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Serenity: No Power in the 'Verse Drucken E-Mail
Die Serenity-Crew gerät zwischen die Fronten Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 01 Dezember 2018
 
Titel: "Serenity: No Power in the 'Verse"
Bewertung:
Autor: Chris Roberson
Zeichnungen: Georges Jeanty
Tusche: Karl Story
Farben: Wes Dzioba
Lettering: Michael Heisler
Cover: Dan Dos Santos
Umfang: 152 Seiten
Verlag: Dark Horse Comics
Veröffentlicht: 08. August 2017
ISBN: 978-1-50670-182-5
Kaufen: Hardcover (E), Taschenbuch (D)
 

Kurzinhalt: Rund eineinhalb Jahre nachdem sie die Anführerin der Rebellen gegen die Allianz kennengelernt haben, ereilt sie von ihrer Heimatwelt ein Notruf von deren bester Freundin. Offenbar ist Bea seit einiger Zeit verschollen. Mal lässt Kurs auf den Planeten nehmen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dort treffen wie auf die militante Anführerin einer Zelle, die einen schweren Schlag gegen die Allianz plant. Anfänglich hält Mal dies für eine gute Idee, und ist durchaus bereit, sie zu unterstützen – bis er mitbekommt, dass sich der Plan gegen zivile Ziele richtet. Schon bald bekommt die Serenity-Crew jedoch ganz andere Probleme: Denn Rivers "Schwestern" folgen ihnen zum Planeten, und nehmen diese dort gefangen. Mit Hilfe eines einprogrammierten Wortes gelingt es Iris, kurzzeitig die Kontrolle über River zu übernehmen – und sie auf die Serenity-Crew zu hetzen…

Review: "No Power in the 'Verse" ist in doppelter Hinsicht der letzte Comic, der von Dark Horse zum Firefly-Universum erschienen ist. Einerseits ist es die jüngste Veröffentlichung, und andererseits gingen die Rechte danach an Boom!-Comics, die nun erstmal mit "Firefly Vol. 1" in der Zeit zurückgehen und die Geschichte des Krieges gegen die Allianz aufrollen werden. Zudem hat der englische Verlag Titan Books soeben den ersten Roman zur Serie veröffentlicht. Inwiefern die weiteren Comics und Romane an die Geschichte aus der "Serenity"-Comicreihe (die als offizielle Fortsetzung und Kanon angekündigt und verkauft wurden; dass das nicht immer etwas heißen muss, wissen wir allerdings spätestens seit "Star Wars" und dem EU/Legends-Debakel) anknüpfen werden, muss sich erst weisen – "No Power in the 'Verse" hinterlässt jedoch eigentlich eine sehr vielversprechende Ausganssituation, von der ich schon hoffe, dass man an sie in weiterer Folge anknüpfen wird. Leider aber fand ich "No Power in the 'Verse" abseits des netten Finales im direkten Vergleich zu "Leaves on the Wind" doch unterlegen. Einerseits, was die Dialoge und die Interaktionen zwischen den Teammitgliedern betrifft, die Zack Whedon irgendwie "originalgetreuer" eingefangen hat, als dies Chris Roberson hier gelingt. Und andererseits fand ich generell die Story doch relativ schwach. "Leaves on the Wind" erzählte eine große, epische Geschichte mit zahlreichen Schauplätzen, und vielen Figuren, die teilweise auch schon aus der Serie und dem Film bekannt waren.

"No Power in the 'Verse" knüpft nun zwar an diesen Comic an, lässt es aber ansonsten genau an diesen Stärken vermissen. Auf Gastauftritte bekannter Figuren (außerhalb der Stammbesetzung, und abseits der in den Comics eingeführten Charakteren) muss man hier verzichten, und praktisch die gesamte Story spielt sich auf Beas Heimatplaneten ab. Diese bietet zwar ein paar packende und/oder gelungene Momente, wobei vor allem jener Moment besticht, wo River sich unfreiwillig gegen die Serenity-Crew wendet, bzw. wir danach auch sehen, wie sie diesen Augenblick erlebt hat – nämlich als Gefangene in ihrem eigenen Körper. Das war sehr gut umgesetzt. Zudem gefiel mir, welcher Preis für die Rettung der Serenity-Crew zu zahlen ist: Zwar ist die Familie am Ende wieder zusammen, allerdings war man nicht in der Lage, den Terroranschlag zu verhindern – weshalb zahlreiche unschuldige Zivilisten ihr Leben verloren. Dennoch, inhaltlich fand ich "No Power in the 'Verse" doch ein bisschen dürftig. Künstlerisch zeigt sich hingegen – kein Wunder, war doch das gleiche Team wie bei "Leaves on the Wind" verantwortlich – neuerlich ein überaus gelungenes Bild. Einzig die oftmals nicht auf den ersten Blick zuordenbaren Gesichter bieten sich wieder als Kritikpunkt an. Davon abgesehen wussten aber sowohl die Illustrationen als auch die Farbgebung zu gefallen. Als Bonus ist dann noch der Mini-Comic "The Warrior and the Wind" enthalten, in dem River Emma als Gutenachtgeschichte eine Märchen-Version der Geschehnisse rund um ihre Eltern Zoe und Wash erzählt. Eine nette kleine Beigabe, bei der sich der Zeichenstil perfekt an die märchenhafte Geschichte anpasst – letztendlich aber zu kurz, um wirklich Eindruck zu hinterlassen und/oder direkten Einfluss auf die Bewertung zu nehmen.

Fazit: Im Vergleich zu "Leaves on the Wind", der abseits des furchtbar gezeichneten Minicomics wohl die Höchstwertung erhalten hätte, fällt "No Power in the 'Verse" leider doch etwas ab. Irgendwie war mir die Story nicht episch und packend genug. Zwar wird die Geschichte aus "Leaves on the Wind" grundsätzlich gelungen fortgeführt, und vor allem die Ausgangssituation am Ende hätte ich für weitere Geschichten eigentlich sehr vielversprechend gefunden – weshalb ich es doch schade (und schon auch ein wenig frustrierend) finde, dass wir wohl zumindest vorläufig auf eine direkte Fortsetzung der Story verzichten werden müssen. Der Weg dorthin war allerdings "nur" ok. Der Comic war insgesamt schon recht unterhaltsam und bot einige wirklich starke Momente, vermochte es aber sowohl inhaltlich als auch schriftstellerisch (insbesondere was die Dialoge betrifft) nicht, mich so wirklich zu begeistern. Kurzweilig war der Comic aber allemal – und bietet für Browncoats eine gelungene Fortsetzung der Geschichte aus der Serie, dem Film bzw. den bisherigen Comics.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel





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