis. Kurz darauf sind sie mit Dustin, Jonathan, Nancy und Steve wieder vereint. Man ist davon überzeugt, dass Vecna die Kinder hinter der Mauer festhält, die das Upside Down umgibt, und als eine Art Schutzschild fungiert – und schmiedet einen Plan, um eben diese Verteidigungsmauer zu durchbrechen. Zu spät erkennt Dustin, dass sie sich diesbezüglich geirrt haben…
Review (kann Spoiler enthalten):
Nach dem hochdramatischen Finale der ersten Staffelhälfte schaltet "Stranger Things" mit "Der Stromschlag" wieder einen Gang (oder eher zwei) zurück. Dies vermittelte mir den Eindruck, dass die Duffer-Brüder im Vorfeld schon wussten, dass Netflix die letzte Season in der Mitte aufteilen würden; weil tatsächlich wirkt das fast ein bisschen wie ein "Tischlein deck dich"-Staffelauftakt, der nun alle Figuren für den großen Showdown in Stellung bringt. Angefangen bei Vecna, der mit seiner Mission erfolgreich war, und die Kinder um sich gescharrt hat (und in seiner Traumwelt begrüßt). Über die Figuren im Upside Down, wobei insbesondere die Rettung von Kali für das weitere Geschehen noch wichtig sein dürfte. Bis hin zu den Nachwehen von Wills Eingreifen am Ende der letzten Folge, mit dem er seine Freunde rettete – und man nun die Möglichkeit sieht, dass vielmehr er Vecna ausspioniert, statt umgekehrt, und man so einen Weg findet, um ihn ein für alle Mal aufzuhalten. All dies war grundsätzlich durchaus interessant, allerdings in meinen Augen auch nichts davon wirklich mitreißend. Vor allem in der ersten Hälfte der Folge hatte ich den Eindruck, dass es nicht geschadet hätte, ein bisschen mehr auf die Tube zu drücken.
Darüber hinaus fehlte es "Der Stromschlag" leider auch ein bisschen an den großen Highlights. Ich habe ja zuletzt erwähnt, dass die Serie für mich vor allem in den Charaktermomenten sehr gut funktioniert. Diesbezüglich bot die Episode letztendlich aber "nur" die Aussprache – und den daraus resultierenden Streit – zwischen Dustin und Steve. Das war für mich allerdings auch so ziemlich das Einzige, was hervorstach. Davon abgesehen fand ich in erster Linie noch alles rund um Max und Holly – und ihren Fluchtversucht – interessant. Und dank Kali erfahren wir immerhin auch etwas mehr über das Programm von Dr. Kay, und zugleich auch zur Herkunft der Kinder wie Eleven aus der damaligen Testreihe. Die Szene mit einer schwangeren Frau nach der anderen verfehlte die gewünschte schockierende Wirkung bei mir nicht. Insgesamt hat man mir hier aber dann doch (vorerst noch) etwas zu wenig aus der spannenden Ausgangssituation am Ende von "Der Stromschlag" gemacht. Nicht zuletzt aus der Offenbarung von Wills Fähigkeit, mit Vecna Verbindung aufzunehmen – und so seine Freunde zu retten – und den Reaktionen der anderen darauf hätte man mehr machen können. Und die Szene mit Dustin am verfehlte die gewünschte Wirkung bei mir insofern, als man uns leider nicht verrät, was er entdeckt hat. Wir sehen nur, wie er panisch versucht, mit Jonathan und Nancy Kontakt aufzunehmen, aber ohne zu wissen, was genau droht, kam zumindest bei mir keine Spannung auf. Und auch wenn die meisten wohl ohnehin die nächste Folge gleich anknüpfen, aber ich denke, uns zu zeigen, wie das ausgeht, wäre für "Der Stromschlag" wohl der rundere Abschluss gewesen (und hätte als Cliffhanger mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser, funktioniert).
Fazit:
Die erste Folge nach der Halbzeitpause schwächelte in meinen Augen ein bisschen. Mir war hier insgesamt einfach doch ein bisschen zu wenig los. Dies bezieht sich auf den Inhalt im Allgemeinen, und vor allem auch die großen, emotionalen Höhepunkte im Besonderen. Was letzteres betrifft, würde ich maximal noch die Auseinandersetzung zwischen Dustin und Steve gelten lassen. Davon abgesehen fehlten der Episode aber weitestgehend genau jene ruhigen, starken Charaktermomente (in der Interaktion zwischen zwei oder mehr Figuren), welche mir bislang an der fünften Staffel mit Abstand am besten gefallen konnten. Immerhin, ein paar interessante Offenbarungen und/oder spannende Entwicklungen (letzteres insbesondere im Hinblick auf die Flucht von Max und Holly) hatte "Der Stromschlag" dann ja doch noch zu bieten. Als erste Folge nach der Unterbrechung war sie für mich insgesamt aber doch eine kleine Enttäuschung.