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Star Wars: Die Ruinen von Coruscant Drucken E-Mail
Drei qualitativ sehr unterschiedliche Handlungsstränge Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 09 Juni 2019
 
Titel: "Die Ruinen von Coruscant"
Originaltitel: "Force Heretic I: Remnant"
Bewertung:
Autoren: Sean Williams & Shane Dix
Übersetzung: Regina Winter
Umfang: 471 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: Oktober 2006 (D), 04. Februar 2003 (E)
ISBN: 978-3-442-24433-1
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Nach dem Triumph im inneren Kern geht der Krieg gegen die Yuuzhan Vong in die nächste Phase. Die Neue Republik wird in die Galaktische Allianz umfirmiert, und deren Helden brechen auf unterschiedliche Abenteuer auf. So starten Luke, Mara und Jacen eine Expedition, um nach dem sagenumwobenen wandelnden Planeten Zonama Sekot zu suchen, den Vergere besucht haben will, und der, wie sie glauben, den Schlüssel zum Sieg über die Yuuzhan Vong bedeuten könnte. Die erste Etappe ihrer Reise führt sie nach Bastion, da sie Großadmiral Paellon um Informationen im Hinblick auf den Planeten bitten wollen. Doch als sie im System ankommen, landen sie mitten in einer Schlacht – werden die Überreste des Imperiums doch gerade von den Invasoren angegriffen. Währenddessen brechen Han, Leia, Jaina, Jag und Tahiri in die Unbekannten Regionen auf, in der Hoffnung, dort Verbündete im Kampf gegen die Invasoren zu finden. Doch auch der Koornacht-Cluster, der erst vor wenigen Jahren die Neue Republik angegriffen hat, ist vor den Yuuzhan Vong nicht sicher…

Review: Nicht in der Inhaltsangabe berücksichtigt habe ich den Handlungsstrang rund um Nom Anor, der sich in den titelspendenden Ruinen Coruscants unter die Jeedai-Anbieter mischt; nicht etwa, weil er deren Glauben teilen würde, sondern weil er in dieser Bewegung die einzige Chance sieht, die verlorene Macht zurückzugewinnen, und seinen Einflussbereich durch eine Rebellion vielleicht sogar zu vergrößern. Als jemand, der die Vong-Seite an dieser Reihe immer schon am Uninteressantesten fand, und vor allem auch Nom Anor immer schon für einen überaus schwachen Bösewicht hielt, konnte ich damit leider herzlich wenig anfangen. Zumal es Sean Williams und Shane Dix leider auch nicht gelang, meine entsprechende Meinung zu ändern. Und so fand ich die entsprechenden Stellen des Buches leider extrem langweilig, zäh und mühsam. Teilweise musste ich mich da echt durchquälen, und ich muss gestehen, so sehr wie hier war ich bei einem "Star Wars"-Roman selten in Versuchung, einfach den Rest eines bestimmten Kapitels zu überspringen. Womit wir auch schon bei meinem zweiten großen Kritikpunkt an "Die Ruinen von Coruscant" angelangt wären. Zugegeben, ist Geschmacksache – aber ich persönlich mag es überhaupt nicht, wenn Romane ohne Kapiteleinteilung daherkommen. "Die Ruinen von Coruscant" gliedert sich nur in vier große Teile, dazwischen gibt es aber immer nur Absatzwechsel, keine Kapitelsprünge. Ich persönlich finde das immer mühsam, und das Lesen so irgendwie anstrengender. Insofern haben sich Williams und Dix damit in meinem Fall keinen Gefallen getan.

Am besten hat mir an "Die Ruinen von Coruscant" der Teil rund um den Angriff auf die Überreste des Imperiums gefallen. Admiral Paellon zählt zu meinen Lieblingsfiguren aus dem EU – was er auch hier wieder unter Beweis stellen konnte – und generell war es überaus interessant zu sehen, wie Neue Republik (sorry, Galaktische Allianz) hier mit dem Imperium Seite an Seite kämpft, und damit ihren alten, früheren Feind gegen die Invasoren verteidigt. Generell war dieser ganze Plot sehr interessant, und bot auch ein paar nette Raumschlachten und Scharmützel. Am besten fand ich aber den diplomatischen Teil, rund um die Verhandlungen von Jacen, Luke und Mara. An diesen Stellen fühlte ich mich wirklich gut unterhalten. Von der zweiten Haupthandlung im Koornacht-Cluster kann ich das leider nicht wirklich behaupten. Der Einstieg rund um Saba wirkte auf mich schon mal aufgesetzt, dass sie einfach so das Schiff der Yuuzhan Vong ausschaltet, ohne darüber nachzudenken, dass sich auf diesem auch Sklaven bzw. Gefangene befinden könnten. Von der Frage, warum sie diese nicht in der Macht wahrnahm, ganz zu schweigen. Da wollten die Autoren halt unbedingt eine tragische Wendung zu Beginn, und scheiß drauf, wenn das nicht wirklich Sinn ergibt. Auch alles rund um Tahiri fand ich irgendwie so aufgesetzt, das Misstrauen und die Distanz, die sie von den anderen empfindet, und so weiter. Vor allem aber fand ich diese ganze Storyline nicht wirklich interessant. Die Schwarze Flotte-Trilogie zählt ja jetzt generell nicht zu meinen Favoriten – vorsichtig ausgedrückt – und die dortigen Feinde fand ich halt auch nie interessant. Wie in meiner Erinnerung generell die Grenzen zwischen den meisten Kurzzeit-Bedrohungen als Ersatz für das Imperium aus der Post-OT-Phase des Legends-Universums (Yevethaner, Ssi-ruuk usw. – und eigentlich irgendwie auch die Yuuzhan Vong). zunehmend verschwimmen. Aber auch sonst wollte mich das Abenteuer von Han, Leia, Jaina & Co. irgendwie nie so recht packen. Macht somit eine Storyline, die mir wirklich gut gefiel (Bastion), eine die mich überwiegend langweilte (Galantos) und eine die mich sogar richtiggehend nervte (Coruscant). Keine gute Ausbeute.

Fazit: Nach dem Ausreißer mit "Wege des Schicksals" fällt die NJO-Reihe mit den ersten Teil der Trilogie von Sean Williams und Shane Dix wieder auf das bislang gewohnte, unterdurchschnittliche Niveau zurück. Denn leider konnte mich nur einer der drei parallel verlaufenden Handlungsstränge wirklich überzeugen; die anderen beiden fand ich bestenfalls öde und schlimmstenfalls nervig. Es hilft auch nicht, dass ich eine persönliche Abneigung gegen Romane ohne Kapiteleinteilung habe. Und dass die Neue Republik hier plötzlich und ohne mir nachvollziehbarem Grund auf einmal in Galaktische Allianz umgetauft wird, schmeckte mir auch nicht. Einzig die nette Story rund um die Annäherung der früheren Feinde im Bastion-Handlungsstrang rettet "Die Ruinen von Coruscant" noch eine akzeptable Wertung.

Bewertung: 2/5 Punkten
Christian Siegel





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