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Star Wars: Inferno Drucken E-Mail
Die Wächter der Macht-Saga tritt auf der Stelle Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 08 September 2019
 
Titel: "Wächter der Macht 6: Inferno"
Originaltitel: "Legacy of the Force: Inferno"
Bewertung:
Autor: Troy Denning
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Umfang: 396 Seiten (inkl. Interview)
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: 15. Dezember 2009 (D), 28. August 2007 (E)
ISBN: 978-3-442-26598-3
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Auf Tenel Kas Wunsch hin erweckt Jacen Solo, der insgeheim die neue Sith-Identität als Lord Caedus angenommen hat, bei Mara Jades Begräbnis den Eindruck, zu versuchen, sich mit Luke Skywalker zu versöhnen. Zur gleichen Zeit hetzt er jedoch die Truppen der Galaktischen Allianz auf seine eigenen Eltern – die nach wie vor als Terroristen gesucht werden – und lässt zudem die Jedi-Akademie auf Ossus besetzen. Und danach manipuliert er Ben dazu, den ehemaligen Staatschef Cal Omas zu ermorden. Danach wird Ben aber immerhin endlich klar, welches finsteres Spiel sein Onkel treibt. Er gibt sich als sein untertäniger Schüler aus – während er in Wahrheit nur auf eine Gelegenheit wartet, Jacen zu ermorden, und so für den Mord an seiner Mutter Rache zu üben. Jacen/Caedus lässt indes das Feuer auf die Wälder von Kashyyyh eröffnen – eine Wahnsinnstat, die nicht nur Luke Skywalker, sondern auch Han und Leia davon überzeugt, dass ihr Sohn verloren ist…

Review: In meinem Review zu "Opfer" habe ich ja erwähnt, dass wenn ich den damals wie er herausgekommen ist gelesen hätte, ich wohl – so wie damals schon bei "Die Abtrünnigen" danach erstmal wieder eine "Star Wars"-Romanpause eingelegt hätte. So gesehen ist es gut für Aaron Allston, Karen Travis und Troy Denning, dass ich mir die komplette Reihe vor Jahren schon zugelegt habe, und ebenfalls vor Jahren damit begonnen habe, mir das Legends-Universum überwiegend komplett (abseits ein paar Jugendroman-Reihen sowie Comics) vorzuknöpfen. Insofern war aufgeben diesmal keine Option. Und doch hatte ich auch bei "Inferno" wieder den Eindruck, dass Maras Tod für mich der "Jump the Shark"-Moment des Erweiterten "Star Wars"-Universums war. Dass der Roman auch davon abgesehen kein Highlight war, trug auch nicht dazu bei, mich zu besänftigen und/oder umzustimmen. Mein Hauptkritikpunkt ist dabei: Es tut sich hier in Wahrheit so gut wie gar nichts. Alles, was passiert, ist einzig und allein dazu da, damit alle rund um Jacen die Tragweite seines Absturzes erkennen. Zuerst Ben, dann Luke, Han, Leia, und zuletzt auch Tenel Ka. Allerdings: Eigentlich hätte seine Ermordung von Mara Jade am Ende des letzten Romans dazu bereits die perfekten Voraussetzungen geliefert. Und so fühlt sich die Handlung von "Inferno" höchst überflüssig an. Hier rächt es sich aus meiner Sicht, dass man den drei Autoren vorgab, eine neunteilige Reihe rund um Jacens Fall zu schreiben – und sich diese, so scheint es nun, sehr schwer damit taten, neun komplette Romane mit dieser Geschichte zu füllen. Was dann eben so Blüten treibt, wie das Karen Travis mal einen halben Roman auf Boba Fett und die Mandalorianer verschwendet, die mit der zentralen Handlung nichts am Hut haben, oder eben uns einen Roman beschert wie "Inferno", wo Troy Denning letztendlich nur Wasser tritt, weil natürlich die große, alles entscheidende Konfrontation zwischen Jacen und Ben/Luke erst im letzten Band der Reihe stattfinden kann.

So gesehen war Maras Tod gleich ein doppelter Fehler: Ich hielt ihn ja grundsätzlich schon für falsch, aber vor allem kam er auch zu einem viel zu frühen Zeitpunkt. Im vorletzten Band der Saga wäre es vom Timing her wesentlich besser gewesen. Weil so ist Denning dazu gezwungen, entscheidende Entwicklungen wie z.B. dass Luke erfährt, wer Mara ermordet hat, weiter hinauszuzögern. Ja er schafft es nicht einmal, dass endlich für Han und Leia endlich mal Jacens Vaterschaft von Allana gelüftet wird! Eben diese Hinhaltetaktik finde ich einfach nur mühsam. Es reduziert leider auch von vornherein die Spannung, z.B., wenn Ben Jacen angreift, oder es danach zum Showdown zwischen Luke und Caedus kommt. In beiden Fällen ist einfach von vornherein klar, dass es in einer Art Patt enden muss, und alle überleben werden – weil was sollte man sonst in den letzten drei Bänden der Reihe noch erzählen? Vieles an den hier vorgestellten Entwicklungen war mir zudem zu blöd bzw. unglaubwürdig, wie z.B. Jacens Angriff auf Kashyyyk. Ich weiß, er ist nicht nur General, sondern auch einer der Staatschefs, aber trotzdem: Da machen alle einfach so mit? Wenn das just jene Regierung macht, die aus der Rebellion gegen das tyrannische Imperium hervorgegangen ist? Und was ist eigentlich mit seiner Co-Staatschefin? Die schaltet sich nicht ein, erteilt Jacen weder eine Rüge, noch lässt sie ihn des Amtes entheben? Das ist doch alles Schwachsinn, sorry. Sehr enttäuscht war ich auch, dass Denning offenbar verpasst oder vergessen hat, dass Jaina mal als die beste Fliegerin der Geschwister galt. Ok, dass sie mit Luke nicht mithalten kann, geschenkt, aber dass sie selbst Jacen überflügelt, stieß mir doch sehr sauer auf. Und lasst mich bitte erst gar nicht mit dem Sith-Konzil auf Korriban anfangen. Was soll denn der Blödsinn auf einmal? Ne, sorry, aber ihr merkt es schon: "Inferno" war leider wieder einmal überhaupt nicht meins. Einzig der Moment, wo sich Han und Leia eingestehen müssen, in Jacen ein Monster erschaffen zu haben, hatte was. Davon abgesehen war der Roman für mich aber leider ein fast völliger Reinfall.

Fazit: Ist Wasser treten eigentlich olympisch? Wenn ja, hätte Troy Denning eigentlich 2008 in Peking antreten können. Übung hatte er nach "Inferno" jedenfalls genug. Aus meiner Sicht rächt sich nämlich spätestens hier einerseits der Zwang, die Story rund um Jacens Fall auf neun Bände auszudehnen, und andererseits der zu frühe Tod von Mara Jade; im vorletzten Roman, unmittelbar vor dem Finale der Saga, wäre dies wohl wesentlich besser gewesen. So muss Troy Denning entscheidende Entwicklungen/Offenbarungen hinauszögern, und zudem ist einem halt bei interessanten Begegnungen wie dem Kampf zwischen Luke und Jacen von vornherein klar, dass nichts Entscheidendes passieren kann. Einige Entwicklungen erschienen mir zudem höchst unplausibel – wie z.B., dass die Galaktische Allianz einfach so zuschaut, wenn Jacen das Feuer auf Kashyyyk eröffnen lässt. Und die Idee rund ums Sith-Konzil fand ich auch eher dämlich. Lediglich die Tatsache, dass nun auch wirklich allen – inklusive seinen Eltern und seiner Geliebten Tenel Ka – klar ist, wie tief Jacen gesunken ist, gefiel mir. Das allein war mir als Rechtfertigung für einen knapp 400 Seiten langen Roman aber entschieden zu wenig.

Bewertung: 1/5 Punkten
Christian Siegel





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