Planet der Affen - 1x09: Das Pferderennen von Venta
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Originaltitel: The Horse Race Episodennummer: 1x09 Bewertung: Erstausstrahlung US: 08. November 1974 Erstausstrahlung D: 10. Mai 1989 Drehbuch: David P. Lewis & Booker Bradshaw Regie: Jack Starrett Besetzung:
Roddy McDowall als Galen,
Ron Harper als Alan Virdon,
James Naughton als Pete Burke,
Morgan Woodward als Martin,
John Hoyt als Prefect Barlow,
Richard Devon als Zandar,
Mark Lenard als Urko,
Henry Levin als Prefect,
Russ Marin als Damon,
Meegan King als Gregor u.a.
Kurzinhalt:
Urko veranstaltet immer wieder Pferderennen, in denen er die Präfekten der jeweiligen Gemeinden dazu zwingt, mit ihm zu wetten – und üblicherweise auch gewinnt. Alan, Pete und Galen verschlägt es zufällig in jene Gemeinde, in die Barlow nach den Geschehnissen in Kaymak strafversetzt wurde. Während sie bei einer Farmerfamilie, bestehend aus Martin und seinem pferdevernarrten Sohn Gregor unterkommen, wird Galen von einem Skorpion gebissen. Gregor reitet daraufhin mit einem Pferd zur nächsten Klinik – obwohl Menschen das Reiten strikt untersagt ist. Auf dem Weg zurück wird er von einer von Urkos Patrouillen gesehen, und daraufhin verhaftet und zum Tode verurteilt. Alan und Pete drängen Barlow darauf, sich dafür einzusetzen, das Leben des Jungen zu verschonen. Dieser stimmt unter einer Bedingung zu: Alan soll für ihn beim nächsten Pferderennen gegen Urkos Champion antreten…
Review:
Mit Morgan Woodward ist – neben Dauergast Mark Lenard – bei "Das Pferderennen von Venta" wieder ein genrebekanntes Gesicht mit von der Partie (kann er doch u.a. auf zwei Gastrollen in der klassischen "Star Trek"-Serie zurückblicken). Auch hier hat er bei mir Eindruck hinterlassen, was neben seiner Performance auch daran liegt, wie ambivalent seine Rolle angelegt ist. Auf der einen Seite ist man natürlich enttäuscht, wenn nicht gar erzürnt, als er Alan und Pete verrät. Andererseits ist es aber auch insofern verständlich, als es um das Leben seines Sohnes ging. Sich darauf zu verlassen, dass Alan das Pferderennen auch wirklich gewinnt, war ihm bei diesem hohen Einsatz halt einfach zu riskant. Und so schlägt er Urko vor, das Rennen zu manipulieren, wenn Gregor dafür verschont wird. Dieser denkt natürlich gar nicht daran, sich an diese Abmachung zu halten. Dennoch kann man Martin in meinen Augen für diesen Verrat keinen Vorwurf machen.
Fast noch auffälliger als den Gastauftritt von Morgan Woodward fand ich aber die Rückkehr von John Hoyt als Barlow, womit "Das Pferderennen von Venta" an "Der Gladiator" anknüpft. Dort ist Barlow ja in Ungnade gefallen. Dementsprechend verlangt er von Urko als Wetteinsatz auch, dass er, falls sein Pferd gewinnt, wieder nach Kaymak zurück darf. Urko als Dauer-Bösewicht ist man als wiederkehrender Charakter ja gewohnt. Eine derartige direkte Verknüpfung mit einer früheren Folge ist für "Planet der Affen" aber doch ungewöhnlich. Insofern stach das für mich hier überaus positiv heraus. Und auch die schauspielerische Leistung von Roddy McDowall als Galen hatte es mir wieder angetan; grundsätzlich eh immer, aber hier irgendwie ganz besonders. Aber auch Ron Harper kann sich hier als Alan Virdon wieder mal so richtig in Szene setzen, und trumpft vor allem mit seinen Reitkünsten auf (da so manche "echte" Reitszenen, in denen man eigentlich einen Stuntman erwarten würde, von ihm absolviert wird). Und generell war dann insbesondere das Rennen von Jack Starrett durchaus mitreißend inszeniert (auch wenn man es in meinen Augen mit dem Rückstand, den aufzuholen Alan gelingt, dann doch etwas übertreibt; das fand ich unglaubwürdig). An die besten und/oder interessantesten Folgen kommt "Das Pferderennen von Venta" für mich allerdings nicht ganz heran.
Fazit:
An "Das Pferderennen von Venta" stach für mich in erster Linie die Rückkehr von Präfekt Barlow hervor, und wie sich die Episode damit als direkte Fortsetzung zu "Der Gladiator" entpuppt (wobei man diese jetzt nicht unbedingt gesehen haben muss, um dem Geschehen hier zu folgen). Aber auch die Figur von Martin (Gastauftritt von Morgan Woodward) hatte es mir angetan; auf der einen Seite will man ihn dafür verurteilen, wie er Alan und Pete hier hintergeht, auf der anderen kann man ihn aber auch verstehen, immerhin steht hier das Leben seines Sohnes auf dem Spiel. Und das abschließende Pferderennen ist durchaus packend umgesetzt, wobei vor allem positiv hervorsticht, dass aufgrund von Ron Harpers Reitkünsten viele Szenen ohne Stuntman auskamen. Mit dem großen Rückstand, den er am Ende noch aufzuholen vermag, hat man in meinen Augen aber doch deutlich übertrieben. Und generell war "Das Pferderennen von Venta" jetzt eher interessant als wirklich mitreißend. Insgesamt hat mich die Folge aber gut unterhalten.