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Poirot - 2x06: Doppelte Sünde Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel: Double Sin
Episodennummer: 2x06
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 11. Februar 1990
Erstausstrahlung D: 06. November 1993
Drehbuch: Clive Exton
Regie: Richard Spence
Besetzung: David Suchet als Hercule Poirot, Hugh Fraser als Captain Hastings, Philip Jackson als Chief Inspector Japp, Pauline Moran als Miss Lemon, Adam Kotz als Norton Kane, Caroline Milmoe als Mary Durrant, Elspet Gray als Miss Penn, David Hargreaves als Sergeant Vinney, Gerard Horan als Police Constable Flagg, Michael Shannon als Mr Baker Wood, Amanda Garwood als Lady Amanda Manderley, Harry Goodier als Billy Arkwright u.a.

Kurzinhalt: Captain Hastings und Miss Lemon trauen ihren Ohren nicht, als ihnen Hercule Poirot verkündet, sich zur Ruhe setzen zu wollen. Unmittelbar darauf fährt er gemeinsam mit Hastings nach Devon, um Urlaub an der englischen Küste zu machen. Im Reisebus lernen die beiden die junge Antiquitätenhändlerin Mary Durrant kennen, die auf dem Weg ist, um Miniaturen an einen wohlhabenden Gentleman zu verkaufen. Es ist die erste entsprechende Transaktion, die sie – für das Geschäft ihrer Tante – selbst übernimmt, und ist dementsprechend aufgeregt. Umso mehr, als die Miniaturen am nächsten Tag plötzlich verschwunden sind. Trotz dieses Vorfalls bleibt Poirot jedoch im Hinblick auf seine Absicht, sich zur Ruhe zu setzen, standhaft. Und so nimmt sich Captain Hastings, der Mitleid mit der jungen Damen hat, des Falls an…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) BBC In "Doppelte Sünde" machen Poirot und Hastings wieder mal einen kleinen Urlaub. Dieses Mal verschlägt es sie an die englische Küste, genauer gesagt nach Devon. Sobald Hastings die Werbung für den Vortrag von Inspektor Japp ins Auge sticht, sind sowohl der Grund für die kleine Reise, als auch für Poirots Ankündigung, sich zur Ruhe setzen zu wollen, klar. Ersteres, da er – natürlich ohne dass es jemand bemerkt – dem Vortrag lauschen möchte. Und Zweiteres, da er davon ausgeht, dass Japp alle Errungenschaften Poirots als seine eigenen ausgeben wird, und sich deshalb in seiner Ehre verletzt fühlt. Und tatsächlich scheint der gute Inspektor bei seiner Rede, als er über Privatdetektive spricht, zuerst Hercules Befürchtungen zu bestätigen. Bis er auf einmal auf Poirot zu sprechen kommt, und richtiggehend ins Schwärmen gerät. Hier zeigt sich bereits ein deutlicher Wandel im Vergleich zu den ersten Folgen, wo Japp vom Belgier noch nicht wirklich viel zu halten schien. Und genau so wie ähnlich lobende Worte in Richtung von Miss Marple zum Ende der Serie mit Joan Hickson hin, wärmte auch diese Szene mein Herz.

Der Fall an sich ist zwar ebenfalls ganz nett, allerdings nicht wirklich etwas Besonderes. Die Auflösung war mir sehr früh klar, inklusive der Tatsache, dass Miss Penn nicht wirklich an den Rollstuhl gefesselt ist. Wobei ich dennoch insbesondere die schauspielerische Leistung von Caroline Milmoe lobend hervorheben will, die das vermeintlich unschuldige Opfer wirklich perfekt spielt. Und tatsächlich habe ich ihr dies die längste Zeit abgenommen, und gedacht, sie wäre in den Plan rund um den Diebstahl und Verkauf an Norton Kane, nur um die Miniaturen dann als Diebesgut wieder zurück zu bekommen (nachdem man bereits das Geld für sie kassiert hat), nicht eingeweiht gewesen. Erst am Ende wurde es dann, an ihrer Reaktion bei der Konfrontation im Restaurant, klar. Davon abgesehen hatte der Fall hier allerdings für mich nicht wirklich viel Reiz, wirkte auch nicht sonderlich komplex, und lud auch kaum zum Miträtseln ein. Und nicht zuletzt fand ich ihn insofern etwas ungeschickt platziert, als die Idee, dass Hastings versucht, an Poirots Stelle den Fall zu lösen, grundsätzlich ja definitiv ihren Reiz hat. Allerdings hatten wir erst eine Folge zuvor in "Mord ohne Leiche" etwas ganz ähnliches, als Hastings für Poirot quasi den Außendienst erledigt hat, und unter dessen Anleitung ermittelte, weil der Meisterdetektiv aufgrund seiner Wette mit Inspektor Japp im Apartment festsaß. Hätte man zwischen diesen beiden Episoden etwas mehr Platz gelassen, wäre Hastings als Chef-Ermittler für mich noch einmal mehr (und positiver) hervorgestochen.

Fazit: Episodenbild (c) BBC Am besten fand ich an "Doppelte Sünde" die Szene, wo sich Poirot in Inspektor Japps Vortrag hineinschleicht, und – nachdem er kurz glaubte, dass dieser seine schlimmsten Befürchtungen bestätigen würde – überaus lobende Worte zu sich selbst vernimmt. Darüber hinaus hatte es mir vor allem noch die schauspielerische Leistung von Caroline Milmoe angetan, der zumindest ich das arme, unschuldige Mädel voll und ganz abgekauft habe. Auch, dass hier Hastings stärker im Mittelpunkt steht, da Poirot ja vermeintlich im Ruhestand ist, und ihm damit die Ermittlungen überlässt, sticht grundsätzlich positiv hervor – hätte allerdings noch mehr Wirkung erzielt, wäre die Episode nicht so kurz nach "Mord ohne Leiche" platziert. Generell gab der Fall jetzt nicht unbedingt so viel her, was man auch daran merkt, dass vergleichsweise wenig Laufzeit auf ihn fällt. Und so lebt auch "Doppelte Sünde" wieder stark vom Humor, und der wunderbaren Chemie zwischen den Darsteller:innen.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © iTV)







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