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Firefly: The Magnificent Nine Drucken E-Mail
Leichte Steigerung im Vergleich zum Vorgänger Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 06 Juli 2019
 
Titel: "Firefly: The Magnificent Nine"
Bewertung:
Autor: James Lovegrove
Übersetzung: -
Umfang: 384 Seiten
Verlag: Titan Books (E)
Veröffentlicht: 19. März 2019 (E)
ISBN: 978-1-78565-829-8
Buch kaufen: Hardcover (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Seit kurzem werden die Bewohner der Stadt Tethys von Banditen terrorisiert. Die sogenannten Scourer, angeführt von Elias Vandal, wollen ihnen das Wasser, welches sie für ihre Farmen und zum Leben dringend benötigen, in Zukunft verkaufen. Bürgermeister Gillis ist verzweifelt, sieht aber keine andere Möglichkeit, als der Forderung der Banditen nachzugeben. Einzig Temperance McCloud, eine andere Bewohnerin der Kleinstadt, begehrt auf. Sie wendet sich an ihre alte Flamme Jayne Cobb, und bittet ihn, nach Tethys zu kommen und ihnen zu helfen. Jayne wendet sich daraufhin an Mal, und bietet ihm für seine Hilfe sogar Vera an. Anfangs will Mal davon nichts hören, haben sie doch schon genug gemeinnützige Hilfe geleistet, die ihnen finanziell nichts einbrachte. Dann jedoch lässt er sich vom Rest der Crew, insbesondere Inara, doch noch umstimmen. Doch die erste Auseinandersetzung mit den Scourers, bei der Mal Elias Vandal gleich entzaubern wollte, verläuft nicht nach Plan. Jayne drängt sich vor, verliert das Duell, und wird dabei schwer verletzt. Nun müssen die nicht-ganz-so glorreichen Neun den Rückzug antreten. Doch Jayne ist nicht bereit, seine alte Flamme, und ihre Tochter Jane, einfach so im Stich zu lassen…

Review: Von "Big Damn Hero" war ich ja nicht wirklich begeistert. "The Magnificent Nine", wieder von James Lovegrove, war zwar eine leichte Steigerung, aber Highlight ist leider auch der zweite Roman der Reihe nicht. Ein Problem teilt er dabei mit dem Vorgänger: Wo die Dark Horse Comics in die Zukunft gingen, und die Geschichte nach dem Film weitererzählten, springt man hier nun, wie der Titel schon verrät, in die Zeit der Serie, oder genauer gesagt zwischen der Serie und "Serenity", zurück – was schon allein inhaltlich einen Rückschritt darstellt. Nun wäre das allein noch kein Problem. Leider aber war auch die Story von "The Magnificent Nine" wieder einmal hanebüchen, klischeehaft bis zum geht nicht mehr, und auch ungemein vorhersehbar. Letzteres gilt insbesondere für einen sich spät offenbarenden Verräter innerhalb der Bewohner der Stadt, sowie die Identität von Janes Vater. Beides ließ mich leicht aufseufzen, weil ich jeweils den Eindruck hatte, Lovegrove würde tatsächlich meinen, seinen Leser mit diesen Wendungen zu überraschen. Generell entwickelt sich der Plot leider sehr generisch, und ist die Story absolut nichts Besonderes. Den Vergleich mit dem großen Vorbild, der ja auch namenstechnisch Pate stand, hält "The Magnificent Nine" jedenfalls absolut nicht stand (und das gilt sowohl für die Western-Version, als auch das Original "Die sieben Samurai"). Und generell bietet der Roman wieder mal wenig bis gar nichts, dass einem länger in Erinnerung bleiben dürfte.

Was Lovegrove jedoch etwas besser gelingt als beim Vorgänger ist, den Ton der Serie zu treffen. Zwar drohte er es teilweise mit den Witzeleien und lustigen Sprüchen fast schon wieder zu übertreiben, ich kann aber nicht bestreiten, dass "The Magnificent Nine" grundsätzlich amüsant geschrieben ist, und mit einigen köstlichen Formulierungen und lustigen Kommentaren aufwarten kann, die mich zum Schmunzeln brachten. Generell versteht es der Roman grundsätzlich durchaus, zu unterhalten. Ich habe ihn überwiegend als Überbrückung der Flug- und Wartezeiten gelesen, und als solches war er optimal geeignet – nicht zuletzt, als er sich flüssig liest, nicht zu anspruchsvoll ist, und sich auch problemlos für einen längeren Zeitraum weglegen lässt, ohne dass man den Anschluss verliert. Und – möglicherweise angesichts meiner Enttäuschung mit "Big Damn Hero", die mir schon noch in den Knochen steckte – gelang es "The Magnificent Nine" vor allem auf den ersten paar Seiten, mich positiv zu überraschen. Wie ich generell die Ausgangssituation, so grundsätzlich bekannt sie auch sein mag, noch recht vielversprechend fand. Was James Lovegrove in weiterer Folge daraus machte, war aber halt leider fast wieder auf dem mäßigen Niveau des Vorgängers, und bestärkte meine Überzeugung, dass er zwar recht gewitzt schreiben kann, das Ausdenken einer spannenden und interessanten Story aber leider nicht zu seinen stärken zählt. Insofern bin ich auch ganz froh, dass beim bereits angekündigten Roman der Reihe ein anderer Autor hinter den Tasten sitzen wird (auch wenn Tim Lebbons "Star Wars"-Roman "Der Aufstieg der Jedi-Ritter" bei mir sogar nochmal schlechter wegkam, als Lovegroves ersten beiden Arbeiten für "Firefly"; aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt).

Fazit: "The Magnificent Nine" mag den Ton der Serie eine Spur besser treffen, dank des flotten Erzählstils leicht zu lesen und insgesamt durchaus kurzweilig und unterhaltsam sein. Doch auch wenn er im Vergleich zu "Big Damn Hero" eine leichte Steigerung darstellt, kann ich ihn leider Browncoats nur eingeschränkt empfehlen. Die Story ist halt leider absolut nichts besonders, sondern vielmehr sehr 08/15 und klischeehaft, mit einigen schmerzhaft vorhersehbaren Entwicklungen. Wirklich spannend war das Geschehen zudem nie. Und auch die interessanten neuen Erkenntnisse rund um Jayne Cobb hielten sich in sehr argen Grenzen (genauer gesagt, waren quasi nicht existent). Sicher, für "Firefly"-Fans hat es durchaus einen gewissen Reiz, mit den geliebten Helden ein weiteres Abenteuer zu erleben. Es wäre aber schön, wenn man bei Titan Books weniger auf den kleinsten gemeinsamen Nenner schielen und statt immer nur das absolut vertretbare Minimum zu bieten, mal versuchen würde, das "Firefly"-Universum wirklich zu bereichern (wie es die Comics von Dark Horse eben taten). Mal schauen, ob es Tim Lebbon im Herbst bei "Generations" besser machen wird.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel





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