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Pluribus - 1x05: Milch Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel:Got Milk
Episodennummer: 1x05
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 26. November 2025 (Apple TV+)
Drehbuch: Ariel Levine
Regie: Gordon Smith
Besetzung: Rhea Seehorn als Carol Sturka, Karolina Wydra als Zosia, Menik Gooneratne als Laxmi, Rayaan Kamal Khan als Ravi, Merritt C. Glover als Nurse, Tara Southerland als Tatted-Out Orderly, Roy Ward als Stone-Faced Man, Elliott Mayer als Placid Patient, Samuel Appenzeller als Young Child, Loren Anthony als Patient Other, McKenzie Scott als Woman in Sweats, Jamie Javier Guerrero als Burly Dude u.a.

Kurzinhalt: Nach dem Vorfall mit Zosia wacht Carol im Krankenhaus auf. Dieses ist fast vollständig verlassen. Als sie aufs Dach steigt, wird sie Zeuge eines Exodus: Es scheint, als würde das Schwarmbewusstsein alle Menschen aus ihrer Heimatstadt abziehen. Als sie die Telefonnummer wählt, hört sie darauf ein Tonband, wo es heißt, dass der Schwarm sie zwar immer noch mögen würde, aber nach den jüngsten Ereignissen ein bisschen Abstand von ihr bräuchte. Selbstverständlich werden sie auch weiterhin alles dafür tun, um ihre Wünsche zu erfüllen. Carol nimmt daraufhin eine Videonachricht für die anderen zwölf Menschen, die so wie sie nicht im Gruppenbewusstsein aufgegangen sind, auf. Sie bittet darum, diese zu kopieren und – teilweise mit Untertitel – an die zwölf Personen zu verteilen. Abgeholt wird das Kuvert jedoch nur von einer automatisierten Drohne. Als sie am nächsten Morgen den Müll hinausbringt, macht Carol dann jedoch eine verblüffende Entdeckung: Die Menschen, die das Schwarmbewusstsein ausmachen, scheinen fast ausschließlich eine in Milchkartons verpackte Flüssigkeit zu sich zu nehmen…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Apple TV+ Man sieht es an der Wertung: In meinen Augen setzt sich der zwar leichte, bislang aber konstante Abwärtstrend der Serie auch mit "Milch" fort. Dabei hat die Episode eigentlich noch ziemlich cool und interessant angefangen, mit der Reaktion des Schwarmbewusstseins auf Carols "Befragung" von Zosia am Ende der letzten Folge, die zu deren Zusammenbruch führte. Die Tonband-Nachricht (die wir im Laufe der Episode noch einige Male zu hören bekommen werden), wie die Menschen nicht nur das Krankenhaus, sondern die gesamte Stadt verlassen (wie Carol vom Dach des Krankenhauses aus fassungslos den Exodus beobachtet, war für mich wohl die beste Szene der Folge), wie man auch danach bei ihren Anfragen keinen Menschen zu ihr schickt, sondern alles über Drohnen zu lösen versucht (woraufhin sich jene, die den Müll abholen soll, dann in der Laterne verheddert) – all das war schon durchaus nett, und zeigte vor allem mal eine andere, bislang unbekannte Seite des Schwarms.

Doch trotz dieser guten Szenen, und obwohl es durchaus auch wieder ein paar neue Erkenntnisse gab (insbesondere natürlich rund um die Flüssigkeit, die sie zu sich nehmen) ging mir bei "Milch" insgesamt einfach zu wenig weiter. Vor allem der Mittelteil zog sich doch ordentlich dahin. Insbesondere alles rund um die Wölfe wirkte auf mich doch eher unnötig, und so, als würde man auf diese Weise (Lauf-)Zeit schinden wollen. Auch die Videoaufnahmen an die anderen "Überlebenden" waren eine Mischung aus Aufrollung von Dingen, die wir eh schon wissen (was zwar inhaltlich verständlich, aber zugleich halt auch wenig interessant war), und (wenigen) neuen Erkenntnissen. Die ewig gleiche Nachricht auf dem Anrufbeantworter fand ich ebenfalls etwas mühsam (wäre ich Carol, hätte ich glaub ich beim zweiten Mal gesagt "Ok, ist angekommen, ihr könnt die Nachricht runternehmen."). Ich bin mir auch nicht sicher, wie plausibel ich Carols Ermittlungen am Ende finde, und wie sie schließlich durch den Strichcode zu diesem Lagerhaus gerät (und überhaupt, ich dachte, der Schwarm lagert alle Ressourcen – abseits des Supermarkts, den sich Carol gewünscht hat – zentraler und so effizienter?). Und den Cliffhanger fand ich auch eher billig, und im Gegensatz zu jenem aus "Bitte, Carol" doch eher ineffektiv. Zumindest ich musste bei ihrer Reaktion irgendwie unweigerlich an "Soylent Green is people!" aus eben "Soylent Green" (bzw. auf Deutsch "Jahr 2022… die überleben wollen") denken, vermute aber mal, dass das eher nicht in die Richtung gehen wird (weil das würde sich mit der Ablehnung des Schwarms, Leben zu vernichten, spießen). Was aber könnte dann sonst so schockierend sein? Aber, immerhin: Falls sich herausstellen sollte, dass diese Flüssigkeit von allen im Schwarmbewusstsein regelmäßig eingenommen werden muss, damit dieses aufrecht bleibt, könnte eine Umkehrung des Prozesses zumindest für die Personen die sich in ihrer Nähe aufhalten und auf den Vorrat im Lagerhaus angewiesen in greifbare Nähe rücken. Diese Möglichkeit finde ich letztendlich auch um einiges spannender, als den sich aus Carols gar so schockierten Reaktion ergebenden Cliffhanger.

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ Ich habe ja die Hoffnung, dass meine Wertungen am Ende der Staffel ein V ergeben werden; sprich, nun mit "Milch" der Tiefstand erreicht ist, und es nun im gleichen Muster wieder aufwärts geht. Meine Spekulation, dass das Schwarmbewusstsein darauf angewiesen sein könnte, dass diese Flüssigkeit regelmäßig eingenommen wird (da sonst die dafür notwendigen Chemikalien fehlen, und die betreffenden Individuen wieder aus diesem herausbrechen), fand ich dabei deutlich vielversprechender, als Carols auf mich etwas gar übertrieben wirkende Reaktion auf was auch immer sie im Lagerhaus gefunden hat (was, Cliffhanger sei Dank, eben erst in der nächsten Folge aufgeklärt wird). Schwerer als das wiegt aber, dass mir bei "Milch", trotz einzelner guter Szenen und neuer Erkenntnisse, insgesamt zu wenig weiterging, und sich doch einige Längen eingeschlichen haben. Zwar ist das Grundkonzept nach wie vor interessant, und profitiert die Serie nicht zuletzt vom David gegen Goliath-Charakter. Bislang wurden aber meine – bereits von Beginn an geäußerten – Zweifel, ob dies allein für eine Serie mit vier Staffeln reicht (wie von Vince Gilligan geplant), eher verstärkt als entkräftet.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2025 Apple TV+)







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