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Mondbasis Alpha 1 - 1x20: Wer programmiert Kelly Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Century 21 Television

Originaltitel: Space Brain
Episodennummer: 1x20
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 29. Januar 1976
Erstausstrahlung D: 02. Oktober 1977
Drehbuch: Christopher Penfold
Regie: Charles Crichton
Besetzung: Martin Landau als Commander John Koenig, Barbara Bain als Dr. Helena Russell, Barry Morse als Professor Victor Bergman, Shane Rimmer als James Kelly, Carla Romanelli als Melita Kelly, Prentis Hancock als Paul Morrow, Clifton Jones als David Kano, Zienia Merton als Sandra Benes, Anton Phillips als Dr. Bob Mathias, Nick Tate als Alan Carter, Derek Anders als Wayland u.a.

Kurzinhalt: Der Mond befindet sich auf Kollisionskurs mit einer Weltraum-Anomalie. Als man ein Eagle-Shuttle losschickt, um diese zu untersuchen, wird das Schiff von einem seltsamen Material eingesponnen. Man schickt daraufhin ein zweites Shuttle los. Als der Pilot James Kelly das Schiff in einem Raumanzug verlässt, gelingt es der Anomalie – die sich als lebendes Gehirn im Weltall herausstellt – mit ihm Kontakt aufzunehmen. Daraufhin ist er apathisch, und steht unter der Kontrolle der Entität. Doch zu welchem Zweck? Wie sich herausstellt, versucht das Weltall-Gehirn mit ihnen zu kommunizieren – wobei Kelly quasi als Transmitter fungieren soll. Das Gehirn versucht, zu ihrer beider Willen, ihnen die nötigen Informationen zu geben, um die Kollision doch noch verhindern zu können. Als jedoch der Plan, die Flugbahn des Mondes durch das Zünden von radioaktiven Sprengkörpern zu verändern scheitert, scheint das Schicksal von Alpha 1 besiegelt…


Review: Episodenbild (c) Century 21 Television Der Auftakt von "Wer programmiert Kelly" (bei der Formulierung muss man als Österreicher übrigens unweigerlich an die Textnachricht "Wer vorbereitet Gernot" denken; schräg!) ist eigentlich noch ziemlich interessant, mit der (nett getricksten) Anomalie im Weltall, und dem Eagle-Shuttle, welches darauf losfliegt. Das mit den Spinnweben (so wirkte es auch mich anfänglich) und dem Schaum war dann allerdings bereits unfreiwillig komisch (wenn auch noch kein Vergleich zum Finale; aber dazu später). Demgegenüber hatte die düstere Erkenntnis, dass es sich beim Meteoriten der auf dem Mond einschlug um eine komprimierte Form des Shuttles handelte, durchaus wieder einen gewissen Reiz. Demgegenüber schlägt die Folge dann leider im Mittelteil doch ziemlich ein. Die wenigen Szenen, die wie davor mit James Kelly – und seiner Frau Marita – erhielten, waren zumindest für mich zu wenig, um eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. Dementsprechend fieberte ich nicht wirklich mit, als er unter die Kontrolle des Weltall-Gehirns gerät (was sich dann u.a. so ausdrückt, dass er wild auf Tasten herumdrückt; das hatten wir in der Staffel schon mal, auch wenn ich die Folge gerade nicht aus dem ff benennen kann).

Überhaupt, das Weltall-Gehirn. Ich weiß nicht, ob ich das Konzept (ähnlich wie die Weltall-Amöbe bei der klassischen "Star Trek"-Serie) faszinierend oder doch eher albern finden soll. In jedem Fall gelang es der Episode leider nie wirklich, aus der bevorstehenden Kollision Spannung zu beziehen. Auch die diversen Pläne, um die Katastrophe doch noch zu verhindern, sprachen mich nicht wirklich an. Vor allem aber wird es am Ende dann nochmal so richtig trashig. Es tut mir leid, aber alles rund um die Schaum-Attacke verfehlte die gewünschte spannungssteigernde Wirkung bei mir komplett; das war einfach nur unfreiwillig komisch. Seltsam auch, dass wir am Ende dann erfahren, dass das Weltall-Gehirn hierbei draufgegangen ist. Hieß es nicht zuvor noch, es würde wenn überhaupt dann nur den Mond erwischen (da das Gehirn das deutlich größere Objekt war), und hat man nicht vor allem auch dessen Flugbahn ja scheinbar doch gerade noch ausreichend verändert, um diese zu verhindern? Das fand ich schräg. Und leider, der nachdenkliche letzte Satz "If only we could have communicated!", von Barbara Bain mit einer derartigen Inbrunst vorgetragen, dass es völlig überdramatisiert wirkte, ließ mich auch eher mit den Augen rollen. Nun klingt das alles insgesamt – zumindest ein bisschen – dramatischer, als es war. "Wütender Geist" und insbesondere "Die Steinzeitfalle" fand ich definitiv nochmal um einiges schwächer. "Wer programmiert Kelly" bot immerhin wieder ein paar nette Effektaufnahmen, sowie eine grundsätzlich ja durchaus interessante Prämisse. Was man aus eben dieser herausholte, fand ich aber halt leider doch eher dürftig.

Fazit: Episodenbild (c) Century 21 Television Ein bisschen verhext ist das ja schon. Denn nachdem ich eigentlich den Eindruck hatte, dass sich "Mondbasis Alpha 1" im Verlauf der ersten Staffel zunehmend gefunden hat, und die Qualität steigern konnte, gab es nun mit "Wütender Geist" und "Wer programmiert Kelly" wieder einen ziemlichen Rückfall. Dabei fand ich die Idee hinter "Wer programmiert Kelly" rund um das lebende Gehirn im Weltall grundsätzlich nicht uninteressant. Leider aber konnte die Folge aus der drohenden Kollision keine Spannung beziehen. Mangels Verbindung zur Figur fühlte ich leider auch mit James Kelly nie wirklich mit. Im Mittelteil zieht sich die Episode dann generell ziemlich dahin. Vor allem aber fand ich das Schaumbad am Ende einfach nur unfreiwillig komisch. Dass der Tod/die Zerstörung des Weltraumgehirns dann völlig an mir vorüberging, setzte unter "Wer programmiert Kelly" dann endgültig einen enttäuschenden Schlusspunkt.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Century 21 Television)







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